Research Market strategy
by Swissquote Analysts

Schweizer Exporte erreichen Allzeithoch, japanische Renditen steigen

26.01.2017 - 00:00

Forex News and Events

Schweizer Exporte steigen trotz EUR/CHF-Stärke auf Rekordhoch (von Arnaud Masset)

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat ihren vorläufigen Jahresbericht zu den Schweizer Exporten veröffentlicht. Das Dokument zeigt, dass 2016 die Schweizer Exporte nominal gesehen um 3,8% auf ein Rekordhoch von 210,7 Mrd. CHF gestiegen sind (real gesehen -0,8%), nachdem sie im Vorjahr um 2,6% gefallen waren (real gesehen -0,9%).

Die Aufteilung unter den verschiedenen Branchen war jedoch mehr als ungleich, da das Wachstum vor allem an einem starken Anstieg bei den Chemie- und Pharmaprodukten (+11,4%) lag und an einem Anstieg bei Textilwaren, Kleidung und Schuhen (+10%). Der Alptraum für die Uhrenbranche nimmt jedoch kein Ende, da die Exporte das zweite Jahr in Folge fielen, sie betrugen 9,9% oder 2,1 Mrd. CHF weniger als im Vorjahr.

Auch die Importe stiegen im letzten Jahr an, um 4,1% (real gesehen um 1,2%) und zwar auf 173,2 Mrd. CHF.

Geographisch gesehen sind die Exporte in die USA am stärksten gestiegen (+13%) und haben einen neuen Rekord von 4 Mrd. CHF aufgestellt. Zudem stiegen die Exporte in die Europäische Union um weitere 4%, da Deutschland seine Importe von Schweizer Produkten aufstockte (+3 Mrd. CHF). Der Schweizer Außenhandel schloss das Jahr positiv, da die Exporte um 9,9% im Monatsvergleich stiegen (ggü. einer nach unten revidierten Zahl von -4,0% im Monatsvergleich im November), während die Importe um -0,8% im Monatsvergleich fielen (ggü. einer alten Zahl von -4%). Insgesamt fiel die Handelsbilanz von 3,50 Mrd. CHF im November auf 2,72 Mrd. CHF. Wie üblich fielen die Uhrenexporte im letzten Monat des Jahres, sie verbuchten ein Minus von 4,6% im Jahresvergleich, da die Exporte nach Hongkong - das größte uhrenimportierende Land - um 15,7% im Jahresvergleich einbrachen. Positiv war, dass die Exporte in die USA und nach China mit einem Plus von 10,9% bzw. 27,6% stark gestiegen sind.

Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft weiter unter deutlichem Druck bleiben wird, da der Eurozone, dem Hauptwirtschaftspartner der Schweiz, ein ereignisreiches Jahr mit einer Menge politischer Unsicherheit bevorsteht. Zudem dämpft Donald Trumps Einzug ins Weiße Haus die Prognosen für die Schweizer Exporte, vor allem wenn er weiter protektionistische Maßnahmen ergreifen sollte. Die Entscheidungen Trumps werden sich wohl auf die Schweiz auswirken, zumindest indirekt. Der neue US-Präsident hat bereits mehrere Male die Chemie- und Pharmabranche angegriffen und ihnen vorgeworfen, dass die Medikamentenpreise zu hoch sind.



Japan: Renditen steigen aufgrund von Inflationshoffnungen (von Yann Quelenn)

Wird Japan wirklich eine Reflation sehen? Das untere Ende der Renditekurve ist sehr anfällig auf die Inflation und die vierzigjährige Rendite hat 1% erreicht. Das ist das erste Mal, dass dies seit letztem Jahr der Fall war, als wir im April Rekordtiefs sahen.

Geht man einen Schritt zurück und sieht man sich das globale Bild an, so wird Trumps Politik wohl für Aufwärtsdruck auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation sorgen. Daher steigen die japanischen Renditen aufgrund dieses positiven Umfeldes sogar noch höher.

Man kann klar sehen, dass dieser Anstieg bei den Renditen für die Bank of Japan gut ist, die ein wesentliches Volumen an Anleihen mit verschiedenen Fälligkeiten und einer Rendite unter null gekauft hat. Anders gesagt: Der gezahlte Betrag war höher als der Nennwert und das musste man als Verlust verbuchen. Jetzt, wo diese Renditen steigen, wird der Verlust weniger.

Daher konnte die BoJ durch den Kauf von Anleihen mit höheren Renditen etwas Abhilfe schaffen. Zudem bleibt der Yen schwach und das Rohöl ist nicht mehr so billig, wie es im Jahr 2016 war, was alles gute Nachrichten für die Inselnation sind, da der Inflationsdruck so steigen sollte. Ja, trotz den massiven Schulden kann die BoJ erstmal durchatmen.

       

Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore

 

GBP/USD - Wide-Open Towards Resistance At 1.2771.

Today's Key IssuesCountry / GMT
4Q Unemployment Rate, exp 18,70%, last 18,90%EUR/08:00
Dec Unemployment Rate, exp 6,30%, last 6,20%SEK/08:30
Dec Unemployment Rate Trend, last 6,80%, rev 6,90%SEK/08:30
Dec Unemployment Rate SA, exp 6,80%, last 6,80%, rev 6,90%SEK/08:30
Dec PPI MoM, last 1,30%SEK/08:30
Dec PPI YoY, last 3,60%SEK/08:30
Dec Trade Balance, exp 3.0b, last -1.1b, rev -1.2bSEK/08:30
Schaeuble, Weidmann, Knot Speak at Conference in BerlinEUR/08:30
Nov Retail Sales MoM, exp 0,00%, last 1,20%EUR/09:00
Nov Retail Sales YoY, exp 0,30%, last -0,20%EUR/09:00
4Q A GDP QoQ, exp 0,50%, last 0,60%GBP/09:30
4Q A GDP YoY, exp 2,10%, last 2,20%GBP/09:30
Nov Index of Services MoM, exp 0,30%, last 0,30%GBP/09:30
Nov Index of Services 3M/3M, exp 0,90%, last 1,00%, rev 1,10%GBP/09:30
Dec PPI MoM, exp 0,30%, last 0,40%ZAR/09:30
Dec PPI YoY, exp 6,90%, last 6,90%ZAR/09:30
Dec BBA Loans for House Purchase, exp 41000, last 40659, rev 41003GBP/09:48
Jan CBI Retailing Reported Sales, exp 27, last 35GBP/11:00
Jan CBI Total Dist. Reported Sales, exp 37, last 42GBP/11:00
ECB's Mersch Speaks in LuxembourgEUR/11:00
Bank of France's Villeroy speaks in MunichEUR/11:00
janv..20 Foreigners Net Bond Invest, last -$478mTRY/11:30
janv..20 Foreigners Net Stock Invest, last $103mTRY/11:30
Dec Total Outstanding Loans, last 3104bBRL/12:30
Dec Outstanding Loans MoM, last 0,30%BRL/12:30
Dec Personal Loan Default Rate, last 6,10%BRL/12:30
janv..20 Gold and Forex Reserve, last 385.4bRUB/13:00
Dec Advance Goods Trade Balance, exp -$65.3b, last -$65.3bUSD/13:30
Dec P Wholesale Inventories MoM, exp 0,10%, last 1,00%USD/13:30
Dec Retail Inventories MoM, last 1,00%USD/13:30
Dec Chicago Fed Nat Activity Index, exp -0,05, last -0,27USD/13:30
janv..21 Initial Jobless Claims, exp 247k, last 234kUSD/13:30
janv..14 Continuing Claims, exp 2040k, last 2046kUSD/13:30
Jan P Markit US Services PMI, exp 54,4, last 53,9USD/14:45
Jan P Markit US Composite PMI, last 54,1USD/14:45
janv..22 Bloomberg Consumer Comfort, last 45,2USD/14:45
Dec New Home Sales, exp 588k, last 592kUSD/15:00
Dec New Home Sales MoM, exp -0,70%, last 5,20%USD/15:00
Revisions: Conference Board LEIUSD/15:00
Dec Leading Index, exp 0,50%, last 0,00%USD/15:00
Jan Kansas City Fed Manf. Activity, exp 8, last 11USD/16:00
Dec Tax Collections, exp 124800m, last 102245mBRL/23:00

The Risk Today

EURUSD

Das Momentum des EUR/USD ist noch immer sehr positiv trotz einiger Konsolidierung. Ein stündlicher Widerstand befindet sich beim Widerstand, der durch die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals bei etwa 1,0800 markiert wird. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0590 (Tief vom 19. 1. 2016) und bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie ein weiteres Anziehen der Kurse in Richtung 1,0800. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.

GBPUSD

Die Nachfrage nach dem GBP/USD in Richtung 1,2771 geht um 1,2550 zurück. Die technische Situation zeigt aber noch immer ein positives Potenzial. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,2254 (Tief vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie eine weitere bullische Bewegung. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.

USDJPY

Der USD/JPY schwankt sehr innerhalb seines Abwärtstrendkanals, nachdem er vor dem Widerstand stand, der durch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals markiert wurde. Der Weg ist noch immer offen bis zur stündlichen Unterstützung bei 111,36 (Tief vom 28. 11. 2016). Ein stündlicher Widerstand zeigt sich bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie eine weitere Abwärtsentwicklung. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).

USDCHF

Das Momentum des USD/CHF ist klar bärisch. Das Paar hat die Parität durchbrochen. Ein stündlicher Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Der Weg ist nun offen für weitere Rückgänge. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.

Resistance and Support

EURUSDGBPUSDUSDCHFUSDJPY
1.131.31211.1731125.86
1.09541.27751.0652121.69
1.08741.27281.0344118.66
1.07171.2630.9993117.2
1.03411.22540.9929112.57
11.19860.9632111.36
0.96131.18410.9522101.2
 
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