Research Market strategy
by Swissquote Analysts

Starke NFP konnten USD nicht ankurbeln

06.02.2017 - 00:00

Forex News and Events

Starke NFP konnten USD nicht ankurbeln (von Arnaud Masset)

Die meisten Devisenpaare handelten am Montag seitwärts, da die Anleger auf dem Hinterfuß in die Woche gestartet sind und die Daten der weltweit größten Wirtschaft enttäuscht haben. 
Auch wenn die NFP deutlich stärker als erwartet ausgefallen sind und die US-Wirtschaft im ersten Monat des Jahres 277.000 Stellen geschaffen hat (ggü. von Durchschnittsprognosen von 180.000), so haben die schwachen Löhne die Inflationsprognosen und die Hoffnung auf eine schnellere Erholung überschattet. Der durchschnittliche Lohn stieg im Januar um 0,1% im Monatsvergleich (Durchschnittsprognosen 0,3%), während die Zahl für den Vormonat von ersten Schätzungen von 0,4% auf 0,2% nach unten revidiert wurde. Die Daten lassen vermuten, dass die Fed die Zinsen langsamer erhöhen wird, da die niedrige Arbeitslosenquote laut offiziellen Daten nicht zu einem Wachstum der Gehälter führen konnte, was am Ende die Inflation fördern würde. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,8% gestiegen, das ist leicht höher als die alte Zahl und die Durchschnittsprognosen von 4,7%, da die Beschäftigungsquote von 62,7% auf 62,9% gestiegen ist. Auf ähnliche Art und Weise ist die Unterbeschäftigungsrate im Januar von vorher 9,2% auf 9,4% gestiegen.

Die langlebigen Güter im Dezember wurden auf 0,5% im Monatsvergleich nach unten revidiert gegenüber ersten  Schätzungen von 0,4%. Einschließlich Transport stieg die Zahl 0,5% und entsprach somit den Konsenserwartungen, was signalisiert, dass der zugrunde liegende Trend bei den Neuaufträgen solide bleibt, da die US-Unternehmen davon ausgehen, dass die Trump-Administration dem verarbeitenden Gewerbe dabei helfen wird, zurück auf den Wachstumspfad zu geraten. Was die PMIs angeht, so lag die Markit-Zahl weitgehend im Einklang mit den Erwartungen, während die Fabrikbestellungen statt wie im Durchschnitt erwartet 0,5% und -2,3% im Vormonat um 1,3% im Monatsvergleich stiegen.

Insgesamt erwarten wir für den Greenback wesentliches Abwärtspotential, vor allem aufgrund des Entstehens eines politischen Widerstandes gegen einige der Durchführungsverordnungen von Donald Trump. In der Tat ist diese fehlende, allgemeine Unterstützung unter den politischen Kräften ein schlechtes Omen für die US-Prognosen, da es für Trump schwierig werden könnte, wichtige Gesetze zu verabschieden, die die Wirtschaft ankurbeln könnten.

Gesamtsichteinlagen der SNB steigen wieder (von Yann Quelenn)

Die Sichteinlagen standen heute Morgen an und die Veröffentlichung zeigte hier einen Anstieg auf insgesamt 535,2 Mrd. CHF von vorher 532,8 Mrd. CHF. Wir glauben, dass die Nachfrage nach dem Schweizer Franken als sicherer Hafen deutlich bleibt. Im Moment ist die helvetische Währung stark und das EUR/CHF-Paar steckt unter 1,0700 fest.

Wir denken, dass die SNB hier klar interveniert und das sollte sich auch in den nächsten Monaten nicht ändern, da Wahlen in Frankreich und Deutschland anstehen.

Was die Wirtschaftsprognosen angeht, so zeigen die Schweizer Fundamentaldaten, dass sich die Situation gebessert hat. Die Exporte sind im Dezember um 9,9% im Monatsvergleich gestiegen und die Inflation ist nun auf annualisierter Basis unverändert, während sie vor nicht allzu langer Zeit negativ war.

Die Stärke des Dollars gegenüber dem Franken hat jedoch in den letzten Wochen nachgelassen, da Trump erwähnt hat, dass der Dollar zu stark sein könnte. Ein starker Franke gegenüber dem Dollar war ein guter Auslöser für eine weitere Schwäche gegenüber dem Euro, aber es scheint nun so, als hätte sich der Trend gewendet und der Dollar wird schwächer, was den CHF steigen lässt.

Wir denken dieses Jahr, dass die SNB weiter abwarten wird und bereit ist, einzugreifen. Präsident Thomas Jordan sagte an diesem Wochenende in einem Interview mit einer deutschen Zeitung, dass die Zinsen niedrig bleiben sollten, um das Differential zwischen den wichtigen Währungen und dem Franken zu wahren.

Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore

 

Today's Key IssuesCountry / GMT
Dec Industrial Production MoM, last 0,50%, rev 0,70%NOK/07:00
Dec Industrial Production WDA YoY, last 1,30%NOK/07:00
Dec Ind Prod Manufacturing MoM, exp 0,30%, last -0,10%NOK/07:00
Dec Ind Prod Manufacturing WDA YoY, last -4,20%NOK/07:00
Jan New Car Registrations YoY, last -1,10%GBP/09:00
03.févr. Total Sight Deposits CHF, last 5,33E+11CHF/09:00
03.févr. Domestic Sight Deposits CHF, last 4,67E+11CHF/09:00
Jan Markit Eurozone Retail PMI, last 50,4EUR/09:10
Feb Sentix Investor Confidence, exp 16,8, last 18,2EUR/09:30
03.févr. Bloomberg Nanos Confidence, last 56,1CAD/15:00
Jan AiG Perf of Construction Index, last 47AUD/22:30
05.févr. ANZ Roy Morgan Weekly Consumer Confidence Index, last 118,1AUD/22:30

The Risk Today

EURUSD

Das Momentum für den EUR/USD hat deutlich zugelegt. Es scheint sich eine starke stündliche Widerstandszone um 1,0800 zu befinden. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0590 (Tief vom 19. 1. 2016) und bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie weitere Konsolidierung. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.

GBPUSD

Der GBP/USD bewegt sich noch immer unterhalb des Widerstands von 1,2771 (Hoch vom 5. 10. 2016). Das Paar springt immer tiefer. Die technische Situation zeigt noch immer ein positives Potenzial. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich um 1,2450 (letzte Tiefs). Erwarten Sie eine weitere bullische Bewegung. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.

USDJPY

Der USD/JPY schwächt sich langsam ab. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Die technische Struktur deutet auf weiteres Abwärtsmomentum hin, da der Bruch der stündlichen Unterstützung bei 112,57 (Tief vom 17. 1. 2017) weiteren Abwärtsdruck bestätigt hat. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).

USDCHF

Das Momentum des USD/CHF ist deutlich bärisch. Ein wichtiger Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Ein nächster Widerstand liegt bei 0,9935 (Hoch vom 3. 2. 2016). Der Weg ist auf jeden Fall offen für weitere Rückgänge. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.

Resistance and Support

EURUSDGBPUSDUSDCHFUSDJPY
1.131.34451.0652125.86
1.09541.31211.0344121.69
1.08741.27711118.66
1.08131.26880.9879112.38
1.03411.22540.968111.36
11.19860.9632106.04
0.96131.18410.9522101.2
 
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