Research Market strategy
by Swissquote Analysts

CBT hebt Zinsen an, brasilianische Prognosen besser

24.01.2017 - 00:00

Forex News and Events

Brasilianische Inflationsprognosen bessern sich weiter (von Arnaud Masset)

Am Montag hat die brasilianische Zentralbank (BCB) ihre wöchentliche Wirtschaftsumfrage veröffentlicht. Der Bericht zeigte, dass die Zentralbank davon ausgeht, dass die Inflation schneller als erwartet langsamer wird, da das Hauptmaß für die Inflation, der IPCA, bis Jahresende wohl 4,71% erreichen wird ggü. 4,80% in der letzten Woche und 4,85% vor einem Monat. Die Zentralbank hat außerdem ihre Erwartungen für die Selic Rate zum Jahresende gesenkt. Die Benchmark der BCB sollte bis Ende 2017 auf 9,50% fallen, das sind 3,50% weniger als der aktuelle Wert von 13%.

Insgesamt wird das allgemeine Bild in Brasilien besser, auch wenn die Umfrage zeigte, dass die Ökonome nicht davon ausgehen, dass das Wachstum steigen wird und das wird sich bald in festerem Wachstum und steigenden Investitionen niederschlagen. In der Tat sollten die Auslandsinvestitionen, die 2016 ein Mehrjahreshoch erreicht haben, weiter vor dem Hintergrund steigen, dass die Risikoaversion nachlässt und sich die Wachstumsprognosen verbessern. Zudem sollte der Abwärtsdruck auf die Renditen den brasilianischen Unternehmen dabei helfen, frisches Geld anzuziehen, da die Anleger schrittweise den brasilianischen Treasuries den Rücken zukehren, da sie nach höheren Renditen suchen. Was die Währung angeht, so sollte der brasilianische Real auch von dieser neuen Dynamik profitieren. Der USD/BRL wird weiter fallen, da die Anleger die immer noch profitablen Carry Trades mitnehmen und langsam ihr Engagement in der brasilianischen Wirtschaft erhöhen.



Märkte warten heute auf die türkische Zentralbank (von Yann Quelenn)

Die CBT muss handeln, um die Lira verteidigen zu können. 
Die heutige Zinsentscheidung wird wohl eine Intervention bestätigen. Bisher schien es so, als würde die Zentralbank eine weitere Abwertung einfach zulassen. Seit Januar 2016 hat die Lira gegenüber dem US-Dollar 35% ihres Wertes verloren, ohne dass die CBT größer eingegriffen hätte. Der Repo-Satz wird wohl um 50 Basispunkte angehoben und der Kreditzins um 75 Basispunkte.

Eine zu leichte Intervention heute wird die Finanzmärkte enttäuschen und wir wissen, dass Erdogan am liebsten die Zinsen niedrig halten und behaupten möchte, dass die türkische Wirtschaft unter Beschuss steht. In der Tat sind die Kosten für das Halten der türkischen Lira noch stärker zu entlohnen, da eine starke politische Unsicherheit weiter über dem Land schwebt und der Ausnahmezustand für weitere drei Monate verlängert worden ist. Darüber hinaus bedeutet die Tatsache, dass sich die Türkei zu sehr auf ausländische Energie verlässt, dass die höheren Energiepreise im Zusammenhang mit einem stärkeren Dollar sicherlich zu zusätzlichem Druck für die bereits gebeutelte Wirtschaft führen wird. Die Rating-Agentur Fitch wird zudem die Bonität der Türkei wahrscheinlich herabstufen. Wir bleiben zum USD/TRY long.



Verwirrende US-Handelspolitik (von Peter Rosenstreich)

Präsident Trumps erster Tag im Amt war so verwirrend wie sein erstaunlicher Aufstieg. Trump hat das Land offiziell aus dem Abkommen zur Transpazifischen Partnerschaft zurückgezogen (achten Sie auf die von China geführte regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft), während Stephen Schwarzman, Wirtschaftsberater und Ausschussvorsitzender des Weißen Hauses, sagte, das Kanada nicht das Ziel der NAFTA-Neuverhandlungen sei. Herr Schwarzman betonte Kanadas „äußerst besonderen Status“, was das mindeste ist, was man über ein Land sagen kann, dass 75% seiner Waren & Dienstleistungen in die USA exportiert. Insgesamt werden die jüngsten Ereignisse jedoch allgemein so ausgelegt, dass Trumps Handelspolitik vollständig das Konzept fehlt. 
Die protektionistische Politik mit einer flexiblen Ideologie macht den Devisenhandel extrem unsicher. Wir bleiben bei unserer mittelfristigen Meinung, dass  sich Trumps fanatische Behauptungen, die sich auf die Pro-Wachstumsagenda konzentrieren, wohl nicht bedeutsam realisieren werden und dass drei Zinserhöhungen der Fed um 25 Bp bereits allgemein eingepreist sind, und somit eine USD-Rallye eine Chance bietet, die Short-Positionen aufzuladen. Zudem sollte die Warnung des Kandidaten für das Amt des Finanzministers, Mnuchin, in Bezug auf die USD-Stärke die reale Politik diktieren (die im Gegensatz dazu steht, letzte Woche einen starken Dollar zu unterstützen), da eine starke Währung kein Asset ist, wenn sich eine Nation auf einen Handelskrieg vorbereitet. Während wir auf Trumps nächsten politischen Tweet warten sollten der PMI für das verarbeitende Gewerbe und die Verkäufe bestehender Wohnungen zusätzlich eine gesunde US-Wirtschaft belegen.

 

Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore

 

Gold - Failed To Break Resistance At $1221.

Today's Key IssuesCountry / GMT
Jan P Markit France Manufacturing PMI, exp 53,4, last 53,5EUR/08:00
Jan P Markit France Services PMI, exp 53,2, last 52,9EUR/08:00
Jan P Markit France Composite PMI, exp 53,2, last 53,1EUR/08:00
ECB's Villeroy Speaks in ParisEUR/08:00
Bank of France Governor Villeroy speaks on econonmic shocks.EUR/08:00
Jan P Markit/BME Germany Manufacturing PMI, exp 55,4, last 55,6EUR/08:30
Jan P Markit Germany Services PMI, exp 54,5, last 54,3EUR/08:30
Jan P Markit/BME Germany Composite PMI, exp 55,3, last 55,2EUR/08:30
ECB's Makuch Speaks in PragueEUR/08:45
Jan P Markit Eurozone Manufacturing PMI, exp 54,8, last 54,9EUR/09:00
Jan P Markit Eurozone Services PMI, exp 53,8, last 53,7EUR/09:00
Jan P Markit Eurozone Composite PMI, exp 54,5, last 54,4EUR/09:00
ECB's Lane Speaks in DublinEUR/09:05
Dec Public Finances (PSNCR), last 13.5bGBP/09:30
Dec Central Government NCR, last 9.8bGBP/09:30
Dec Public Sector Net Borrowing, exp 6.8b, last 12.2bGBP/09:30
Dec PSNB ex Banking Groups, exp 6.7b, last 12.6bGBP/09:30
janv..24 Benchmark Repurchase Rate, exp 8,50%, last 8,00%TRY/11:00
janv..24 Overnight Lending Rate, exp 9,25%, last 8,50%TRY/11:00
janv..24 Overnight Borrowing Rate, exp 7,50%, last 7,25%TRY/11:00
janv..24 Late Liquidity Lending Rate, exp 11,00%, last 10,00%TRY/11:00
Dec Current Account Balance, exp -$4500m, last -$878mBRL/12:30
Dec Foreign Direct Investment, exp $7150m, last $8752mBRL/12:30
Jan P Markit US Manufacturing PMI, exp 54,5, last 54,3USD/14:45
Bank of England Bond Buying OperationGBP/14:50
Revisions: Seasonal Factors for ISM Manu & NonManuUSD/15:00
Dec Existing Home Sales, exp 5.51m, last 5.61mUSD/15:00
Dec Existing Home Sales MoM, exp -1,80%, last 0,70%USD/15:00
Jan Richmond Fed Manufact. Index, exp 7, last 8USD/15:00
ECB's Praet Speaks in RomeEUR/16:00
Dec Total Jobseekers, exp 3450.0k, last 3447.0kEUR/17:00
Dec Jobseekers Net Change, exp -6,1, last -31,8EUR/17:00
ECB's Sabine Lautenschlaeger Speaks in HamburgEUR/18:00
Dec Tax Collections, exp 124500m, last 102245mBRL/23:00

The Risk Today

EURUSD

Das Momentum des EUR/USD ist noch immer sehr positiv trotz einiger Konsolidierung. Ein stündlicher Widerstand befindet sich beim Widerstand, der durch die obere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals bei etwa 1,0750 markiert wird. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0590 (Tief vom 19. 1. 2017) und bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie ein weiteres Anziehen der Kurse in Richtung 1,0800. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.

GBPUSD

Der GBP/USD legt weiter zu. Die technische Situation zeigt ein positives Potenzial. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2544 (Hoch vom 24. 1. 2017). Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,2254 (Tief vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie ein weiteres Anziehen der Kurse. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.

USDJPY

Der USD/JPY ist wieder in den Abwärtstrendkanal zurückgefallen, nachdem er vor dem Widerstand stand, der durch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals markiert wurde. Der Weg ist noch immer offen bis zur stündlichen Unterstützung bei 111,36 (Tief vom 28. 11. 2016). Ein stündlicher Widerstand zeigt sich bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie eine weitere Abwärtsentwicklung. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).

USDCHF

Das Momentum des USD/CHF ist klar bärisch. Das Paar hat die Parität durchbrochen. Ein stündlicher Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Der Weg ist nun offen für weitere Rückgänge. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.

Resistance and Support

EURUSDGBPUSDUSDCHFUSDJPY
1.131.31211.1731125.86
1.09541.27751.0652121.69
1.08741.25091.0344118.66
1.07451.25030.9994113.3
1.03411.22540.9929112.57
11.19860.9632111.36
0.96131.18410.9522101.2
 
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