Research Market strategy
by Swissquote Analysts

USD fällt vor FOMC-Sitzung

01.02.2017 - 00:00

Forex News and Events

Fed-Meeting wird wohl kein großes Ereignis werden (von Arnaud Masset)

Der Offenmarktausschuss hat gestern seine zweitägige Sitzung begonnen und wird jegliche Änderungen seiner Politik später heute bekanntgeben. Es gibt keinen Zweifel, dass die Federal Reserve ihre Benchmark-Zinsen unverändert belassen wird, nachdem sie sie im Dezember angehoben hatte. Stattdessen wird sich der Markt auf die Beurteilung der möglichen direkten und indirekten Auswirkungen der Präsidentschaft von Donald Trump auf die Wirtschaft konzentrieren. Bei der Januarsitzung passiert nicht viel, das bedeutet, dass es keine neuen Wirtschaftsprognosen und auch keine Pressekonferenz geben wird, nur ein Statement.

Aufgrund des stark unsicheren Umfeldes, das seit der Amtseinführung von Herrn Trump und dem anschließenden Schwall an Durchführungsverordnungen herrscht, gehen wir davon aus, dass die Fed auf Zeit spielen und es vermeiden wird, ein starkes Signal abzugeben. 
Darüber hinaus haben die jüngsten, recht enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus den USA (BIP, Bestellungen langlebiger Güter...) den Druck von der Fed genommen, was zu einer weniger aggressiven Geschwindigkeit bei den Straffungen im kommenden Jahr führen sollte. In der Tat bleiben wir skeptisch, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr drei Mal erhöhen wird.

Am Devisenmarkt erlitt der US-Dollar am Dienstag einen neuen Dämpfer, als die Anleger damit begannen, sich zu fragen, ob die Trump-Präsidentschaft für die Unternehmen im Allgemeinen etwas Gutes ist. Der Dollar-Index rutschte gestern 0,85% ab und tut sich aktuell schwer, das negative Momentum wieder umzukehren. Wir erwarten weiter kurzfristig eine Dollar-Schwäche, da die Rallye von November bis Dezember ausschließlich auf Spekulationen beruht hat. Die zunehmend risikoaverse Stimmung wird jedoch den Abverkauf des Dollars bremsen, da die Anleger vor der Unsicherheit im Zusammenhang mit Trumps Politikstil Schutz suchen.



Achten Sie auf eine CHF-Aufwertung (von Peter Rosenstreich)

Der Schweizer PMI für das verarbeitende Gewerbe blieb mit 54,6 ggü. erwarteten 55,9 leicht unter den Erwartungen zurück (alter Wert 56.2). Wir könnten bei Leistung und Auftragsrückständen Rückgänge sehen, aber nichts was besonders problematisch oder aufschlussreich wäre. Insgesamt weist die Schweizer Wirtschaft weiter eine angemessene Geschwindigkeit auf, und das trotz der starken Währung und dem späten Winter. Die schlaflosen Nächte sind jedoch für die Alpenwirtschaft noch nicht vorbei, da die SNB sich schwer tut, die negativen Auswirkungen der überbewerteten Währung in Griff zu kriegen. J&J's Kauf von Actelion hat dazu geführt, dass der EUR/CHF unter 1,07 gefallen ist, da es Spekulationen gibt, dass die Nachfrage nach dem CHF massiv werden könnte (auch wenn mein Kollege Arnaud Masset der Meinung ist, dass es weiter unwahrscheinlich ist, dass die kompletten 30 Mrd. USD umgewandelt werden). Die europäischen Politikaussichten werden zunehmend unstabiler, da die Anschuldigungen gegen den Anwärter auf die französische Präsidentschaft, Fillon, zunehmen. Das hat zu einem Anstieg bei den Migrationen in den als sicherer Hafen geltenden Swissie geführt. Der Fokus des US-Präsidenten auf die potentiellen Währungsmanipulatoren ist inzwischen vorübergehend von China auf Deutschland und Japan übergegangen, was vermuten lässt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor auch die Wechselkurspolitik der SNB geprüft wird. Wir sahen weiter Abwärtsrisiken beim EUR/CHF, da die makroökonomischen Belastungen zunehmen und die SNB weiter eine hohe Flexibilität bei den Wechselkursen zulässt, da sich die Inflationsprognosen bessern. Wir gehen von einer bärischen Ausweitung zurück in Richtung der Unterstützung bei 1,0623 aus. Beim USD/CHF deutet der  Durchbruch durch das wichtige Fibonacci-Retracementlevel bei 61% und den gleitenden 200-Tagesdurchschnitt weiteren bärischen Druck in Richtung 0,9537 an.



China zeigt bestenfalls Anzeichen der Stabilisierung (von Yann Quelenn)

Die chinesischen Prognosen haben die volle Aufmerksamkeit der Weltmärkte. Letzte Nacht wurden wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht, u.a. der PMI für das verarbeitende Gewerbe, der im Januar über den Erwartungen von 51,3 lag und auch den Wert von Dezember von 51,4 übertroffen hat. Wie wir wissen, zeigt eine Zahl über 50 Expansion an. Somit sehen wir den sechsten Monat mit einer Expansion.

Es stimmt, dass der Wohnungsboom die Nachfrage nach Produkten des verarbeitenden Gewerbes steigen lassen hat, da die Zahl der neuen Gebäude steigt. Auch Industrieunternehmen, die Rohmaterialien verkaufen, konnten einen Anstieg bei den Gewinnen verbuchen, da die Rohstoffpreise in letzter Zeit solides Potential zeigen. Dennoch fangen einige Fundamentaldaten an, uns Sorgen zu bereiten, wenn sich der PMI für das verarbeitende Gewerbe der Schwelle bei 50 nähert - vor allem, dass der Wohnungsmarkt fallen könnte.

Zudem sorgen wir uns aktuell, dass das chinesische Steuerdefizit, das 2016 größer geworden ist, auch 2017 steigen könnte. Die PBoC hat über ihr MLF-Tool (mittelfristige Darlehensfazilitäten) eine Menge an Liquidität ins Bankensystem gepumpt und dass könnte eventuell zu Problemen führen, vor allem weil so der Abwärtsdruck auf die Inflation steigen könnte. Wir glauben fest, dass China starke Wirtschaftsrisiken bevorstehen. Wir bleiben zum USD/JPY in Richtung 7 mittelfristig bullisch.

Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore

 

USD/CHF - Continued Weakness.

Today's Key IssuesCountry / GMT
Jan Manufacturing PMI, exp 51,2, last 51,4, rev 51,6NOK/08:00
Jan Markit Spain Manufacturing PMI, exp 55, last 55,3EUR/08:15
Jan PMI Manufacturing, exp 55,9, last 56, rev 56,2CHF/08:30
Jan Markit/ADACI Italy Manufacturing PMI, exp 53,3, last 53,2EUR/08:45
Jan F Markit France Manufacturing PMI, exp 53,4, last 53,4EUR/08:50
Jan F Markit/BME Germany Manufacturing PMI, exp 56,5, last 56,5EUR/08:55
Jan F Markit Eurozone Manufacturing PMI, exp 55,1, last 55,1EUR/09:00
Jan Barclays Manufacturing PMI, exp 47,5, last 46,7ZAR/09:00
Jan Markit UK PMI Manufacturing SA, exp 55,9, last 56,1GBP/09:30
janv..31 FGV CPI IPC-S, exp 0,65%, last 0,63%BRL/10:00
Jan Danish PMI Survey, last 64,3DKK/10:00
Dec Industrial Production MoM, exp 2,40%, last 0,20%BRL/11:00
Dec Industrial Production YoY, exp 0,60%, last -1,10%BRL/11:00
Dec MLI Leading Indicator MoM, last 0,30%CAD/12:00
Jan Markit Brazil PMI Manufacturing, last 45,2BRL/12:00
janv..27 MBA Mortgage Applications, last 4,00%USD/12:00
janv..30 CPI WoW, last 0,10%RUB/13:00
janv..30 CPI Weekly YTD, last 0,50%RUB/13:00
Jan ADP Employment Change, exp 168k, last 153kUSD/13:15
Jan Markit Canada Manufacturing PMI, last 51,8CAD/14:30
Currency Flows WeeklyBRL/14:30
Jan F Markit US Manufacturing PMI, exp 55,1, last 55,1USD/14:45
Jan ISM Manufacturing, exp 55, last 54,7, rev 54,5USD/15:00
Jan ISM Prices Paid, exp 65,5, last 65,5USD/15:00
Jan ISM New Orders, last 60,2, rev 60,3USD/15:00
Jan ISM Employment, last 53,1, rev 52,8USD/15:00
Dec Construction Spending MoM, exp 0,20%, last 0,90%USD/15:00
janv..27 DOE U.S. Crude Oil Inventories, exp 3000k, last 2840kUSD/15:30
janv..27 DOE Cushing OK Crude Inventory, exp -200k, last -284kUSD/15:30
Jan Imports Total, exp $12286m, last $11525mBRL/17:00
Jan Exports Total, exp $14335m, last $15941mBRL/17:00
Jan Trade Balance Monthly, exp $2049m, last $4415mBRL/17:00
Jan New Car Registrations YoY, last 13,06%EUR/17:00
Feb 1 FOMC Rate Decision (Upper Bound), exp 0,75%, last 0,75%USD/19:00
Feb 1 FOMC Rate Decision (Lower Bound), exp 0,50%, last 0,50%USD/19:00
Jan ANZ Job Advertisements MoM, last 1,60%NZD/21:00

The Risk Today

EURUSD

Das Momentum für den EUR/USD hat deutlich zugelegt. Eine stündliche Widerstandszone befindet sich um 1,0800. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0590 (Tief vom 19. 1. 2016) und bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie weitere Konsolidierung. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.

GBPUSD

Der Kaufdruck für GBP/USD nimmt wieder zu. Das Paar ist auf dem Weg in Richtung 1,2771 (Hoch vom 5. 10. 2016). Die technische Situation zeigt aber noch immer ein positives Potenzial. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,2466 (Tief vom 30. 1. 2016). Erwarten Sie eine weitere bullische Bewegung. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.

USDJPY

Der USD/JPY hat überraschend den Abwärtstrendkanal verlassen, nachdem er vor dem Widerstand stand, der durch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals markiert wurde. Doch das Paar ist wieder in den Abwärtstrendkanal zurückgefallen. Ein stündlicher Widerstand zeigt sich bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Der Bruch der stündlichen Unterstützung bei 112,57 (Tief vom 17. 1. 2017 hat weiteren Abwärtsdruck bestätigt. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).

USDCHF

Das Momentum des USD/CHF ist bärisch. Doch der Verkaufsdruck wird unterhalb der Parität schwächer. Ein stündlicher Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Der Weg ist auf jeden Fall offen für weitere Rückgänge. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.

Resistance and Support

EURUSDGBPUSDUSDCHFUSDJPY
1.131.31211.0652125.86
1.09541.27751.0344121.69
1.08741.26731118.66
1.07871.26060.9901113.34
1.03411.22540.968112.57
11.19860.9632111.36
0.96131.18410.9522101.2
 
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