Research Market strategy
by Swissquote Analysts
Daily Market Brief

EZB schwächt Optimismus aufgrund des italienischen Haushaltsrisikos

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EZB schwächt Optimismus aufgrund des italienischen Haushaltsrisikos

Von Vincent Mivelaz

Bei der gestrigen MPC-Sitzung änderte EZB-Präsident Mario Draghi seine Politik und das Ende des QE-Programms wie erwartet nicht. Ein Anstieg des Leitzinses ist nicht vor dem nächsten Herbst zu erwarten.

Mario Draghi hat den Optimismus gedämpft, da er das Wachstum in der Eurozone und die Inflationsprognosen heruntergespielt hat, was letztendlich dazu beigetragen hat, dass die Einheitswährung gegenüber dem Greenback an Boden gewonnen hat, die sich über 1,14 halten konnte. Der Trend war jedoch kurzlebig, da die Frage im Zusammenhang mit dem italienischen Budget und seinen Auswirkungen auf den Normalisierungspfad der EZB aufkam. Zum Ende des Tages hatte der Euro seinen Gewinn wieder eingebüsst und handelte gegenüber dem Dollar mit einem Minus von -0,15%.

Dementsprechend gehen wir davon aus, dass das italienische Haushaltsproblem begrenzte Auswirkungen haben wird. Aktuell dürfte die EZB keine restriktivere Geldpolitik implementieren. Die einzige Antriebskraft für diese Entscheidung wäre ein Anstieg der Inflation, was sicherlich trotz eines zunehmenden Lohnwachstums passieren wird.

Der EURUSD dürfte vor dem US-amerikanischen BIP für das 3. Quartal und den Daten zur Wirtschaftsstimmung schwächer werden. Er nähert sich dem Bereich um 1,1355.

Rand mit Senkung der Wachstumsprognosen unter Druck

Von Vincent Mivelaz

Die Ernennung von Tito Mboweni, dem ehemaligen Chef der SARB, vor zwei Wochen wurde von den Anlegern begrüsst. Aber es bleiben wichtige Herausforderungen. Auch wenn er sich schnell in seine Funktion einfügte, tat sich Tito Mboweni dennoch schwer, die Anleger während der Mini-S

In der Tat dürfte die südafrikanische Wirtschaft mit einer Geschwindigkeit von ca. 0,70% wachsen, was vor allem an einer Rezessionsphase im 1. Halbjahr liegen dürfte, obwohl die Verbraucher- und Herstellerpreise (VPI und PPI im Monatsvergleich +0,50%) weitgehend angetrieben von einem schwächeren Rand und niedrigeren Ölpreisen fielen. Zudem dürfte das südafrikanische Budget das vorherige Haushaltsdefizit von 3,6% im Jahr 2018 um 0,40% überschreiten, und die aktuellen südafrikanischen Schulden, die auf 50% des BIP geschätzt werden, werden in den kommenden sechs Jahren um 10% zunehmen.

Dementsprechend dürften zunehmende Sorgen im Zusammenhang mit einer Herabstufung des Ratings der Staatsanleihen den ZAR fallen lassen, was letztendlich die Inflation beschleunigen sollte. In diesem Szenario wird die SARB, die die nächste MPC-Sitzung vom 20. bis 22. November abhält, die Leitzinsen anheben müssen, um den Rating-Agenturen etwas Positives zu zeigen und eine Abwertung auf Junk zu vermeiden.

Der USDZAR dürfte steigen und nähert sich dem Bereich um 14,70.

 
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