by Swissquote Analysts

AUD fällt auf 0,7620, da die Erwartungen im Zusammenhang mit der Erhöhung der US-Leitzinsen steigen
Forex News and Events
AUD bereit zur Abwertung (von Arnaud Masset) Swissquote Sqore Handelsideen: https://de.swissquote.com/fx/news/sqore
Der australische Dollar war im G10-Komplex die Währung mit der besten Performance seit Jahresbeginn. Der Aussie stieg gegenüber dem Greenback mehr als 6% an und erholte sich Anfang Februar von rund 0,72 USD auf ca. 0,77 USD. Diese nachhaltige Aufwertung des Aussies ist weitgehend das Ergebnis von zwei Faktoren: Zum einen war die allgemeine Dollarabwertung vor allem in Bezug auf hoch verzinsliche Währungen wie den Aussie und den Kiwi stark ausgeprägt, aber auch gegenüber als sicherer Hafen geltenden Währungen wie dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken. Zweitens hat der starke Anstieg der Eisenpreise - zusammen mit der allgemeinen Erholung der Rohstoffpreise - dazu beigetragen, dass die Erwartungen im Zusammenhang mit den Wachstumsprognosen des Landes gestiegen sind. In der Tat hängt der Aussie stark von den Exporten ab (rund 20% des BIPs) und auch vom Zustand Chinas, da rund 34% (12-Monatsdurchschnitt) der Exporte ins „Reich der Mitte“ gehen.
Auch wenn das positiv ist, so kommen am Himmel doch dunkle Wolken auf, da die beiden oben genannten Faktoren an Schwung verlieren. In der Tat ist der Bestand im chinesischen Eisenerzhafen in diesem Jahr dramatisch angestiegen und erreichte zum 24. Februar fast 130 Millionen Tonnen. Auf der anderen Seite fiel im selben Zeitraum die Stahlproduktion weiter, was vermuten lässt, dass es ein starkes Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot gibt. Zuletzt hat der Aussie was die handelsgewichtete Basis angeht wieder Werte erreicht, die wir zuletzt im Sommer 2015 gesehen haben, was dazu führt, dass die RBA mit der Situation recht unglücklich ist. In der Tat hat die Zentralbank mehrmals betont, dass der Aussie überbewertet ist und könnte bereit sein, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Situation in den Griff zu bekommen. Berücksichtigt man die beiden oben genannten Faktoren, so glauben wir, dass die Aussie-Rallye beendet ist und dass eine Korrektur droht. Wir schließen nicht aus, dass die RBA ihre Zinsen nächste Woche senken könnte, aber wir glauben, dass es recht unwahrscheinlich ist, dass die USD-AUD-Zinsen sich weiter annähern. Wir gehen davon aus, dass der AUD/USD schnell in Richtung 0,75 USD gehen wird und schließen keine weitere Schwäche für das Paar aus, sollte die Dollar-Rallye anhalten –das nächste Ziel sehen wir bei 0,74 USD.
Überbewerteter ILS (von Peter Rosenstreich)
Die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen im März um 25 Bp anheben wird, sind von nur 30% vor zwei Wochen auf ca. 80% angestiegen. Die US-Renditen am kürzeren Ende sind um 5-10 Bp gestiegen, was dem USD weitere Unterstützung gibt (die Renditen der zweijährigen US-Papiere liegen nun bei 1,28%).
Die globalen Aktienmärkte erholten sich weiter und der Dow hat die 21.000 Punkte geknackt. Der Katalysator bleibt wackelig, da die Händler einen versöhnlichen Präsidenten Donald Trump vor dem Kongress so auslegen, als dass er den Märkten Zeit geben möchte, sich auf solide US-Wirtschaftsdaten und eine restriktive Rhetorik der Fed zu konzentrieren. Eingehende Daten aus dem verarbeitenden Gewerbe zeigen eine ständige Verbesserung, da der ISM Index für das verarbeitende Gewerbe auf 57,5 gestiegen ist während man 56,2 erwartet hatte. Die Währungen der Schwellenmärkte waren überraschend robust gegenüber der USD-Rallye, was an der Wichtigkeit der US-Zinsen als Hauptantriebskraft für die Devisen der Schwellenländer lag. Aufgrund des Anstiegs bei den Zinsen vermuten wir, dass die Stärke des israelischen Shekel (ILS) gegenüber dem USD überzogen ist. Die Bank of Israel befindet sich in einer defensiven Position und kämpft damit, den ILS zu schwächen. Die Zentralbank hat im Januar 50 Mio. USD gekauft, was die Devisen insgesamt auf ca. 2,6 Mrd. USD bringt. Am Montag hielt die BoI ihren Leitzins jedoch bei 0,1% und konzentrierte sich auf die schwachen Inflationsprognosen und nicht so sehr auf ein solides Wachstum. Die israelische Wirtschaft beschleunigte 2016 schneller als erwartet auf 4%, aber die Daten lassen für 2017 eine Verlangsamung vermuten (vor allem wenn man den nicht wettbewerbsfähigen ILS berücksichtigt). Die aktuellen Zentralbankprognosen zeigen einen Anstieg im 4. Quartal um 15 Bp und einen weiteren im Jahr 2018. Ein sich weitender Renditespread zwischen dem USD und dem ILS lässt vermuten, dass der USD/ILS kurzfristig höher notieren sollte.
Bank of Canada lässt Zinsen unverändert (von Yann Quelenn)
Gestern stieg der USD/CAD über 1,33, nachdem die Bank of Canada die Zinsen unverändert bei 0,5% belassen hat.
Wir glauben, dass die BoC abwartet, seit Donald Trump ins Oval Office eingezogen ist. Man geht nun davon aus, dass die Fed die Zinsen im März anheben wird und es gibt aktuell eine klare Divergenz zwischen der Geldpolitik der USA und Kanada.
Trumps Politik wird die kanadische Wirtschaft wahrscheinlich belasten und das Schlüsselproblem bleibt das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA), das wohl neu ausgehandelt werden wird. Die globalen Prognosen haben sich nicht groß verändert und was der neue US-Präsident tun wird, ist für die kanadischen Politiker extrem interessant.
Man kann auf jeden Fall nicht Donald Trump für die gedämpften Wirtschaftsbedingungen in Kanada verantwortlich machen, dessen Zentralbank in einem kurzen Statement bekannt gegeben hat, dass die Prognosen im Einklang mit den jüngsten Daten liegen.
Es ist dennoch klar, dass die Fundamentaldaten durchwachsen sind. Das kanadische Lohnwachstum ist kaum gestiegen. Man sollte jedoch darauf hinweisen, dass die Inflation im Januar ihren höchsten Wert in 2 Jahren erreicht hat, aber wir glauben, dass dies aufgrund der höheren Rohstoff- und Ölpreise ein vorübergehender Effekt ist.
EUR/CHF - Steady Bearish Pressures.

| Today's Key Issues | Country / GMT |
|---|---|
| 4Q F GDP QoQ, exp 0,70%, last 0,70% | EUR/08:00 |
| 4Q F GDP YoY, exp 3,00%, last 3,00% | EUR/08:00 |
| Feb Unemployment MoM Net ('000s), exp 4,6, last 57,3 | EUR/08:00 |
| Jan Retail Sales Real YoY, last -3,50%, rev -4,10% | CHF/08:15 |
| 4Q Current Account Balance, last 56.7b, rev 59.3b | SEK/08:30 |
| Feb Reserve Fund, last $16.2b | RUB/08:50 |
| Feb Wellbeing Fund, last $72.5b | RUB/08:50 |
| Jan P Unemployment Rate, exp 12,00%, last 12,00%, rev 11,90% | EUR/09:00 |
| Feb Markit/CIPS UK Construction PMI, exp 52, last 52,2 | GBP/09:30 |
| Jan PPI MoM, exp 0,70%, last 0,70% | EUR/10:00 |
| Jan PPI YoY, exp 3,20%, last 1,60% | EUR/10:00 |
| Jan Unemployment Rate, exp 9,60%, last 9,60% | EUR/10:00 |
| Feb CPI Estimate YoY, exp 2,00%, last 1,80% | EUR/10:00 |
| Feb A CPI Core YoY, exp 0,90%, last 0,90% | EUR/10:00 |
| Feb 28 FGV CPI IPC-S, exp 0,32%, last 0,40% | BRL/11:00 |
| Jan Electricity Consumption YoY, last -1,00% | ZAR/11:00 |
| Jan Electricity Production YoY, last 0,80% | ZAR/11:00 |
| Feb 24 Foreigners Net Bond Invest, last $166m | TRY/11:30 |
| Feb 24 Foreigners Net Stock Invest, last -$50m | TRY/11:30 |
| COPOM Minutes | BRL/11:30 |
| Feb 24 Gold and Forex Reserve, last 393.5b | RUB/13:00 |
| Feb Markit Brazil PMI Manufacturing, last 44 | BRL/13:00 |
| Dec GDP MoM, exp 0,30%, last 0,40% | CAD/13:30 |
| Dec GDP YoY, exp 1,70%, last 1,60% | CAD/13:30 |
| 4Q Quarterly GDP Annualized, exp 2,00%, last 3,50% | CAD/13:30 |
| Feb 25 Initial Jobless Claims, exp 245k, last 244k | USD/13:30 |
| Feb 18 Continuing Claims, exp 2060k, last 2060k | USD/13:30 |
| Feb 26 Bloomberg Consumer Comfort, last 48 | USD/14:45 |
| Feb Foreign Reserves, exp 459, last 457,8 | DKK/15:00 |
| Feb Change in Currency Reserves, last 1.8b | DKK/15:00 |
| Currency Flows Weekly | BRL/15:30 |
| Bank of Canada Deputy Governor Timothy Lane Speaks in Montreal | CAD/17:45 |
| Feb Imports Total, exp $11050m, last $12187m | BRL/18:00 |
| Feb Exports Total, exp $14540m, last $14911m | BRL/18:00 |
| Feb Trade Balance Monthly, exp $3325m, last $2725m | BRL/18:00 |
| ECB's Lautenschlaeger Speaks in London | EUR/19:30 |
| Feb ANZ Job Advertisements MoM, last -0,20% | NZD/21:00 |
| 4Q Value of All Buildings SA QoQ, exp 1,50%, last 1,40% | NZD/21:45 |
| Feb AiG Perf of Services Index, last 54,5 | AUD/22:30 |
| Feb Commodity Price Index YoY, last -9,10% | BRL/23:00 |
| Feb Commodity Price Index MoM, last -1,13% | BRL/23:00 |
| Jan Formal Job Creation Total, exp -35575, last -462366 | BRL/23:00 |
The Risk Today
EURUSD
Der EUR/USD ist in einer Seitwärtsrange unterhalb von 1,0600 gefangen. Ein stündlicher Widerstand befindet sich bei 1,0679 (Hoch vom 16. 2. 2017), und eine stündliche Unterstützung kann bei 1,0521 (Tief vom 15. 2. 2017) gefunden werden. Die technische Struktur deutet auf eine tiefer gehende Schwäche hin. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.
GBPUSD
Der GBP/USD hat die Trendunterstützungszone bei 1,2426 (Tief vom 17. 2. 2017) durchbrochen. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2582 (Hoch vom 9. 2. 2017). Eine Unterstützungszone findet sich um 1,2400. Eine stündliche Unterstützung liegt bei 1,2347 (Tief vom 7. 2. 2017). Das Paar befindet sich noch immer unterhalb des starken Widerstands bei 1,2771 (Hoch vom 5. 10. 2016). Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit die Brexit-Abstimmung den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.
USDJPY
Der USD/JPY zeigt ein begrenztes kurzfristiges Kaufinteresse, nachdem er von seinen Basistiefs abgeprallt ist. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Die technische Struktur deutet auf weitere Konsolidierung unterhalb von 115,00 hin. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF
Der USD/CHF verbessert sich weiter, nachdem er die Unterstützung bei 1,0021 getestet hat. Ein stündlicher Widerstand wird durch die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals markiert. Ein wichtiger Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Erwarten Sie eine weitere Festigung. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.
Resistance and Support
| EURUSD | GBPUSD | USDCHF | USDJPY |
|---|---|---|---|
| 1.13 | 1.3445 | 1.1731 | 121.69 |
| 1.0954 | 1.3121 | 1.0652 | 118.66 |
| 1.0874 | 1.2771 | 1.0344 | 115.62 |
| 1.0529 | 1.2266 | 1.011 | 114.23 |
| 1.0454 | 1.2254 | 0.9967 | 111.36 |
| 1.0341 | 1.1986 | 0.9862 | 106.04 |
| 1 | 1.1841 | 0.955 | 101.2 |