by Swissquote Analysts

Forex News and Events
EZB wird wohl ruhig abwarten (von Arnaud Masset) Swissquote Sqore Handelsideen: https://de.swissquote.com/fx/news/sqore
Die nächste Woche wird was die Geldpolitik angeht sehr geschäftig sein, da zwei der wichtigsten Zentralbanken wichtige Meetings abhalten. In den USA wird weitgehend erwartet, das die Federal Reserve ihren Leitzins nächste Woche anhebt, da die Verbraucherpreise und auch die Inflationserwartungen ständig steigen. Jenseits des Atlantiks hat die EZB endlich die Zahlen gesehen, auf die sie gehofft hatte. In der Tat sehen wir in der Eurozone wieder Inflation, da das Gesamtmaß im Februar auf 2% im Jahresvergleich gestiegen ist. Als Folge spürt Mario Draghi bereits die EZB-Falken im Nacken, die darauf drängen, die Geldpolitik der Zentralbank zu normalisieren. Draghi wird sich allerdings sehr wahrscheinlich behaupten, da es mehr als kontraproduktiv wäre, von zurückhaltend auf restriktiv überzugehen, da dies der Einheitswährung Auftrieb verleihen würde, was letztendlich dem Preisdruck schaden würde. Zudem hängt das Kernmaß, das die volatilsten Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie ausschließt, weiter unter der Schwelle bei 1% fest (0,9% im Jahresvergleich im Februar). Mario Draghi wird nicht zögern, deutlich zu betonen, dass der zugrunde liegende Preisdruck weiter schwach bleibt.
Insgesamt ist er noch nicht bereit, seinen Ton radikal zu ändern, und wartet stattdessen lieber auf eine weitere Verbesserung der Wirtschaft in der Eurozone, bevor er Straffungsmaßnahmen einleitet. Das Anleihenkaufprogramm der EZB erreicht darüber hinaus langsam seine Grenzen, da die Knappheit der Anleihen ein wichtiges Problem darstellt.
Wir glauben daher nicht, dass die heutige Sitzung Trends bei den EUR-Paaren auslösen wird. Sparen Sie sich Ihre Munition für die FOMC-Sitzung nächste Woche auf, da die Anleger die Prognosen der Fed prüfen.
SNB in der Klemme (von Peter Rosenstreich)
Wie alle wissen, hat die SNB interveniert, um den CHF vor einer weiteren „Überbewertung“ zu schützen. Heute hat die SNB Daten veröffentlicht, die zeigen, dass die Devisenreserven um 3,8% auf 668,2 Mrd. CHF gestiegen sind (die Bilanz insgesamt beläuft sich auf über 115% des BIPs). Auch wenn sich die SNB im Allgemeinen nicht zu Interventionen äußert, so zeigt die Höhe der Expansion der Bilanz, dass die SNB sehr aktiv an den Devisenmärkten war (und so den Boden bei 1,06 schützt).
Das Problem hierbei ist, dass die Geschwindigkeit der Käufe nicht nachhaltig ist (druckt man unbegrenzt CHF, so könnte das zur Hyperinflation und zu Glaubwürdigkeitsproblemen führen), aber die Nachfrage nach dem CHF wird wahrscheinlich zunehmen (1. Zunehmendes politisches Risiko in Europa, 2. Renditespread EUR/CHF ist stabil/wird schmäler, 3. Schweizer Wirtschaftsbedingungen verbessern sich). Der Ton der SNB um die Devisenpolitik ist sanfter geworden (unterstützt durch positive Inflationsprognosen), was die Spekulationen in Bezug auf eine höhere Flexibilität erhöht, aber die Nachfrage nach dem CHF hat die Meinung der SNB in Bezug auf die Abschwächung überflügelt.
Der EUR/CHF ist „der“ Trade zur Absicherung des politischen Risikos in Europa geworden, weshalb der Verkaufsdruck vor den holländischen und französischen Wahlen steigen könnte. Ich muss sicherlich keinen daran erinnern, dass die zwei größten Devisenmaßnahmen in den letzten paar Jahren von der SNB durch ihre proaktive Vorgehensweise im Zusammenhang mit den Ereignissen/der Situation in Europa hervorgerufen wurden (daher die Bedenken).
Das Problem ist, dass die SNB nun „Gefangener“ ihrer eigenen Politik ist. Ich habe Bedenken, dass die „sanfte“ Devisenpolitik der SNB für den Markt „hart“ geworden ist. Wird die SNB gezwungen, ihre verbalen/physischen Interventionen einzustellen (ich bin mir nicht sicher was zuerst der Fall sein wird), sollte der EUR/CHF stark abstürzen. Je länger diese Situation anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir ein Extremereignis sehen.
Crude Oil - Collapsing.

| Today's Key Issues | Country / GMT |
|---|---|
| Feb Bank of France Bus. Sentiment, exp 102, last 101, rev 102 | EUR/07:30 |
| Jan House transactions YoY, last 6,80% | EUR/08:00 |
| Feb Average House Prices, last 2.916m, rev 2.994m | SEK/08:30 |
| Schaeuble, Dombret Speak on Challenges for G-20 States, Berlin | EUR/08:30 |
| Feb Money Supply M2 YoY, exp 11,40%, last 11,30% | CNY/09:00 |
| Feb Money Supply M1 YoY, exp 16,60%, last 14,50% | CNY/09:00 |
| Feb Money Supply M0 YoY, exp 15,00%, last 19,40% | CNY/09:00 |
| Feb New Yuan Loans CNY, exp 950.0b, last 2030.0b | CNY/09:00 |
| Feb Aggregate Financing CNY, exp 1450.0b, last 3740.0b, rev 3737.7b | CNY/09:00 |
| Bank of Italy Publishes Monthly Report `Money and Banks' | EUR/10:00 |
| Mar IGP-M Inflation 1st Preview, exp 0,05%, last 0,10% | BRL/11:00 |
| mars.03 Foreigners Net Bond Invest, last $258m | TRY/11:30 |
| mars.03 Foreigners Net Stock Invest, last $51m | TRY/11:30 |
| Feb Challenger Job Cuts YoY, last -38,80% | USD/12:30 |
| mars.09 ECB Main Refinancing Rate, exp 0,00%, last 0,00% | EUR/12:45 |
| mars.09 ECB Marginal Lending Facility, exp 0,25%, last 0,25% | EUR/12:45 |
| mars.09 ECB Deposit Facility Rate, exp -0,40%, last -0,40% | EUR/12:45 |
| Mar ECB Asset Purchase Target, exp EU80b, last EU80b | EUR/12:45 |
| mars.03 Gold and Forex Reserve, last 393.0b | RUB/13:00 |
| mars.06 CPI WoW, last 0,00% | RUB/13:00 |
| mars.06 CPI Weekly YTD, last 0,80% | RUB/13:00 |
| ECB President Draghi Holds Press Conference in Frankfurt | EUR/13:30 |
| 4Q Capacity Utilization Rate, exp 82,50%, last 81,90% | CAD/13:30 |
| Jan New Housing Price Index MoM, exp 0,10%, last 0,10% | CAD/13:30 |
| Feb Import Price Index MoM, exp 0,10%, last 0,40% | USD/13:30 |
| Jan New Housing Price Index YoY, last 3,00% | CAD/13:30 |
| Feb Import Price Index ex Petroleum MoM, exp 0,10%, last 0,00% | USD/13:30 |
| Feb Import Price Index YoY, exp 4,40%, last 3,70% | USD/13:30 |
| mars.04 Initial Jobless Claims, exp 238k, last 223k | USD/13:30 |
| Feb 25 Continuing Claims, exp 2062k, last 2066k | USD/13:30 |
| mars.05 Bloomberg Consumer Comfort, last 49,8 | USD/14:45 |
| 4Q Household Change in Net Worth, last $1593b | USD/17:00 |
| Feb Card Spending Retail MoM, exp -0,40%, last 2,70% | NZD/21:45 |
| Feb Card Spending Total MoM, last 2,50% | NZD/21:45 |
| Feb Foreign Direct Investment YoY CNY, exp -4,20%, last -9,20% | CNY/23:00 |
The Risk Today
EURUSD
Der EUR/USD fällt zurück. Ein stündlicher Widerstand befindet sich bei 1,0679 (Hoch vom 16. 2. 2017). Die stündliche Unterstützung bei 1,0521 (Tief vom 15. 2. 2017) wurde gebrochen. Die technische Struktur deutet auf eine tiefer gehende Konsolidierung in Richtung 1,0500 hin. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.
GBPUSD
Der GBP/USD hat die Unterstützung bei 1,2254 (Tief vom 19. 1. 2017) durchbrochen. Der Weg ist weit offen für weitere Rückgänge. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2214 (Innertageshoch). Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit die Brexit-Abstimmung den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.
USDJPY
Der USD/JPY zeigt ein begrenztes kurzfristiges Kaufinteresse, nachdem er von seinen Basistiefs abgeprallt ist. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Die technische Struktur deutet auf erneute Schwäche in Richtung 112,00 hin. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF
Der USD/CHF verbessert sich weiter, nachdem er die Unterstützung bei 1,0021 getestet hat. Ein stündlicher Widerstand wird durch die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals markiert. Ein wichtiger Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Erwarten Sie eine weitere Festigung. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.
Resistance and Support
| EURUSD | GBPUSD | USDCHF | USDJPY |
|---|---|---|---|
| 1.13 | 1.3445 | 1.1731 | 121.69 |
| 1.0954 | 1.3121 | 1.0652 | 118.66 |
| 1.0874 | 1.2771 | 1.0344 | 115.62 |
| 1.0563 | 1.2151 | 1.0154 | 114.87 |
| 1.0454 | 1.1986 | 0.9967 | 111.36 |
| 1.0341 | 1.1841 | 0.9862 | 106.04 |
| 1 | 1.052 | 0.955 | 101.2 |