Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 17.05.2022
Morning news

McDonald's belastet Russland-Rückzug mit 1,2 bis 1,4 Milliarden Dollar

Topic of the day

McDonald's (-0,4%) zieht sich wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine aus Russland zurück und hat mit dem Verkauf seines gesamten Restaurantportfolios begonnen. Das Unternehmen rechnet in diesem Zusammenhang mit einer Belastung von 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar, um die Kosten für den Rückzug zu decken. Das Unternehmen strebt laut Mitteilung einen Verkauf an einen lokalen Käufer an und wird versuchen, die künftige Beschäftigung der 62.000 Mitarbeiter zu einem Teil der Bedingungen zu machen. In der Ukraine bleiben die McDonald's-Restaurants vorerst geschlossen, obwohl die Mitarbeiter weiterhin bezahlt werden und das Unternehmen Hilfs- und Rettungsmassnahmen für Flüchtlinge in ganz Europa unterstützt. Aufgrund der Einmalbelastung in Russland rechnet der Konzern für 2022 mit einer operativen Marge von etwa 40 Prozent. Die bereinigte operative Marge sieht der Konzern im mittleren 40-Prozent-Bereich. Die Investitionen dürften sich auf zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Dollar belaufen. Die McDonald's-Aktien haben seit Jahresbeginn 9 Prozent verloren, der Dow Jones Industrial Average 11,4 Prozent.

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Swiss stocks

Der Aktienmarkt in der Schweiz hat zu Wochenbeginn seine positive Tendenz vom Freitag fortgesetzt. Der SMI verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 11.672 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 34,57 (zuvor: 34,25) Millionen Aktien. Angeführt wurde die Gewinnerliste von den defensiven Index-Schwergewichten Novartis (+1,4%) und Roche (+1,1%). Für die Nestle-Papiere ging es um 0,6 Prozent nach oben. Dagegen verloren die Aktien des Zementherstellers Holcim 0,8 Prozent. Den Ausstieg in Indien werteten die Analysten der UBS als strategisch relevant für das Unternehmen. Der Verkauf von Beteiligungen für insgesamt 6,4 Milliarden Franken sei am Markt von vielen erwartet worden. Berenberg sah den Holcim-Strategiewechsel mit der Abkehr aus Indien kritisch.

International markets

Europe

Nach dem Plus zum Wochenausklang ist es an den europäischen Aktienmärkten am Montag wieder nach unten gegangen. Der DAX fiel 0,5 Prozent auf 13.964 Punkte, die Indexmitglieder Fresenius und Porsche wurden ex Dividende gehandelt. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,5 Prozent auf 3.685 Zähler nach. Für die Aktie von Valneva ging es um 19 Prozent nach unten. Auslöser war die Ankündigung, dass die Europäische Union ihre Vorkaufvereinbarung für den Impfstoff gegen Covid-19 des französischen Pharmaunternehmens aufgekündigt hatte. In dem mit der EU-Kommission geschlossenen Kaufvertrag war das Recht eingeräumt worden, den Vertrag zu kündigen, sollte der Impfstoff bis Ende April keine Zulassung von der EU-Arzneimittelbehörde erhalten haben. Valneva hat nun nach eigenen Angaben ab dem 13. Mai 30 Tage Zeit, um eine Marktzulassung noch zu bekommen oder einen akzeptablen Sanierungsplan vorzuschlagen. Vodafone gewannen dagegen 1,9 Prozent: Den Grund liefert die Nachricht, dass sich die Emirates Telecommunications Group mit knapp 10 Prozent beteiligt. Der Wert des Pakets lag bei umgerechnet etwa 4 Milliarden Dollar. Ein Kursgewinner im DAX waren Sartorius mit 2,0 Prozent Plus, nachdem sie von der UBS auf "Kaufen" hochgestuft worden waren. Continental und Vitesco fielen bis zu 3,2 Prozent. Die Analysten von JP Morgan hatten bei vielen Autozulieferern die Kursziele drastisch gekappt. Faurecia in Paris fielen 1,2 Prozent. Unter den Airline-Aktien belasten Ryanair. Die Gesellschaft sah sich nicht zu einem belastbaren Ausblick zur Höhe des Gewinns im Geschäftsjahr in der Lage. Die Aktien gaben 1,7 Prozent nach. Deutlich fester gegen den Markt mit 4,8 Prozent Plus zeigten sich die Aktien der französischen Supermarktkette Casino dank ihrer Verkaufspläne für Greenyellow.

United States

Nach der Erholung am Freitag hat sich die Wall Street zu Wochenbeginn mit einer uneinheitlichen Tendenz gezeigt. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 32.223 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,4 Prozent. In den vergangenen sechs Wochen hatte der S&P-500 jeweils Abschläge verbucht und steht damit kurz vor dem Bärenmarktmodus - einem 20-prozentigen Einbruch seit dem jüngsten Hoch. Für den Nasdaq-Composite ging es um 1,2 Prozent nach unten. An der Nyse wurden insgesamt 1.751 (Freitag: 2.663) Kursgewinner und 1.576 (695) -verlierer gezählt, unverändert schlossen 105 (111) Titel. Unter den Einzelwerten stand die Twitter-Aktie mit einem Abschlag von 8,2 Prozent weiter unter Druck. Elon Musk teilte mit, die Rechtsabteilung des Kurzbotschaftendienstes beschuldige ihn, eine Geheimhaltungsvereinbarung verletzt zu haben. Musk hatte am Freitag erklärt, dass seine 44 Milliarden Dollar teure Übernahme des Unternehmens auf Eis gelegt sei, wodurch die Aktien des Unternehmens um fast 10 Prozent eingeknickt waren. Der Kurs von Spirit Airlines kletterte um 13,5 Prozent. Laut Wall Street Journal plant Jetblue Airways (-6,1%) ein feindliches Gebot für den Wettbewerber. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil, der auch ein führender Raffineriebetreiber ist, setzten ihre Rally angesichts steigender Rohölpreise und hoher Raffineriemargen fort. Für die Papiere ging es um 2,4 Prozent nach oben. Chevron waren mit einem Plus von 3,1 Prozent Tagessieger im Dow.

Asia

Angeführt von einem kleinen Kursfeuerwerk in Hongkong geht es an den ostasiatischen Aktienmärkten am Dienstag mit den Aktienkursen nach oben. Der HSI in Hongkong macht einen Satz um über 2 Prozent, wobei Technikaktien die Aufwärtsbewegung mit einem Plus von über 4 Prozent anführen. In Schanghai geht es dagegen lediglich um 0,3 Prozent nach oben, und auch an den Nachbarbörsen werden kleinere Brötchen gebacken. Der Tokioter Nikkei-Index kommt um 0,3 Prozent voran auf 26.632 Punkte. Für Zuversicht - nicht nur an den chinesischen Börsen - sorgt, dass in Schanghai nach den Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab 1. Juni die Beschränkungen allmählich wieder aufgehoben werden und zu einer Normalisierung des Lebens zurückgefunden werden soll. Unter den Einzelwerten geht es in Tokio mit dem Aktienkurs des Getränkeherstellers Asahi Group Holdings um 11 Prozent nach unten, nachdem der Nettogewinn im ersten Quartal um 87 Prozent eingebrochen ist.

Bonds

Die Rentennotierungen drehten mit den schwachen US-Daten ins Plus - die Renditen fielen damit. Anleger kauften nun wegen der trüben Konjunkturaussichten Rentenpapiere. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen sank um 4 Basispunkte auf 2,890%. Der Satz der zweijährigen blieb mit 2,590% nahezu unverändert.

Analysis

Jefferies erhöht Ziel SMA Solar auf 35 (33) EUR - Underperf.

Berenberg erhöht Vitesco-Ziel auf 48 (42) EUR - Hold

Citi senkt Ziel Credit Suisse auf 8,00 (9,40) CHF - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.