Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 15.11.2022
Morning news

Berkshire Hathaway kauft Aktien im Wert von 9 Milliarden Dollar

Topic of the day

Warren Buffett ging weiter auf Einkaufstour, um von den fallenden Aktienkursen in diesem Sommer zu profitieren. Die Investmentgesellschaft des US-Milliardärs, Berkshire Hathaway, erwarb im dritten Quartal Aktien im Wert von fast 9 Milliarden US-Dollar, wie aus aufsichtsrechtlichen Meldungen hervorgeht. Seit Jahresbeginn hat Berkshire 66 Milliarden US-Dollar in Aktien investiert, 13-mal so viel wie in den ersten neun Monaten des Jahres 2021. In der letzten Septemberwoche kaufte Berkshire fast 6 Millionen weitere Occidental-Aktien zu Preisen zwischen 57,91 und 61,38 $, wie aus einem SEC-Bericht hervorgeht. Die Occidental-Aktien sind wieder auf über 70 $ pro Aktie gestiegen. Berkshire besass Ende September Chevron-Aktien im Wert von rund 24,4 Mrd. $ und war damit der drittgrösste Anteilseigner des Unternehmens. Gleichzeitig hielt Berkshire grosse Anteile an Finanzwerten. Bank of America Corp. und American Express Co. machten beispielsweise rund 17 % des Aktienportfolios aus, das am Ende des dritten Quartals mit 306 Milliarden Dollar bewertet war.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Montag mit Abschlägen beendet. Belastet wurde der Index vor allem vom Schwergewicht Roche. Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 11.000 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und 8 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 38,08 (zuvor: 61,34) Millionen Aktien. Der Pharmakonzern Roche hat in einer Studie zu seinem Alzheimer-Kandidaten Gantenerumab die primären Endpunkte verfehlt, eine Verlangsamung des klinischen Krankheitsverlaufs wurde nicht erreicht. Die Aktie verlor 4,0 Prozent, konnte sich aber von zeitweise noch höheren Verlusten etwas erholen. Die Aktie des Wettbewerbers Novartis gab 0,3 Prozent nach. Die Aktie des dritten Schwergewichts, Nestle, konnte den SMI auch nicht auffangen. Die Aktie schloss kaum unverändert. Sonova schlossen nach Vorlage von Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr 2022/23 um 1,4 Prozent niedriger. Der Hersteller von Hörgeräten hat zwar den Umsatz gesteigert, aber weniger verdient. Das Unternehmen erwartet nun, das untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne zu erreichen. Bei den Bankenwerten rückten Credit Suisse 0,5 Prozent vor, UBS gaben unterdessen 0,7 Prozent nach. Gut hielten sich die Versicherungswerte. So stiegen Zurich Insurance um 0,7 Prozent. Swiss Life verbesserten sich um rund 1,0 Prozent.

International markets

Europe

Europas Börsen sind mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 14.313 Punkte, der Euro-Stoxx-50 zog um 0,5 Prozent auf 3.888 Punkte an. Bei den Einzelaktien standen Morphosys im Blick. Die Aktie brach um 29,2 Prozent ein. Phase-3-Studien eines Alzheimer-Medikaments haben laut dem Morphosys-Partner Roche ihre primären Endpunkte verfehlt, eine Verlangsamung des klinischen Krankheitsverlaufs wurde nicht erreicht. Infineon waren Tagesgewinner im DAX mit Aufschlägen von 7,8 Prozent. Für Bayer ging es um 2,3 Prozent nach oben. Im Handel wurde auf ein neues Urteil eines US-Geschworenengerichtes im US-Bundesstaat Missouri vom Freitag verwiesen. Dort wurde eine Klage zurückgewiesen, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup den Krebs des Klägers verursacht habe. Nach positiven Analystenkommentaren gewannen Merck 4,4 Prozent. Bei Adidas (-2,8%) setzten nach der jüngsten Rally Gewinnmitnahmen ein. Für die Aktie des Autozulieferers Vitesco ging es um 3,0 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat im dritten Quartal mit dem operativen Ergebnis leicht enttäuscht, Adesso stiegen nach Zahlen um 9,4 Prozent. Rheinmetall gewannen 6,7 Prozent. Der MDAX-Konzern kauft den spanischen Munitionshersteller Expal Systems mit einem Unternehmenswert von 1,2 Milliarden Euro. Und Biontech kauft von Novartis eine Produktionsstätte in Singapur. Die Anlage soll als regionaler Hauptsitz von Biontech dienen und die erste mRNA-Produktionsstätte des Unternehmens in Singapur werden. Der Kurs stieg daraufhin um 4,3 Prozent.

United States

Nach den jüngsten kräftigen Aufschlägen haben die US-Börsen zu Wochenbeginn leichter geschlossen. Im Fokus standen Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank. Der Dow-Jones-Index schloss 0,6 Prozent tiefer bei 33.537 Punkte, der S&P-500 notierte 0,9 Prozent leichter. Für den Nasdaq-Composite ging es um 1,1 Prozent nach unten. Dabei gab es insgesamt 969 (Freitag: 2.064) Kursgewinner und 2.238 (1.095) -verlierer. Unverändert schlossen 91 (131) Titel. Bei den Einzelwerten zeigte sich die Aktie von Walt Disney mit einem Minus von 0,8 Prozent. Bei Amazon setzt CEO Andy Jassy den Rotstift an. Der Online-Händler stehe kurz davor, tausende von Mitarbeitern zu entlassen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. In Grossbritannien steht Amazon zudem ein Prozess wegen seiner Praktiken bezüglich Angebote Dritter auf seiner Webseite bevor. Gefordert wird Schadensersatz in Höhe von rund 1 Milliarde Euro. Die Aktie gab 2,3 Prozent nach. Apple (-1,0%) will angesichts der ökonomischen Unsicherheit die Einstellungen von Mitarbeitern in einigen Bereichen des Unternehmens zurückfahren. Im Streit um die Verfolgung von Standorten der Nutzer hat Google eine Einigung mit Staatsanwälten aus 40 US-Bundesstaaten erzielt. Wie diese mitteilten, haben sie sich mit der Alphabet-Tochter auf eine Summe in Höhe von 391,5 Millionen Dollar geeinigt, die das Unternehmen zu zahlen hat. Die Aktie von Alphabet schloss 0,7 Prozent niedriger. Für die Aktien von Tyson Foods ging es um 3,8 Prozent abwärts. Während der Gewinn im vierten Geschäftsquartal unter den Markterwartungen lag, fiel der Umsatz leicht über den Schätzungen aus. Die Aktien von Opiant Pharmaceuticals schossen um 112 Prozent auf 20,10 Dollar nach oben. Der britische Arzneimittelhersteller Indivior will 20 Dollar pro Aktie in bar für Opiant zahlen und damit mehr als das Doppelte des Schlusskurses vom Freitag von 9,50 Dollar.

Asia

Trotz nur durchwachsener Konjunkturdaten aus China geht es am Dienstag gerade dort an den Aktienmärkten nach oben. Der Schanghai-Composite steigt um 1,5 Prozent, der HSI in Hongkong gar um 4 Prozent. In Tokio präsentiert sich der Nikkei-225 gut behauptet mit 28.013 Punkten. Mitsubishi UFJ Financial ziehen nach Quartalszahlen um 2,6 Prozent an, Nippon Paint klettern um 3,9 Prozent. Der Kospi (-0,1 Prozent) in Südkorea pendelt um den Vortagesschlussstand, bewegt sich aber auf Tagessicht kaum.

Bonds

Am US-Anleihemarkt stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 3,871%, während jene der 2-jährigen US-Treasuries, die stärker auf die kurzfristige Zinspolitik der Fed reagiert, um 8 Basispunkte auf 4,406% zulegte.

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