by Swissquote Analysts

Aktien brechen mit dem Fall des USD ein, Mays Rede im Mittelpunkt
Forex News and Events
Aktien auf dem Weg nach unten (von Arnaud Masset) Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore
Die Aktien weltweit hatten sich nach Donald Trumps Wahl am 9. November stark erholt. Der S&P 500 stieg mehr als 6,50% an und erreichte bei 2.282,10 ein neues Allzeithoch, während der Dow Jones Industrial Average fast 9% zulegte, dann aber die berüchtigte Schwelle bei 20.000 nicht durchbrechen konnte und auf ca. 19.900 zurückfiel. In Asien legte der Nikkei 225 ganze 13% zu und in Australien verbuchten die Aktien ein Plus von 10,4%. Ähnlich sah es in Europa aus, wo der Euro Stoxx 50 10% auf 3.330 kletterte und der Dax fast 12% zulegen konnte.
Trotz all diesen guten Nachrichten scheint es so, als ginge der Rallye seit Anfang des neuen Jahres der Schwung aus. Viele haben das Gefühl, dass sich der Markt voraus ist, indem er zu sehr über die möglichen positiven Auswirkungen der Trumponomics spekuliert. Die Volatilität kommt langsam wieder zurück, der VIX steigt heute Morgen um 10,20% (Nettoveränderung von 1,15%) auf 12,38%, während die meisten Aktienindizes weiter fallen. Wir gehen davon aus, dass die Trump-Rallye weiter nachlassen wird, was sich auf die globalen Aktien auswirken und den Verkaufsdruck auf den Dollar erhöhen wird.
USD-Abverkauf hält mit Verblassen der Trump-Rallye an (von Peter Rosenstreich)
Wie wir erwartet haben, verliert die Trump-Rallye an Schwung und lässt den USD fallen. Die US-Renditen fielen weiter, da die Märkte von einer weiteren Abbremsung der Pro-Wachstums- und Reflationsstory ausgehen. Sowohl was die Erwartungen in Bezug auf die Fed Funds als auch die Inflation im Zusammenhang mit den inflationsindexierten US-Staatsanleihen (TIPS) angeht, wurden die Prognosen für 2017 gesenkt, da man realisiert hat, dass Trumps Wirtschaftswunder nichts als eine große Fantasie ist, da sich Trump und das republikanische Haus zu wichtigen Punkten nicht einig sind. Erst vor kurzem hat der designierte Präsident den Unternehmenssteuerplan der Republikaner, der einem „Grenzausgleich“ dienen sollte, als zu kompliziert abgelehnt. Diese Maßnahme war für die Steuerreformplattform des Sprechers des Hauses, Paul Ryan, wesentlich. Diese Uneinigkeit betont die möglicherweise festgefahrene Situation, sollten Trump und der Kongress nicht zusammenarbeiten, was für uns ein bisschen nach traditioneller Politik klingt. Wie wir in unserem Ausblick für 2017 bereits erörtert haben, glauben wir weiter, dass Trump wichtige Reformen nicht durchbringen wird, weil ihm einfach das politische Taktgefühl fehlt. Ohne zusätzliche Anreize was die Steuern angeht (oder eine deutlich reduzierte Reform) sehen die US-Wirtschaftsprognosen verhaltener aus und der Zinspfad der Fed weniger steil. Kurzfristig denken wir, dass der USD durch Trumps Rede zur Amtseinführung und durch erste Initiativen sowie Unsicherheiten um Europa und das Vereinigte Königreich Auftrieb erhalten wird.
Die Dominanz des USD wird jedoch schnell nachlassen, wenn Trumps Forderung auf die politische Mauer trifft. Heute steht der US Empire Manufacturing an, der von vorher 9,0 auf 8,5 fallen dürfte. Wir bleiben zum USD/JPY weiter negativ und erwarten eine weitere Ausweitung des aktuell bärischen Trends in Richtung 111,88 (gleitender 65-Tagesdurchschnitt). Der USD/CHF muss die 1,0020 nach unten durchbrechen, um die Ausweitung nach unten zu bestätigen.
Märkte warten mit angehaltenem Atem auf die Rede von Theresa May (von Yann Quelenn)
Theresa May wird heute die Rede ihrer Laufbahn halten, wenn sie endlich um 12:45 CET im Lancaster House ihren EU-Ausstiegsplan vorstellt. Die Brexit-Sorgen waren in den letzten Tagen spürbar, da die Unsicherheit um die Strategie der Premierministerin steigt. Aktuell haben die Märkte weitgehend einen harten Brexit eingepreist.
Wir denken, dass die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU bereits begonnen haben. Es ist wahrscheinlich, dass die Gerüchte um den Ausstieg aus der EU dazu dienen sollen, die EU-Politiker an den Verhandlungstisch zu locken. Die EU hat sicherlich nicht die Oberhand, vor allem wenn man die besseren Beziehungen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich berücksichtigt, was dazu führen könnte, dass die USA eine besseres bilaterales Abkommen mit dem Vereinigten Königreich aushandeln könnten. Die EU könnte darüber hinaus aufgrund der sehr offenen Beziehungen zwischen den USA und Russland sehr isoliert dastehen.
Wir glauben, dass die Androhung eines harten Brexits durch Theresa May heute reine Täuschung sein wird. Wirtschaftlich gesehen wird die britische Regierung ein bilaterales Abkommen mit der EU brauchen, um zumindest die britische Wirtschaft anzukurbeln.
Was die Währung angeht, so scheint das Pfund stets der Rede voraus und es gibt sicherlich Spielraum für einen weiteren Anstieg nach oben.
Gold - Riding Uptrend Channel.

The Risk Today
EURUSD
Das Momentum des EUR/USD ist noch immer positiv trotz einiger Konsolidierung. Ein starker Widerstand befindet sich bei 1,0874 (Hoch vom 8. 12. 2016). Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Erwarten Sie ein weiteres Anziehen. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.
GBPUSD
Der GBP/USD bewegt sich innerhalb des Abwärtstrendkanals. Das Paar ist an der stündlichen Unterstützung bei 1,2083 (Tief vom 25. 10. 2016) zurückgeprallt. Dennoch sieht die technische Struktur noch immer bärisch aus. Ein stündlicher Widerstand liegt bei 1,2262 (Hoch vom 12. 1. 2017). Achten Sie auf die Unterstützung bei 1,1841 (Tief vom 7. 10. 2016). Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.
USDJPY
Der USD/JPY fällt innerhalb seines Abwärtstrendkanals weiter zurück. Der Weg ist nun offen bis zur stündlichen Unterstützung bei 113.81 (Tief vom 12. 1. 2017). Erwarten Sie eine weitere Abwärtsentwicklung. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF
Das Momentum des USD/CHF ist klar bärisch. Doch das Paar bewegt sich noch immer zwischen dem stündlichen Widerstand bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016) und der Unterstützung bei 1,0021 (Tief vom 8. 12. 2016). Eine wichtige Unterstützung besteht an der Parität. Erwarten Sie eine Abwärtsbewegung in Richtung 1,0021. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.
Resistance and Support
| EURUSD | GBPUSD | USDCHF | USDJPY |
|---|---|---|---|
| 1.13 | 1.3121 | 1.1731 | 125.86 |
| 1.0954 | 1.2775 | 1.0652 | 121.69 |
| 1.0874 | 1.2432 | 1.0344 | 118.66 |
| 1.0675 | 1.2169 | 1.0036 | 113.05 |
| 1.0341 | 1.1986 | 0.9929 | 112.88 |
| 1 | 1.1841 | 0.9632 | 111.36 |
| 0.9613 | 1.052 | 0.9522 | 101.2 |