by Swissquote Analysts

Forex News and Events
T-Tag: Donald Trump übernimmt die Macht (von Arnaud Masset) Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore
Es ist soweit, der Tag, auf den die Marktteilnehmer seit zwei Monaten warten, ist gekommen. Donald Trump wird offiziell der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Leider gehen wir nicht davon aus, dass der designierte Präsident sich näher zu seiner Politik, v.a. in Bezug auf die geplanten Steueranreize und Steuersenkungen, äußern wird.
Sollte die Rede von Herrn Trump zu seiner Amtseinführung daher dem gleichen Muster folgen, wie die bei seiner Pressekonferenz letzte Woche, werden die Anleger ihre Enttäuschung zeigen. Der Abverkauf beim Dollar könnte beschleunigt werden, da die Erwartungen im Zusammenhang mit einem Anstieg der Ausgaben nachlassen.
Janet Yellen sprach letzte Nacht beim Stanford Institute for Economic Policy. Die Fed-Chefin klang zurückhaltender als erwartet und bestärkte, dass die Fed bei der Straffung ihrer Geldpolitik nicht hinterherhinke und implizierte somit, dass die Fed nicht zu langsam agiert hat, indem sie in den letzten 13 Monaten die Zinsen nur zwei Mal angehoben hat.
Auch wenn sie betonte, dass es riskant sei, zuzulassen, dass die Wirtschaft zu starken Auftrieb bekomme, so schien sie dennoch nicht in Eile, die Zinsen anzuheben.
Letztlich hat das Ergebnis der US-Wahlen die US-Wirtschaftsprognosen stark vernebelt, so dass es für die Fed schwer ist, klare Prognosen für die Zukunft abzugeben.
Die Teilnehmer der Devisenmärkte hielten sich heute Morgen im Hintergrund, da die meisten Währungspaare seitwärts handelten. Sogar der mexikanische Peso, der die beste Short-Möglichkeit in den letzten Monaten war, legte gegenüber dem Greenback 0,40% zu.
Der Euro legte 0,15% zu, der CAD verzeichnete ein Plus von 0,17% und der Yen stieg um 0,13%. Kurz gesagt: Seien Sie heute Nachmittag auf einige sprunghafte Bewegungen und emotionale Reaktionen vorbereitet, wenn Donald Trump das Mikrophon ergreift und seine erste Rede als US-Präsident hält.
Inflation besorgt Draghi (von Yann Quelenn)
Wie erwartet gab die Europäische Zentralbank bekannt, dass sie ihre Zinsen nicht verändern wird. Bei der anschließenden Pressekonferenz gab EZB-Präsident Mario Draghi bekannt, dass es seit der letzten Sitzung im Dezember keine wichtigen Veränderungen gegeben habe. Der Status Quo bleibt. Er betonte die Tatsache, dass die Inflation gedämpft bleibe und dass der jüngste Anstieg weitgehend an den höheren Energiepreisen läge. Der Inflationsdruck sollte dieses Jahr schwach bleiben.
Die aktuelle Geldpolitik bleibt bis Dezember klar akkommodierend, wenn das Ende des QE-Programms vorgesehen ist. Wie wir wissen, wird der Betrag des Anleihekaufprogramms auf 60 Mrd. EUR pro Monat gesenkt. Wir denken, dass das Ziel dieser Senkung darin besteht, die mögliche Anleihenknappheit mittel-/langfristig in Angriff zu nehmen. Wir glauben aber dennoch, dass die EZB sich letztendlich entscheiden könnte, den Betrag der Anleihenkäufe falls erforderlich wieder zu erhöhen.
Was uns jedoch überrascht ist, dass der EZB-Vorstand der Meinung ist, dass die aktuelle Geldpolitik bisher erfolgreich war. Es scheint so, als wären für die europäischen Währungshüter ein gedämpftes Wachstum und eine gedämpfte Inflation sowie niedrige Zinsen, die die Anlageblasen untergraben, ein Erfolg, und dass obwohl Milliarden an Euro in die Wirtschaft gepumpt werden. Da die Unsicherheit so hoch wie nie ist, hat Mario Draghi versucht, den Finanzmärkten eine beruhigende Botschaft zu vermitteln und blieb dabei zurückhaltend. Der EUR/USD zeigte gestern kaum eine Reaktion.
Der Druck auf der Einheitswährung wird noch einige Zeit anhalten.
Schwacher britischer Einzelhandel bringt Anleger zu Short-Positionen im GBP (von Peter Rosenstreich)
Die optimistische Stimmung nach dem Brexit erfuhr gestern einen Dämpfer, als der britische Einzelhandelsumsatz unerwartet von revidierten 0,2% auf -2,0% zurückging. Diese schwache Zahl werden Pro-EU-/Einheitsmarktverfechter zweifellos als ein klares Zeichen dafür auslegen, dass ein „harter“ Brexit mit Kosten verbunden sein wird. Aber die allgemeinen Wirtschaftsdaten müssen diese Theorie erst noch unterstützen. Bei der Bekanntgabe ihrer Brexit-Strategie zeigte sich die britische Premierministerin, Theresa May, zuversichtlich, was dem GBP Auftrieb verlieh. Der heutige, starke Rückgang beim GBP sollte vorübergehend sein und wir sehen ihn als eine Chance, die Long-Positionen im GBP/USD aufzuladen. Achten Sie auf die deutschen Aktienmärkte, die vorübergehend positiven Auftrieb erhalten sollten, da die schwachen Wirtschaftsdaten das Vereinigte Königreich zurück an den Verhandlungstisch bringen sollten. Wie wir bereits in der Vergangenheit angedeutet haben, gehen wir davon aus, dass es am Ende eher einen „weichen“ als einen „harten“ Brexit geben wird und während die Diskussion vor dem Hintergrund hochgespielter Kommentare oder Daten anhält, wird es eine Chance geben, das Sterling mit einem Abschlag zu kaufen.
CAD-Inflation im Mittelpunkt (von Peter Rosenstreich)
Der CAD wurde hart von der Rallye bei den US-Renditen diese Woche getroffen, da die zweijährigen Renditen 5 Bp auf 1,24% kletterten. Die Erholung des USD/CAD überschritt den Widerstand bei 1,3295 was eine weitere Ausweitung auf 1,3457 vermuten lässt. Die CAD-Bullen haben gezeigt, dass das stärker als erwartet ausgefallenes Wachstum in China (das BIP für das 4. Quartal betrug 6,8%), die rohstoffabhängigen Währungen unterstützen sollte.
Der allgemeine Index für die Rohstoffpreise, der CRB, hat ein Einjahreshoch erreicht.
Wir sehen jedoch beim Hauptexportgut Chinas, dem Öl, nur spärliche Anzeichen einer Erholung, wo weiter die Nachfrage fehlt. Das globale Überangebot beim Rohöl bleibt die dominierende Kraft, auch wenn die OPEC sich zufrieden zeigt, dass die vor kurzem vereinbarten Produktionskürzungen eingehalten werden. Ohne eine deutliche Erholung der Ölpreise wird der CAD kein Nachfragemomentum finden können. Und natürlich ist da das Trump-Problem, was dazu führen könnte, dass es aufgrund von Anpassungen der Energiepolitik an den Rohölmärkten zu einem weiteren Überangebot kommt. Diese Woche deutete die Bank of Canada an, dass Zinssenkungen eine Möglichkeit wären, sollte sich Abwärtspotential bei der Inflation zeigen. Diese zurückhaltenden Prognosen werden heute die Aufmerksamkeit der Händler weg von Washington DC nach Ontario auf den kanadischen Inflationsbericht lenken. Der Gesamt-CPI wird bei 1,7% (vorher 1,2%) erwartet und wäre somit auf dem Weg zum Inflationsziel der BoC von 2%.
Kanada hat sich schwer getan, nachhaltiges Wachstum zu generieren, da das BIP nach einer viermonatigen Expansion im Oktober um 0,3% gefallen ist (angeführt von einem Rückgang von 2% im herstellenden Gewerbe). Enttäuschend schwache Wirtschaftsdaten haben die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Inflationsdaten heute schwach ausfallen könnten. Der Zinsmarkt bleibt jedoch in Bezug auf eine Zinssenkung unteraufgestellt, da er eine Zinserhöhung bis zum Jahresende fast eingepreist hat. Wir bleiben zum USD/CAD konstruktiv und gehen davon aus, dass sich die bullische Erholung fortsetzt.
AUD/USD - Wide-Open For Further Increase.

| Today's Key Issues | Country / GMT |
|---|---|
| Dec Retail Sales MoM, last 0,20%, rev -0,10% | DKK/08:00 |
| Dec Retail Sales YoY, last 2,60% | DKK/08:00 |
| janv..13 Money Supply Narrow Def, last 9.08t | RUB/08:00 |
| ECB Survey of Professional Forecasters | EUR/09:00 |
| Dec Budget Balance YTD, exp -2740.0b, last -1787.7b | RUB/09:00 |
| Dec Retail Sales Ex Auto Fuel MoM, exp -0,40%, last 0,50%, rev 0,20% | GBP/09:30 |
| Dec Retail Sales Ex Auto Fuel YoY, exp 7,50%, last 6,60%, rev 6,40% | GBP/09:30 |
| Dec Retail Sales Inc Auto Fuel MoM, exp -0,10%, last 0,20%, rev -0,10% | GBP/09:30 |
| Dec Retail Sales Inc Auto Fuel YoY, exp 7,20%, last 5,90%, rev 5,70% | GBP/09:30 |
| Dec CPI NSA MoM, exp 0,00%, last -0,40% | CAD/13:30 |
| Dec CPI YoY, exp 1,70%, last 1,20% | CAD/13:30 |
| Dec CPI Core- Common YoY%, last 1,30% | CAD/13:30 |
| Dec CPI Core- Median YoY%, last 1,90% | CAD/13:30 |
| Dec CPI Core- Trim YoY%, last 1,60% | CAD/13:30 |
| Dec Consumer Price Index, exp 128,7, last 128,6 | CAD/13:30 |
| Nov Retail Sales Ex Auto MoM, exp 0,00%, last 1,40% | CAD/13:30 |
| Nov Retail Sales MoM, exp 0,50%, last 1,10% | CAD/13:30 |
| Fed's Harker Speaks in New Jersey on Economic Outlook | USD/14:00 |
| Fed's Williams Speaks at Event at San Francisco Fed | USD/18:00 |
| Dec Formal Job Creation Total, exp -545000, last -116747 | BRL/18:30 |
The Risk Today
EURUSD
Das Momentum des EUR/USD ist noch immer sehr positiv trotz einiger Konsolidierung. Ein stündlicher Widerstand befindet sich bei 1,0719 (Hoch vom 17. 1. 2017). Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0590 (Tief vom 19. 1. 2017) und bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie ein weiteres Anziehen. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.
GBPUSD
Der GBP/USD hat 1,2400 erreicht, bevor er wieder zurückgefallen ist. Die technische Situation scheint ein positives Potenzial zu zeigen. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2416 (Hoch vom 17. 1. 2017). Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,2254 (Tief vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie weitere Konsolidierung. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.
USDJPY
Der USD/JPY steht vor einem Widerstand, der durch die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals markiert ist. Der Weg ist noch immer offen bis zur stündlichen Unterstützung bei 112,58 (Tief vom 17. 1. 2017). Ein stündlicher Widerstand zeigt sich bei 115,62 (Hoch vom 19. 1. 2016). Erwarten Sie eine weitere Abwärtsentwicklung. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF
Das Momentum des USD/CHF ist klar bärisch. Doch das Paar hat die Unterstützung bei 1,0021 (Tief vom 8. 12. 2016) durchbrochen. Ein stündlicher Widerstand befindet sich etwas entfernt bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016). Eine wichtige Unterstützung besteht an der Parität. Der Weg ist nun offen für weitere Rückgänge. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.
Resistance and Support
| EURUSD | GBPUSD | USDCHF | USDJPY |
|---|---|---|---|
| 1.13 | 1.3121 | 1.1731 | 125.86 |
| 1.0954 | 1.2775 | 1.0652 | 121.69 |
| 1.0874 | 1.2432 | 1.0344 | 118.66 |
| 1.0642 | 1.2286 | 1.0079 | 115.2 |
| 1.0341 | 1.1986 | 0.9929 | 112.57 |
| 1 | 1.1841 | 0.9632 | 111.36 |
| 0.9613 | 1.052 | 0.9522 | 101.2 |