Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 24.05.2022
Morning news

Broadcom will 60 Milliarden US-Dollar für VMware bieten

Topic of the day

Der US-Chiphersteller Broadcom führt laut informierten Kreisen Verhandlungen über eine Akquisition des Softwareherstellers VMware. Die beiden Unternehmen erörtern eine Transaktion in bar und Aktien, die bald zustande kommen könnte, sofern die Gespräche nicht doch noch scheitern, wie Insider sagten. Eine Einigung könnte demnach schon am Donnerstag verkündet werden. Den Informanten zufolge will Broadcom rund 140 Dollar je VMware-Aktie bieten, insgesamt rund 60 Milliarden Dollar, wobei der Preis eine Bar- und eine Aktienkomponente enthalten solle. Die VMware-Aktie reagierte im Handel an der Wall Street am Montag auf die Meldung mit einem Kurssprung um über 20 Prozent auf 119,08 Dollar. Das Broadcom-Papier verbilligte sich um knapp 4 Prozent. Es wäre einer der grössten Deals des Jahres. Die VMware Inc, die erst vor gut sechs Monaten aus Dell ausgegliedert wurde, hatte zuletzt einen Marktwert von 40 Milliarden Dollar, der sich am Montag auf etwa 50 Milliarden erhöhte.

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Swiss stocks

An der Schweizer Börse ist es zum Wochenstart auf breiter Front nach oben gegangen mit den Kursen. Auf den zuletzt teils deutlicher ermässigten Niveaus zeigten sich einige Anleger wieder mutiger und griffen zu, obgleich sich am insgesamt eher negativen Umfeld für Aktien wenig geändert hat. Der SMI hatte in der zweiten Hälfte der Vorwoche immerhin über 4 Prozent eingebüsst. Zusätzlicher Rückenwind kam am Nachmittag von der Wall Street, wo die Indizes kräftiger zulegten. Der SMI gewann 1,4 Prozent auf 11.466 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursgewinner und 3 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 35,93 (Freitag: 41,8) Millionen Aktien. Tagesgewinner waren Bankaktien mit Gewinnen von jeweils knapp über 3 Prozent für Credit Suisse, UBS und Julius Bär. Mit Partners Group, Swiss Life und Zurich Insurance folgten Aktien aus dem Finanz- bzw. Versicherungssektor auf den Plätzen drei bis fünf im SMI. Auch für diese Unternehmen bringt ein höheres Zinsniveau Vorteile, beispielsweise, weil sich dann lukrativere Anlagemöglichkeiten für die Versicherungsprämien ergeben. Richemont zeigten sich von den Verlusten der Vortage in Reaktion auf enttäuschende Geschäftszahlen nur mager erholt um 0,8 Prozent. Weitere Kurszielsenkungen kamen zum Wochenstart von JP Morgan, UBS, Bryan Garnier und der DZ Bank, wobei die drei erstgenannten Häuser weiter zum Kauf der Aktie des Luxusprodukteanbieters raten.

International markets

Europe

Europas Börsen sind mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 1,4 Prozent auf 14.175 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewann 1,4 Prozent auf 3.708. US-Präsident Joe Biden erwägt, die von der Trump-Regierung gegen China verhängten Strafzölle zurückzunehmen. "Dies ist ein Hoffnungsschimmer für den Aktienmarkt, der nach all den schlechten Nachrichten in den vergangenen Wochen mehr als angeschlagen ist", so CMC Markets. Grundsätzlich stützend für die Stimmung waren zahlreiche Übernahmen auf Unternehmensebene. "Angesichts der steigenden Zinsen herrscht so etwas wie Torschlusspanik bei Finanzinvestoren - es dürften noch viele Übernahmen kommen", sagte ein Händler. Der Euro zog derweil auf 1,0670 Dollar an - EZB-Präsidentin Christine Lagarde geht davon aus, dass die EZB den Einlagenzins voraussichtlich bis September zwei Mal anheben wird. Als Branche standen Windanlagenhersteller im Fokus. Hier hat Siemens Energy das erwartete Übernahmeangebot für Siemens Gamesa für 18,05 Euro je Aktie vorgelegt. Sie sprangen an der Madrider Börse um 6,2 Prozent auf 17,79 Euro. Siemens Energy hält bereits rund zwei Drittel der Siemens-Gamesa-Anteile. Für Siemens Energy ging es um 0,7 Prozent nach unten. Nach Einschätzung von Bernstein sind die angestrebten positiven Synergieeffekte optimistisch. Nordex gewannen 3,5 Prozent und SMA Solar 3,1 Prozent - der Labor-Sieg in Australien stützte ebenfalls: Das Land will zur "Supermacht" für erneuerbare Energien werden.

United States

Nach der längsten Verlustserie seit 1932 mit acht Wochen in Folge, in denen der Dow-Jones-Index jeweils ein Minus aufwies, haben die Akteure an der Wall Street zum Wochenstart neuen Mut gefasst und Aktien gekauft. Auch wenn sich am insgesamt eher ungünstigen Umfeld mit steigenden Zinsen, dem Krieg in der Ukraine und Lockdowns und Lieferkettenproblemen in China nichts geändert hat. Der Dow schoss um 2,0 Prozent nach oben auf 31.880 Punkte, der S&P-500 legte um 1,9 Prozent zu, die Nasdaq-Indizes um bis zu 1,7 Prozent. An der Nyse gab es nach vorläufiger Angabe 2.233 (Freitag: 1.463) Kursgewinner, 1.062 (1.808) -verlierer und 109 (134) unveränderte Titel. JP Morgan Chase verteuerten sich um 6,2 Prozent, nachdem die Bank in einem aktualisierten Ausblick ein günstigeres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet hatte. Aber auch in der Breite (+5,1%) profitierten Bankaktien vom steigenden Zinsniveau, weil es das Kreditgeschäft gewinnträchtiger macht. Apple verbesserten sich um 4,0 Prozent. Kreisen zufolge will Apple die Produktion ausserhalb Chinas steigern - unter anderem wegen der strengen Anti-Covid-Politik Pekings. Indien und Vietnam sollen zu den Ländern gehören, die als Alternativen in Betracht kommen.

Asia

An den Börsen in Ostasien und Australien dominieren am Dienstag negative Vorzeichen. Erneut dämpfen Konjunktursorgen die Kauflaune, während positive Impulse verpuffen. In Hongkong gibt der Technologie-Subindex um 2 Prozent nach, während der Leitindex Hang-Seng 1,4 Prozent im Minus liegt. An der Börse in Schanghai fällt der Composite-Index um 1,1 Prozent.

Bonds

Anleihen waren mit der verbesserten Stimmung für Aktien weniger gefragt, die Renditen zogen nach drei Tagen mit Rückgängen entsprechend deutlich an – im US-Zehnjahresbereich um 8 Basispunkte auf 2,87 Prozent –, auch in Erwartung weiter steigender Leitzinsen in den USA.

Analysis

JP Morgan senkt Richemont-Ziel auf 150 (165) CHF - Overweight

Citi senkt Ziel Julius Bär auf 66 (70) CHF – Buy

Citi senkt IAG-Ziel auf 205 (220) p – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.