Research Market strategy
by Swissquote Analysts

AUD steigt, da RBA abwartet

07.03.2017 - 00:00

Forex News and Events

Die australische Zentralbank ändert ihren Zins nicht, der AUD steigt (von Arnaud Masset)

Wie weitgehend erwartet hat die Reserve Bank of Australia ihren Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 1,5% belassen. Die RBA wiederholte ihre weit bekannte Meinung, dass der Aussie überbewertet sei und sagte, das ein steigender Wechselkurs den Konjunkturübergang nach dem Auftrieb bei den Bergbauinvestitionen komplizierter machen würde. Die Institution erkannte jedoch die positive Entwicklung bei den Rohstoffpreisen an, „die dem australischen Nationaleinkommen einen deutlichen Auftrieb verleiht“.

Trotz der positiven Beurteilung der Wirtschaft durch die RBA blieb Governor Lowe bei seiner vorsichtigen Einstellung in Bezug auf die australischen Prognosen und erinnerte daran, „dass die mittelfristigen Risiken für das chinesische Wachstum bestehen bleiben“. In der Tat ist China der größte Handelspartner Australiens, da es rund 35% der Gesamtexporte Australiens absorbiert. Aus unserer Sicht vermuten wir, dass der Anstieg bei den Rohstoffpreisen - vor allem beim Eisenerz - zum Ende kommt und dass eine Kehrtwende droht, da die chinesischen Bestände ins Unermessliche gestiegen sind während die Rohstahlproduktion gedämpft blieb.

Aus diesen Gründen glauben wir, dass die RBA definitiv nicht auf dem Weg ist, ihre Geldpolitik zu straffen, da das Inflationsmaß weiter deutlich unter dem Zielband von 2-3% liegt. Die getrimmte durchschnittliche Inflation erreichte im Dezember 2016 zum Jahresende 1,6%, während die Gesamtzahl 1,5% erreicht hat. Daher hat es die RBA nicht eilig, Straffungsmaßnahmen durchzuführen; sollten die Rohstoffpreise jedoch die jüngsten Gewinne konsolidieren, wird die Inflation schnell wieder zulegen. 
Sieht man sich heute Morgen den AUD an, so scheint es so, als würden die Anleger das letztere Szenario als hoch wahrscheinlich ansehen, da der Aussie gegenüber dem Greenback 0,30% gestiegen ist und die Gewinne aus der letzten Woche teilweise wieder einbüßte, um zurück über die Schwelle von 0,76 zu gehen. Wir bleiben bei unserer bärischen Einstellung zum AUD/USD, mit dem nächsten Ziel bei 0,75.

Auf technischer Seite findet sich eine erste Unterstützung bei ca. 0,7530-40 (gleitender 200-Tagesdurchschnitt und 50-Tagesdurchschnitt), dann bei 0,7519 (Fibonacci 38,2% auf die Rallye von Dezember - Februar). 
Sollte der AUD/USD diese Werte durchbrechen, wäre der Weg in Richtung 0,73-0,72 weit offen.



FX-Intervention belegt, da die SNB-Reserven steigen (von Peter Rosenstreich)

Die Devisenreserven der Schweizer Nationalbank stiegen um 3,8% auf 668,2 Mrd. Auch wenn sich die SNB im Allgemeinen nicht zu Interventionen äußert, so zeigt die Höhe der Expansion der Bilanz, dass die SNB sehr aktiv an den Devisenmärkten war. Das war der schnellste Anstieg seit Dezember 2014, als die SNB gezwungen war, den Boden bei 1,200 zu verteidigen. Die heute veröffentlichten Daten lassen vermuten, dass die größere Wechselkursflexibilität der SNB nicht mit der angstbedingten Kapitalflucht aus Europa gerechnet hat. Die starke Nachfrage nach dem CHF zeigt, wie besorgt die europäischen Anleger in Bezug auf die politischen Entwicklungen sind. Trotz einer Verbesserung beim Inflations- und Wachstumshintergrund definiert Jordan von der SNB den CHF weiter als „deutlich überbewertet“. Zum Leidwesen der SNB bleibt der Handel mit den Short-Positionen im EUR/CHF weiter der sauberste Weg, sich gegen das steigende politische Risiko in Europa abzusichern. Wir gehen davon aus, dass der EUR/CHF trotz der SNB-Intervention weiter fallen wird. Nebenbei erwähnt: Wenn man die Maßnahmen der SNB sieht, so scheint sie nicht besorgt darüber zu sein, dass US-Präsident Trump die Schweiz als „Währungsmanipulator“ bezeichnen könnte.



Deutsche Werkaufträge brechen ein (von Yann Quelenn)

Die Finanzmärkte tendieren immer dazu, die deutschen Wirtschaftsdaten genau zu überwachen, da das Land immer als Lokomotive für die europäische Wirtschaft agiert. Bei der deutschen Wirtschaft handelt es sich um die stärkste Wirtschaft in der Eurozone. Heute früh am Morgen wurden die Auftragseingänge veröffentlicht, die stark auf -7,4% gefallen sind, was der stärkste Rückgang seit 2009 war. Die Zahl liegt deutlich unter den Konsensschätzungen. Man hatte einen Rückgang von -2,5% erwartet.

Das Niedrigzinsumfeld war positiv für die deutsche Wirtschaft, aber das scheint nicht ausreichend, da die Nachfrage klar nachlässt. Die Fundamentaldaten müssen mit Umfragen wie dem IFO-Geschäftsklima oder Erwartungen verglichen werden, die leicht positiv sind.

Der Euro hat auf die Daten kaum reagiert und bleibt unter 1,06 USD. Am Markt scheint weiter Optimismus vorzuherrschen. Der deutsche DAX handelt auf einem Allzeithoch und es gibt keinen Grund dafür, dass sich das kurzfristig ändern sollte, da die Wirtschaftserwartungen aktuell stark bleiben. Die EZB sollte nächsten Donnerstag nichts an ihrer Geldpolitik ändern und egal wie die Daten auch ausfallen, wir glauben, dass der Europ weiter schwach bleiben sollte und die Aktienmärkte überbewertet.

       

Swissquote Sqore Handelsideen: https://de.swissquote.com/fx/news/sqore

 

Gold - Bearish Pressures Increase.

Today's Key IssuesCountry / GMT
Jan Industrial Production MoM, exp -2,50%, last 0,90%, rev 2,30%DKK/08:00
Feb Foreign Currency Reserves, last 643.7b, rev 643.9bCHF/08:00
Feb Foreign Reserves, exp $2969.0b, last $2998.2bCNY/08:00
Feb Budget Balance, last 8.7bSEK/08:30
Feb Halifax House Prices MoM, exp 0,40%, last -0,90%, rev -1,10%GBP/08:30
Feb Halifax House Price 3Mths/Year, exp 5,30%, last 5,70%GBP/08:30
Feb CPI YTD, exp 0,90%, last 0,60%RUB/09:00
Feb CPI MoM, exp 0,30%, last 0,60%RUB/09:00
Feb CPI YoY, exp 4,60%, last 5,00%RUB/09:00
Feb CPI Core MoM, exp 0,40%, last 0,40%RUB/09:00
Feb CPI Core YoY, exp 5,20%, last 5,50%RUB/09:00
Feb Region Survey: Output Past 3M, last 0,6NOK/09:00
Feb Region Survey: Output Next 6M, last 0,73NOK/09:00
Jan PPI MoM, last 0,60%EUR/09:00
Jan PPI YoY, last 0,90%EUR/09:00
4Q GDP Annualized QoQ, exp 0,00%, last 0,20%ZAR/09:30
4Q GDP YoY, exp 0,60%, last 0,70%ZAR/09:30
4Q Gross Fix Cap QoQ, exp 0,60%, last 0,20%, rev -0,50%EUR/10:00
4Q Govt Expend QoQ, exp 0,40%, last 0,50%, rev 0,40%EUR/10:00
4Q Household Cons QoQ, exp 0,50%, last 0,30%EUR/10:00
Istat Releases the Monthly Economic NoteEUR/10:00
OECD Interim Economic OutlookEUR/10:00
4Q F GDP SA QoQ, exp 0,40%, last 0,40%EUR/10:00
4Q F GDP SA YoY, exp 1,70%, last 1,70%EUR/10:00
Feb FGV Inflation IGP-DI MoM, exp 0,05%, last 0,43%BRL/11:00
Feb FGV Inflation IGP-DI YoY, exp 5,22%, last 6,02%BRL/11:00
Jan PPI Manufacturing MoM, last 0,70%BRL/12:00
Jan PPI Manufacturing YoY, last 0,78%BRL/12:00
4Q GDP QoQ, exp -0,50%, last -0,80%BRL/12:00
4Q GDP YoY, exp -2,40%, last -2,90%BRL/12:00
4Q GDP 4Qtrs Accumulated, exp -3,60%, last -4,40%BRL/12:00
Feb Official Reserve Assets, exp 395.5b, last 390.6bRUB/13:00
Jan Trade Balance, exp -$48.5b, last -$44.3bUSD/13:30
Jan Int'l Merchandise Trade, exp 0.75b, last 0.92bCAD/13:30
Feb Vehicle Production Anfavea, last 174064BRL/14:20
Feb Vehicle Sales Anfavea, last 147219BRL/14:20
Feb Vehicle Exports Anfavea, last 37189BRL/14:20
Bank of England Bond Buying OperationGBP/14:50
Feb Ivey Purchasing Managers Index SA, exp 58,5, last 57,2CAD/15:00
Jan Consumer Credit, exp $17.250b, last $14.160bUSD/20:00
Feb ANZ Truckometer Heavy MoM, last -0,80%NZD/21:00
4Q Mfg Activity Volume QoQ, last 2,10%NZD/21:45
4Q Mfg Activity SA QoQ, last 0,40%NZD/21:45

The Risk Today

EURUSD

Der EUR/USD fällt zurück. Ein stündlicher Widerstand befindet sich bei 1,0679 (Hoch vom 16. 2. 2017). Die stündliche Unterstützung bei 1,0521 (Tief vom 15. 2. 2017) wurde gebrochen. Die technische Struktur deutet auf eine tiefer gehende Konsolidierung unterhalb von 1,0600 hin. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.

GBPUSD

Der GBP/USD hat die Unterstützung bei 1,2254 (Tief vom 19. 2. 2017) durchbrochen. Der Weg ist weit offen für weitere Rückgänge. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2570 (Hoch vom 24. 2. 2017). Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit die Brexit-Abstimmung den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.

USDJPY

Der USD/JPY zeigt ein begrenztes kurzfristiges Kaufinteresse, nachdem er von seinen Basistiefs abgeprallt ist. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Die technische Struktur deutet auf weitere Schwäche in Richtung 112,00 hin. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).

USDCHF

Der USD/CHF verbessert sich weiter, nachdem er die Unterstützung bei 1,0021 getestet hat. Ein stündlicher Widerstand wird durch die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals markiert. Ein wichtiger Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Erwarten Sie eine weitere Festigung. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.

Resistance and Support

EURUSDGBPUSDUSDCHFUSDJPY
1.131.34451.1731121.69
1.09541.31211.0652118.66
1.08741.27711.0344115.62
1.05581.21881.0152114.02
1.04541.19860.9967111.36
1.03411.18410.9862106.04
11.0520.955101.2
 
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