by Swissquote Analysts

Schweizer Devisenreserven fallen, Handelsideen für 2017
Forex News and Events
Schweizer Devisenreserven fallen (von Arnaud Masset) Swissquote Sqore Handelsideen: http://de.swissquote.com/fx/news/sqore
Nachdem die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank im November ein Rekordhoch erreicht hatten, sind sie nun zum ersten Mal seit Februar gesunken, so wie Daten vom Donnerstag zeigen. Die SNB hält zum Ende des Monats Dezember Devisen im Wert von 645,3 Mrd. CHF, das sind 2,5 Mrd. CHF weniger (gegenüber den 647,8 Mrd. Ende November). Im Jahr 2016 stiegen die Reserven um 85,8 CHF, der höchste, jährliche Anstieg seit 2012, als sie um 172,9 Mrd. zugenommen hatten.
Insgesamt unterstreichen die Daten die Tatsache, dass die SNB wieder einmal das Jahr damit verbracht hat, dafür zu kämpfen, den Schweizer Franke zu verteidigen. Aufgrund der hohen Unsicherheit - Brexit, US-Wahlen - hielt die Bank an ihrer Verpflichtung fest, dass sie «am Markt aktiv bleibe» und eingreifen werde, um den EUR/CHF vor Abwärtsdruck zu schützen. Sieht man sich den Wechselkurs an, könnte die SNB-Politik als kompletter Erfolg gesehen werden, da der EUR/CHF in etwa über dem implizierten Boden von 1,07 und 1,08 blieb (in letzter Zeit eher 1,07).
Der SNB steht jedoch ein weiteres hartes Jahr bevor, da die zunehmenden politischen Spannungen unter den EU-Mitgliedern wohl 2017 die Hauptantriebskraft bleiben werden. Zudem wird die Griechenlandkrise im Sommer ihr Comeback erleben, da für das Land zum Ende des Sommers einige wichtige Rückzahlungen anstehen. Wir gehen daher davon aus, dass der Aufwärtsdruck für den CHF gegenüber dem Euro weiter ein akutes Problem bleiben wird. Es scheint darüber hinaus so, als wären die Grenzkosten für die Schwächung des Schweizer Franken in letzter Zeit gestiegen, da die Deviseninterventionen sehr geringe Auswirkungen hatten. Heute Morgen handelte der EUR/CHF um rund 1,0710 seitwärts, nachdem er zu Wochenbeginn zeitweilig unter die Schwelle bei 1,07 gefallen war.
Handelsüberblick für 2017 (von Peter Rosenstreich)
Kein Auslöser für einen Abverkauf der EM-Aktien
Das unserer Meinung nach moderate US-Wachstum und der niedrigere Zinspfad der Fed als vom Konsens erwartet, sollten zusammen mit einer Verbesserung der BIP-Wachstumsprognosen und der Stabilität bei den Rohstoffpreisen weiter die Aktienkurse an den Schwellenländern unterstützen. Wir würden uns auf AXJ-Aktien konzentrieren, da Bemühungen, den regionalen Handel zu erhöhen, sich von den protektionistischen Aktivitäten an den Schuldenmärkten abgrenzen sollten.
Wir konzentrieren uns vor allem auf Schwellenländerwährungen und mit globalen Zinsen, die weiter ein historisch niedriges Niveau aufweisen, wird das Streben nach Rendite anhalten.
Schwellenländerwährungen mit einer hohen Rendite, die eine niedriger Korrelation zur politischen Unsicherheit in den USA aufweisen (d.h. die weit weg sind von den Unruhen um Trumps Twitter-Feed) werden weiter aufgewertet werden. HUF, PLN, INR und MYR zeigen alle eine niedrige Korrelation zum politischen Risiko in den USA. Der CNY und MXN werden jedoch weiter die Last der angehenden Politik Trumps tragen (vor allem der MXN ist der US-Politik an zwei Fronten stark ausgesetzt:
Handel & Immigration).
EUR/CHF-Moment der tschechischen Nationalbank
Die CNB hat für den EUR/CZK einen „Boden“ bei 27 eingeführt, um die im November 2013 importierte Inflation zu vermeiden. Der jüngst besser werdende Wirtschaftsausblick des Landes zeigt, dass die Inflation bis Mitte 2017 das Ziel der Bank von 2% erreichen wird. Das ist die Schlüsselbedingung, damit man zu einer normalen Geldpolitik zurückkehren und den Mindestwechselkurs aufheben kann. Der Vorstand der Bank „geht weiter davon aus, dass es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung Mitte 2017 aufgehoben werden wird.“
USD/JPY-Vorbote
Nach einem beeindruckenden Lauf konnte der USD/JPY den starken Widerstandsbereich zwischen 118-120 nicht durchbrechen und kam mit dem kurzfristigen USD/JPY-Renditespread zum Stillstand.
Die Rallye des Nikkei 225 legte eine Pause ein. Ein ähnliches Muster haben wir Anfang 2016 gesehen, als der USD/JPY von 123 auf unter 100 einbrach und diese Bewegung auch den Nikkei um 25% einbrechen ließ. Mit der „Abenomics“, die nahezu ausgeschöpft ist und die die Grenzen des Steueranreizes aufzeigt, wird eine weitere JPY-Schwäche unwahrscheinlich, was vermuten lässt, dass eine starke Korrektur beim USD/JPY und dem Nikkei wahrscheinlich wird.
Aufwärtspotential bei den US-Aktien
Die Rallye nach der Wahl führt dazu, dass die Bewertung überzogen scheint und das KGV zum S&P 500 hat seinen höchsten Wert seit der Dotcom-Blase erreicht. Das Wachstum der Einnahmen der Unternehmen wird jedoch auf über 10% prognostiziert, weshalb es weiters Aufwärtspotential gibt.
Die Schlüsselantriebskräfte werden eine Stabilisierung des Wachstums, eine Verbesserung bei den Ölpreisen und am wichtigsten eine anhaltend akkommodierende Geldpolitik sein. Sollte Trump nur leichten Erfolg haben, sollten der Steueranreiz, die niedrigeren Körperschaftssteuern und ein zuversichtlicher US-Verbraucher die aktuelle, bullische Rallye vorantreiben.
Was die Sektoren angeht, so sollten lockerere Vorschriften und idiosynkratische Bedingungen dazu führen, dass Finanzen, Energie und Gesundheitswesen eine überdurchschnittliche Wertentwicklung aufweisen sollten.
Gold - Bullish Pressures Accelerate.

| Today's Key Issues | Country / GMT |
|---|---|
| Dec Foreign Currency Reserves, exp 649.0b, last 648.0b, rev 647.8b | CHF/08:00 |
| ECB's Villeroy Speaks in Paris | EUR/08:15 |
| 3Q Unit Labor Costs YoY, exp 1,70%, last 1,90%, rev 2,20% | GBP/09:30 |
| Dec FGV Inflation IGP-DI MoM, exp 0,67%, last 0,05% | BRL/10:00 |
| Dec FGV Inflation IGP-DI YoY, exp 7,00%, last 6,77% | BRL/10:00 |
| Dec Economic Confidence, exp 106,8, last 106,5 | EUR/10:00 |
| Dec Business Climate Indicator, exp 0,47, last 0,42 | EUR/10:00 |
| Dec Industrial Confidence, exp -0,4, last -1,1 | EUR/10:00 |
| Dec Services Confidence, exp 12, last 12,1 | EUR/10:00 |
| Dec F Consumer Confidence, exp -5,1, last -5,1 | EUR/10:00 |
| Nov Retail Sales MoM, exp -0,40%, last 1,10% | EUR/10:00 |
| Nov Retail Sales YoY, exp 1,90%, last 2,40% | EUR/10:00 |
| Nov PPI Manufacturing MoM, last 0,17% | BRL/11:00 |
| Nov PPI Manufacturing YoY, last -0,93% | BRL/11:00 |
| ECB Executive Board's Yves Mersch Speaks in Paris | EUR/11:15 |
| 1Q A GDP Annual Estimate YoY, exp 6,80%, last 7,60% | INR/12:00 |
| Nov Trade Balance, exp -$45.4b, last -$42.6b | USD/13:30 |
| Revisions: Seasonally Adjusted Household Survey Data | USD/13:30 |
| Nov Int'l Merchandise Trade, exp -1.60b, last -1.13b | CAD/13:30 |
| Dec Unemployment Rate, exp 6,90%, last 6,80% | CAD/13:30 |
| Dec Change in Nonfarm Payrolls, exp 175k, last 178k | USD/13:30 |
| Dec Net Change in Employment, exp -2.5k, last 10.7k | CAD/13:30 |
| Dec Two-Month Payroll Net Revision | USD/13:30 |
| Dec Full Time Employment Change, last -8,7 | CAD/13:30 |
| Dec Change in Private Payrolls, exp 170k, last 156k | USD/13:30 |
| Dec Part Time Employment Change, last 19,4 | CAD/13:30 |
| Dec Change in Manufact. Payrolls, exp 0k, last -4k | USD/13:30 |
| Dec Participation Rate, exp 65,6, last 65,6 | CAD/13:30 |
| Dec Unemployment Rate, exp 4,70%, last 4,60% | USD/13:30 |
| Dec Average Hourly Earnings MoM, exp 0,30%, last -0,10% | USD/13:30 |
| Dec Average Hourly Earnings YoY, exp 2,80%, last 2,50% | USD/13:30 |
| Dec Average Weekly Hours All Employees, exp 34,4, last 34,4 | USD/13:30 |
| Dec Labor Force Participation Rate, last 62,70% | USD/13:30 |
| Dec Underemployment Rate, last 9,30% | USD/13:30 |
| Dec Ivey Purchasing Managers Index SA, last 56,8 | CAD/15:00 |
| Nov Factory Orders, exp -2,30%, last 2,70% | USD/15:00 |
| Nov Factory Orders Ex Trans, last 0,80% | USD/15:00 |
| Nov F Durable Goods Orders, exp -4,60%, last -4,60% | USD/15:00 |
| Nov F Durables Ex Transportation, exp 0,20%, last 0,50% | USD/15:00 |
| Nov F Cap Goods Orders Nondef Ex Air, last 0,90% | USD/15:00 |
| Nov F Cap Goods Ship Nondef Ex Air, last 0,20% | USD/15:00 |
| Fed's Evans Speaks on Economy and Policy in Chicago | USD/16:15 |
| Fed's Kaplan Speaks in Chicago | USD/20:30 |
The Risk Today
EURUSD
Der EUR/USD hat gestern zugelegt. Das Paar notiert jetzt oberhalb von 1,0500. Eine stündliche Unterstützung zeigt sich bei 1,0341 (Tief vom 3. 1. 2017). Ein stärkerer Widerstand befindet sich bei 1,0670 (Hoch vom 14. 12. 2016). Erwarten Sie kurzfristig eine fortgesetzte Seitwärtsbewegung. Langfristig deutet das Todeskreuz von Ende Oktober auf eine weitere bärische Tendenz hin. Das Paar hat die wichtige Unterstützung bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015) durchbrochen. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015). Erwarten Sie eine Bewegung in Richtung Parität.
GBPUSD
Der GBP/USD hat den Abwärtstrendkanal verlassen. Eine Unterstützung liegt bei 1,2200 (Tief vom 3. 1. 2017), der Widerstand bei 1,2388 (Hoch vom 30. 12. 2016) wurde durchbrochen. Die technische Struktur deutet auf eine weitere Festigung hin. Ein Bruch der Widerstandzone um 1,2400 wird die weitere Festigung bestätigen. Das langfristig technische Muster ist sogar noch negativer, seit der Brexit den Weg für weitere Rückgänge bereitet hat. Eine langfristige Unterstützung zeigt sich bei 1,0520 (1. 3. 85) und scheint ein anvisierbares Ziel zu sein. Ein langfristiger Widerstand liegt bei 1,5018 (24. 6. 2015) und würde eine langfristige Umkehr im negativen Trend darstellen. Doch dies sieht für den Moment noch ziemlich unwahrscheinlich aus.
USDJPY
Der USD/JPY hat sich wieder abgeschwächt und rückt von dem stündlichen Widerstand bei 118,66 (Hoch vom 15. 12. 2016) ab. Eine stündliche Unterstützung findet sich bei 115,07 (Tief vom 5. 1. 2017). Eine stärkere Unterstützung liegt bei 114,74 (Tief vom 12. 12. 2016). Erwarten Sie weitere Abwärtsbewegungen. Wir favorisieren eine langfristig bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich nun bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weitere Rückgänge bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF
Der USD/CHF bewegt sich seitwärts zwischen dem stündlichen Widerstand bei 1,0344 (Hoch vom 15. 12. 2016) und 1,0021 (Tief vom 8. 12. 2016). Eine wichtige Unterstützung besteht an der Parität. Erwarten Sie weitere Konsolidierung oberhalb von 1,0200. Langfristig bewegt sich das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz einiger Turbulenzen, seit die SNB den CHF vom EUR entkoppelte. Eine wichtige Unterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Seit der Aufhebung des Bodens im Januar 2015 deutet die technische Struktur gleichwohl auf eine langfristig bullische Entwicklung hin.
Resistance and Support
| EURUSD | GBPUSD | USDCHF | USDJPY |
|---|---|---|---|
| 1.13 | 1.3121 | 1.1731 | 125.86 |
| 1.0954 | 1.2775 | 1.0652 | 121.69 |
| 1.0874 | 1.2432 | 1.0344 | 118.66 |
| 1.0602 | 1.2385 | 1.0108 | 115.96 |
| 1.0341 | 1.22 | 1.0021 | 114.74 |
| 1 | 1.2083 | 0.9632 | 112.88 |
| 0.9613 | 1.1841 | 0.9522 | 111.36 |