Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 23.05.2022
Morning news

Selenskyj spricht vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos

Topic of the day

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird sich am heutigen Montag per Video an das Weltwirtschaftsforum in Davos wenden. Die Rede findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die ukrainische Führung erklärt, das Land benötige eine massive Aufstockung der Waffenlieferungen, um den Widerstand gegen Russland fortzusetzen, die besetzten Gebiete zu befreien und die Schifffahrtswege freizugeben. Daneben soll Vitali Klitschko, der Kiewer Bürgermeister, vor Ort sein. Hohe russische Amtsträger wurden von den WEF-Organisatoren nicht eingeladen. Das Forum hatte angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine alle Beziehungen zu russischen Einrichtungen eingefroren und wird gemäss eigenen Angaben am Jahrestreffen mit keiner "sanktionierten Person oder Institution" zusammenarbeiten. Neben Selenskyj wartet das WEF nicht mit ganz grossen Namen auf. So werden sowohl US-Präsident Joe Biden als auch der chinesische Präsident Xi Jinping an der Veranstaltung fehlen. Bidens Berater und weitere Funktionäre seiner Administration werden in Davos aber dabei sein.

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Swiss stocks

Nach zuletzt zwei Handelstagen mit Abgaben hat der Schweizer Aktienmarkt die Sitzung am Freitag mit einer unveränderten Tendenz beendet. Der SMI beendete den Handel wenig verändert bei 11.309 Punkten. Auf Wochensicht steht für den Index ein Minus von 2,9 Prozent zu Buche. Bei den 20 SMI-Werten standen sich am Freitag 14 Kursgewinner und 6 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 41,8 (zuvor: 41,94) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten reduzierten sich die Aktien von Richemont nach den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2021/22 um 13,1 Prozent. "Die Rentabilität für das Gesamtjahr war enttäuschend, aber die starke Nachfrage ist ermutigend", sagte Jean-Philippe Bertschy von Vontobel. Alle Geschäftsbereiche des Luxuskonzerns wiesen Margen auf, die unter den Erwartungen lagen, da die Ausgaben für Marketing und Kommunikation gestiegen seien. Das starke Umsatzwachstum in den Geschäftsbereichen Schmuck und Uhren sei jedoch ein Zeichen für die gute Nachfrage nach den Produkten der Gruppe. Im Gefolge ging es für die Swatch-Aktie um 3,2 Prozent nach unten.

International markets

Europe

Etwas fester sind die europäischen Aktienmärkte am Freitag aus dem Handel gegangen. Anfangs deutlichere Kursgewinne bröckelten, als die US-Börsen nach einer positiven Eröffnung nach unten abdrehten. Marktteilnehmer sprachen von den üblichen Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende. Der DAX stand zum Handelsschluss 0,7 Prozent höher bei 13.982 Punkten, der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,5 Prozent auf 3.657 Zähler. Für Kauflaune sorgte die chinesische Notenbank (PBoC), die den Leitzins für Kredite mit einer Laufzeit von fünf Jahren oder länger gesenkt hat. Die Senkung kam unerwartet und weckte die Hoffnung, der Zinserhöhungsdruck könnte weltweit bald wieder zuende gehen. Weil in China der Inflationsdruck nicht so stark ausgeprägt ist, haben die Geldpolitiker dort allerdings auch Spielraum für derlei konjunkturstützende Massnahmen, während andernorts die Zinsen derzeit teils deutlich steigen. Im DAX ging es quer durch alle Branchen nach oben: Gesucht waren vor allem konjunkturnahe Werte wie Siemens, die um 2,3 Prozent zulegten. Im Automobilsektor, der europaweit ein Plus von 0,5 Prozent aufwies, waren besonders die Aktien der Zulieferer gefragt. Bei Conti und Vitesco ging es bis zu 1,7 Prozent nach oben, bei Faurecia in Frankreich um 2,0 Prozent. Selbst die Lieferdienste verbuchten wieder Kursgewinne, allen voran Hellofresh mit 2,3 Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank notierte nur optisch 1,4 Prozent im Minus, sie wurde mit einem Dividendenabschlag von 0,20 Euro gehandelt. Bei Metro (+2,8%) stützte ein möglicher Verkauf des Indien-Geschäfts.

United States

Auch zum Wochenausklang haben die Rezessionssorgen an der Wall Street im Fokus gestanden. Nach einem volatilen Verlauf, mit zeitweise erneut kräftigen Abgaben, konnten sich die Indizes im späten Handel wieder weitgehend erholen. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 drehten sogar leicht ins Plus. Der S&P-500 war zwischenzeitlich in den Bärenmarktmodus gerutscht - definiert durch einen 20-prozentigen Einbruch seit dem jüngsten Hoch. Es dominierten weiterhin die Befürchtungen um eine deutliche Abschwächung der Konjunktur, ausgelöst durch die geplanten Zinserhöhungen der US-Notenbank, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Auch der kleine Verfall sorgte für zusätzliche Volatilität.mDer Dow-Jones-Index gewann 9 Punkte auf 31.262 Punkte. Der S&P-500 stieg um einen Punkt. Für den Nasdaq-Composite ging es dagegen um 0,3 Prozent nach unten. An der Nyse standen 1.463 (Donnerstag: 1.709) Kursgewinnern 1.808 (1.574) -verlierer gegenüber, unverändert schlossen 134 (138) Titel. Auf der anderen Seite hat die auf Sportschuhe spezialisierte Einzelhandelskette Foot Locker (+4,1%) mit ihrem Quartalsausweis positiv überrascht. Das Unternehmen ist zudem zuversichtlich, das obere Ende seiner Prognosespannen erreichen zu können.

Asia

Zum Start in die neue Woche lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Während in Tokio ermutigende Quartalsausweise japanischer Unternehmen als Stimmungsaufheller wirken, lastet auf den chinesischen Börsen die Befürchtung, dass die hohe Inflation und steigende Zinsen die Aussichten der Weltwirtschaft eintrüben. In Schanghai sinkt der Composite-Index um 0,5 Prozent. Verkauft werden vor allem Aktien von Spirituosenherstellern. Wuliangye Yibin fallen in Shenzhen um 2,7 Prozent, Kweichow Moutai geben in Schanghai um 1,3 Prozent nach.

Bonds

US-Anleihen legten mit den neuerlichen Verlusten am Aktienmarkt zu. Die überraschende Senkung der Zinsen in China hatte zwischenzeitlich für einen leicht erhöhten Risiko-Appetit der Anleger gesorgt. Doch mit den andauernden Rezessionssorgen setzte wieder die Suche nach dem "sicheren Hafen" Anleihen ein, hiess es.

Analysis

BoA senkt Alstom-Ziel auf 16 (17) EUR – Underperform

JPM erhöht Generali-Ziel auf 23,50 (23) EUR – Overweight

Barclays erhöht Südzucker auf 13,10 (12,50) EUR – Equalweight

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.