by Swissquote Analysts
China unter Druck

Yuan unter Druck
Der CNY fiel gegenüber dem USD auf den niedrigsten Wert seit 2008 und erreichte 6,9641, als sich Nachrichten breit machten, dass sich Amerika auf neue Zölle für alle übrigen chinesischen Importe vorbereitet, wenn die Gespräche am 30. November zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping scheitern sollten. Die neue Runde mit Zöllen in Höhe von 257 Mrd. USD könnte bereits im Dezember in Kraft treten.
Aber China hat weiter die steuerliche und geldpolitische Kraft, die Nachfrage zu unterstützen und gleichzeitig auf dem Weg der Umstrukturierung zu bleiben. Und Trump könnte seine Hand ausspielen. Der chinesische USD-Überschuss wird in US-Staatsanleihen „recycelt“, was es Trump erlaubt, Haushaltsdefizite zu haben, die nur geringe Auswirkungen auf die Zinsen haben. Eine Beseitigung des chinesischen Überschusses würde dazu führen, dass die Finanzierungskosten steigen. Die Märkte bestrafen China weiter im Handelskrieg zwischen den USA und China. Während die US-Anlagen nur leichte Schwäche gezeigt haben, wurden die chinesischen Anlagen abgestossen. Trump sagt weiter, dass ein «toller Deal» mit China möglich sein kann. Sein Treffen mit Präsident Xi sollte zu nachlassenden Spannungen zwischen China und den USA im Rahmen des Handelskriegs führen.
US-Budget schwächt Pfund
Die gestrige Haushaltsvorstellung des britischen Finanzministers Philip Hammond nahm dem Sterling den Schwung. Sein Ausgabedefizit in Höhe von 15 Mrd. GBP beläuft sich 2019 auf 1,40% des BIPs, mit einem Anstieg bei der Gesundheitsversorgung, den Wohnungen und den Benzinpreisen. Das Pfund konnte der bärischen Meinung der Händler zum Pfund nicht widerstehen, was es zu den grössten Verlierern der heutigen Handelssitzung macht. Für den Moment handelt der GBPUSD entlang 1,2780, der niedrigste Wert seit August 2018, und nähert sich kurzfristig dem Bereich bei 1,2760.
Brexit-Sorgen halten an: die Hoffnung, dass mit der EU am 29. März 2019 eine Einigung über den Brexit möglich ist, schwindet. Anhaltende Probleme im Zusammenhang mit der irischen Grenze zeigen seit der Sitzung des europäischen Rats am 17. und 18. Oktober keine Fortschritte und dürfte vor der nächsten Sitzung des EU-Rats am 13. und 14. Dezember ebenfalls keine Fortschritte gemacht haben.