by Swissquote Analysts
USD nach FOMC-Protokoll besser nachgefragt, wird das so bleiben?

FOMC-Protokoll löst USD-Rallye aus
Wie weitgehend erwartet war das Protokoll zur FOMC-Sitzung im September extrem langweilig und brachte uns nicht viel neue Informationen. Sieht man sich jedoch die Marktreaktion an, und vor allem die USD-Rallye, die der Veröffentlichung des Protokolls folgte, so scheint es so, als hätten die Marktteilnehmer eine Trendwende erwartet. Anscheinend hätte den Anlegern eine zurückhaltende Überraschung gefallen und sie zeigten ihre Unzufriedenheit durch den Verkauf von US-Staatsanleihen und den Kauf des USD.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen zeigte ein weiteres Mehrjahreshoch, da sie um 4,7 Bp auf 3,21% gestiegen ist, der höchste Wert seit Mai 2011. Am kurzen Ende der Kurve stieg die Rendite der zweijährigen Papiere um 2 Bp auf 2,895%. Am Devisenmarkt konnte der USD seine Gewinne im Vergleich zu den meisten Peers ausweiten. Wir denken, dass die Marktreaktion nicht gerechtfertigt ist. Daher gehen wir davon aus, dass der USD seine Gewinne wieder abgeben wird.
Japanische Exporte auf 22-Monatstief
Die japanische Wirtschaft sieht sich starken Behinderungen ausgesetzt, beginnend mit dem Handelskrieg zwischen Washington und Peking, der auch die Exportindustrie Tokios beeinflusst, aber auch die Auswirkungen des TifonsTrami, der zu einer weiteren Störung der Produktions- und Vertriebskanäle im westlichen Bereich und auch zur Schliessung des internationalen Flughafens in Osaka geführt hat. Und ein Erdbeben, dass die nördlichen Insel Hokkaido zur gleichen Zeit heimgesucht hat.
Die japanischen Exporte weisen ein Minus von -1,20% (60 Mrd. USD) gegenüber der Zahl des Vormonats bei 6,60% auf, und dürften im September aufgrund eines starken Rückgangs bei Elektronikprodukten einen weiteren Einbruch erfahren, was weitgehend durch den Stillstand in der PrefäkturOksaka zu erklären ist, die weiter eine wichtige Region für die Produktion und den Export von elektrischen Geräten bleibt.
Dementsprechend zeigen sich die Auswirkungen des Handelskriegs zwischen den USA und China, wenn man sich die japanischen Exportzahlen ansieht. Das Volumen der für China oder die USA gedachten Produkte ist um 1,70% bzw. 0,20% eingebrochen. Auch wenn das weiter der erste Rückgang hinsichtlich Chinas seit Februar bleibt (aufgrund des chinesischen Neujahrs), erwarten wir für den Bereich Stahl einen starken Rückgang gegenüber dem 2. Halbjahr (-19,50%), da die Einführung der US-Zölle auf Stahl und Aluminium im März weiter die Wirtschaft belastet.