by Swissquote Analysts
Vor EZB-Sitzung dominiert Handel in enger Spanne

Vor EZB-Sitzung dominiert Handel in enger Spanne
Die meisten Währungspaare konsolidierten sich am Mittwoch weiter, da die Anleger bereits damit begonnen haben, die Aufmerksamkeit auf die anstehende EZB-Sitzung zu richten. Die Bedenken hinsichtlich der italienischen Steuersituation werden nicht über Nacht verschwinden; die Marktteilnehmer werden dieses Thema gerne für einen oder zwei Tage zurückstellen. Der EURUSD handelte in den letzten 24 Stunden seitwärts und schwankte um 1,1450.
Es wird eine harte Pressekonferenz für Mario Draghi werden, da er aufgrund der steigenden Unsicherheit um die Steuerprobleme zwischen der EU und Italien und dem sich nähernden Ende der neuen Anlagenkäufe einen glaubwürdigen Ansatz vorstellen muss.
Die Anleger hoffen zudem, weitere Informationen zur Wiederinvestition der Erlöse aus fällig werdenden Schulden zu bekommen: die Geschwindigkeit der Veräusserung, die Allokation nach Fälligkeit und Land, etc. Zuletzt werden die Anleger nach Hinweisen zum Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung suchen. Aktuell wird erwartet, dass erst Ende 2019 etwas passiert und es scheint unwahrscheinlich, dass Draghi versuchen wird, das zu ändern.
Wir bleiben zum EURUSD bullisch, da wir glauben, dass der Markt den Zinszyklus der Fed bereits eingepreist hat, der 2020 zum Ende kommen dürfte; daher gibt es nicht mehr viel Spielraum für eine weitere USD-Aufwertung. Wir müssen jedoch eventuell geduldig sein, wenn wir eine Euro-Rallye sehen wollen, da Draghi alles tun wird, um ein solches Ereignis zu verhindern.
Bank of Canada mit nachlassenden Handelsproblemen startklar
Die Handelsprobleme werden bald nur noch eine schlechte Erinnerung für die kanadischen Unternehmen sein, auch wenn weiter Probleme bestehen. Das neue trilaterale Rahmenwerk, das US-Handelsvertreter Robert Lighthizer und die kanadische Aussenministerin Chrystia Freeland vereinbart haben, trägt den Namen USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA), soll das 24 Jahre alte NAFTA-Abkommen ersetzten und dürfte bis Ende November 2018 unterzeichnet werden. Die nachlassenden Handelsspannungen geben der BoC weitere Flexibilität bei der Verwaltung der Geldpolitik des Landes.
In der Tat werden die Marktteilnehmer trotz den schwächeren Gesamtinflationszahlen im November (2,20% im Jahresvergleich, -0,40% im Monatsvergleich), einen Anstieg des Leitzinses um 25 Bp bei der heutigen MPC-Sitzung erwarten, was die Zahl auf 1,75% bringen würde, die dritte Erhöhung im Jahr 2018. Die Inflation bleibt leicht über dem Ziel der BoC bei 2% während die positiven Wirtschaftsprognosen der kanadischen Wirtschaft einschliesslich des Wirtschaftswachstums und der optimistischen Unternehmensstimmung eine restriktivere Geldpolitik rechtfertigen.
Die Handelsdiskussionen zwischen den drei Handelspartnern sind jedoch noch nicht vorbei. Trotz einer Einigung zu Themen wie Obergrenzen für die Fahrzeugexporte für die USA oder die Eignung der US-Bauern, Milchprodukte nach Kanada schicken zu können, bleiben die Probleme im Zusammenhang mit Trumps Stahl- und Aluminiumzöllen weiter bestehen - und Kanada und Mexiko sind bereit, sie zu beseitigen.
Dementsprechend gehen wir davon aus, dass der USDCAD nach der BoC-Ankündigung weiter unter Druck stehen und in Richtung 1,3030 gehen wird.