Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 19.05.2022
Morning news

Siemens Energy bestätigt "Erwägungen" über Gamesa-Delisting

Topic of the day

Siemens Energy (+1,3%) prüft ein Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der Tochtergesellschaft Siemens Gamesa mit dem Ziel eines Delistings des Windkraft-Unternehmens von der spanischen Börse. "Das Ergebnis dieser Erwägung ist offen", heisst es allerdings in einer Ad-hoc-Mitteilung des Münchner Konzerns, mit dem dieser auf entsprechende Berichte der Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters reagiert. "Es wurde keine Entscheidung getroffen und es gibt keinerlei Gewissheit, dass es zu einer Transaktion kommt.“ Bloomberg hatte berichtet, Siemens Energy wolle ein Übernahmeangebot für die ausstehenden 33 Prozent Gamesa-Aktien schon in der nächsten Woche vorlegen. Siemens Gamesa schossen um 12,7 Prozent nach oben, nachdem die Aktie zeitweise vom Handel ausgesetzt war.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Trading Ideen?
https://de.swissquote.com/trading/investment-products/yield-boosters

Swiss stocks

Mit einem deutlichen Minus hat der Aktienmarkt in der Schweiz den Handel zur Wochenmitte beendet. Der Leitindex SMI fiel um 1,3 Prozent auf 11.579 Punkte. Alle 20 SMI-Werte schlossen den Handel mit Abgaben. Umgesetzt wurden 34,89 (zuvor: 32,02) Millionen Aktien. Für die Aktien von Holcim ging es um 1,3 Prozent nach unten. Die Ermittlungen gegen den konzerneigenen Zementhersteller Lafarge wegen seiner Syrien-Geschäfte werden in Frankreich fortgesetzt. Logitech hielten sich mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 58,32 Franken etwas besser als der Gesamtmarkt. Die UBS hat die Aktie auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft und das Kursziel auf 81 von 73 Franken angehoben.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlicher im Minus geschlossen. Der DAX beendete den Handel 1,3 Prozent leichter bei 14.008 Zählern, der Euro-Stoxx-50 verlor 1,4 Prozent auf 3.691 Punkte. Die Berichtssaison liefert vor allem für die europäischen Werte zur Wochenmitte Impulse. So brachen die Aktien der ABN Amro nach Zahlenausweis um knapp 12 Prozent ein. Zwar haben die Gewinnkennziffern die Erwartungen der Analysten an das erste Quartal übertroffen. Negativ wurde aber gesehen, dass auch die Kosten deutlich über den Schätzungen lagen, und zwar um 9 Prozent. Zudem legte die Bank kein neues Aktienrückkaufprogramm auf. Positiv stellten die Analysten der UBS heraus, dass das EBITDA der Euronext (+3,9%) im ersten Quartal in Höhe von 246,7 Millionen Euro die Konsenserwartungen um 10 Prozent übertreffen konnte, da die Kosten niedriger als erwartet ausfielen und der Umsatz leicht über den Erwartungen lag. Für die Aktie der Internetholding Prosus ging es um 4,3 Prozent nach unten, nachdem Tencent desaströse Zahlen veröffentlicht hatte. Der chinesische Social-Media- und Videospielekonzern Tencent, die grösste Beteiligung im Portfolio der Niederländer, hat wegen regulatorischer Massnahmen der Regierung, eines mauen Anzeigengeschäfts und hoher Kosten im ersten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Bei einem nahezu stabilen Umsatz sackte der Nettogewinn um 51 Prozent auf umgerechnet 3,2 Milliarden Euro. Die Aktien von Tui fielen um fast 13 Prozent, nachdem der Reiseveranstalter am Vorabend eine Kapitalerhöhung um rund 10 Prozent des Grundkapitals angekündigt hatte. Wieder einmal gab es in der Presse Ideen zur Fusion der Commerzbank (+3%), und wieder einmal wurde die italienische Unicredit als potenzieller Fusionspartner genannt.

United States

Die Sorgen vor einer Rezession haben zur Wochenmitte an der Wall Street für einen Ausverkauf gesorgt. Verstärkt wurden diese durch erneut schwache Zahlen aus dem Einzelhandelssektor. Marktteilnehmer sprachen auch von den Nachwirkungen der Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell am Vortag. Der Dow-Jones-Index rutschte klar unter die Marke von 32.000 Punkten. Powell hatte gesagt, dass die entschlossene Bekämpfung der Inflation durch die Fed für die Amerikaner schmerzhaft sein könne. Er signalisierte, dass die US-Notenbank auch eine höhere Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen würde. Der Dow-Jones-Index verlor 3,6 Prozent auf 31.490 Punkte und verzeichnete damit den grössten Tagesverlust seit dem 11. Juni 2020. Der S&P-500 fiel um 4,0 Prozent und der Nasdaq-Composite rutschte um 4,7 Prozent ab. An der Nyse wurden 542 (Dienstag: 2.485) Kursgewinner und 2.790 (845) -verlierer gezählt, unverändert schlossen 83 (110) Titel. Die enttäuschenden Erstquartalszahlen sorgten für einen Absturz der Target-Aktie um 24,9 Prozent. Gestiegene Kosten haben die Marge der Discount-Supermarktkette gedrückt und werden nach Aussage des Unternehmens voraussichtlich auch den Rest des Geschäftsjahrs belasten. Im Gefolge ging es für die Walmart-Aktie um weitere 6,8 Prozent abwärts. Am Vortag war die Aktie nach ebenfalls enttäuschenden Quartalszahlen um 11,4 Prozent abgestürzt. Durchwachsene Geschäftszahlen hat die Baumarktkette Lowe's vorgelegt. Im Gegensatz zum Wettbewerber Home Depot am Dienstag hat Lowe's die Jahresziele nicht angehoben, sondern nur bestätigt. Die Aktie verlor 5,3 Prozent.

Asia

Die ostasiatischen Aktienmärkte können sich am Donnerstag der extrem schwachen Entwicklung an der Wall Street vom Vortag nicht entziehen. Während sich die Börse in Schanghai mit einem ganz kleinen Minus noch am besten schlägt, betragen die Verluste an den anderen Plätzen der Region bis zu 2,3 Prozent in Hongkong. In Tokio verliert der Nikkei-225-Index 1,9 Prozent auf 26.392 Punkte. Aktien aus dem als besonders zinsempfindlich geltenden Techniksektor weisen die grössten Verluste auf. In Hongkong geht es beispielsweise für Meituan um 3,3 und für Alibaba um 5,1 Prozent nach unten. Tencent büssen 6,6 Prozent ein. Der Social-Media- und Videospielekonzern hat wegen regulatorischer Massnahmen der Regierung, eines mauen Anzeigengeschäfts und hohen Kosten im ersten Quartal einen Gewinneinbruch um 51 Prozent berichtet - den grössten seit dem Börsengang.

Bonds

Anleihen fanden wieder verstärkt Käufer, nachdem die Treasurys am Dienstag kräftig abverkauft worden waren. Die erneuten falkenhaften Aussagen von US-Notenbankpräsident Powell hatten den Renditen am Vortag Rückenwind verliehen, aber Inflations- und Wachstumsängste trieben Anleger wieder in Anleihen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasury-Anleihe fiel um 8 Basispunkte auf 2,888%. Die Rendite der 2-jährigen blieb nahezu unverändert.

Analysis

Berenberg senkt Ziel Credit Agricole auf 11,50 (12,30) EUR - Hold

Citi startet Vodafone wieder mit Buy - Ziel 165 p

Dt. Bank erhöht Engie-Ziel auf 15,50 (14) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.