Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 11.05.2022
Morning news

Pfizer übernimmt HBM-Portfoliogesellschaft Biohaven Pharmaceuticals für USD 11.6 Milliarden

Topic of the day

HBM Healthcare Investments gibt heute bekannt, dass ihr Portfoliounternehmen Biohaven Pharmaceuticals (NYSE: BHVN) für USD 11.6 Milliarden in bar durch Pfizer (NYSE: PFE) übernommen wird. Der Übernahmepreis von USD 148.50 je Biohaven Aktie entspricht einem Aufschlag von rund 78 Prozent zum Tagesschlusskurs vom 9. Mai 2022. Die Aktionäre von Biohaven erhalten ausserdem Aktien von «New Biohaven», einem neuen börsenkotierten Unternehmen, das Biohaven's Nicht-CGRP-Pipeline-Präparate in der Entwicklungsphase behalten wird. HBM Healthcare Investments hält rund 0.45 Millionen Aktien von Biohaven im Gesamtwert von USD 67 Millionen auf Grundlage des Übernahmepreises. Nach der Übernahme von Sierra Oncology durch GlaxoSmithKline im April und von Zogenix durch UCB im Januar ist dies bereits die dritte Übernahme aus dem Portfolio der börsenkotierten Unternehmen der HBM Healthcare Investments im laufenden Kalenderjahr 2022.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Trading Ideen?
https://de.swissquote.com/trading/investment-products/yield-boosters

Swiss stocks

Nach sechs Tagen mit Verlusten in Folge hat der Schweizer Aktienmarkt am Dienstag mit Aufschlägen geschlossen. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 11.542 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursgewinner und vier -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 38,41 (zuvor: 41,14) Millionen Aktien. Zu den gesuchten Aktien gehörten Zykliker. So gewannen ABB 1,2 Prozent und Geberit 3,3 Prozent. Holcim lagen mit plus 2,2 Prozent ebenfalls gut im Markt. Stützend wirkten Aussagen von JSW-Chairman Sajjan Jindal gegenüber der Financial Times. Dort hatte er ein Gebot für das Indien-Geschäft von Holcim, konkret Ambuja Cement and ACC, für 7 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Laut Reuters soll auch Adani Group Interesse haben. Der Wert des Deals könnte also noch wesentlich höher ausfallen und sogar das doppelte Volumen erreichen, hiess es mit Verweis auf einen Insider. AMS-Osram verteuerten sich um 1,4 Prozent. Das Unternehmen trennt sich von ihrem Geschäft für dynamische Beleuchtung.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten ist die Abwärtswelle erst einmal gestoppt: Am Dienstag haben sich die Kurse deutlich erholt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,8 Prozent auf 3.555 Punkte. Der DAX stieg um 1,2 Prozent auf 13.535 Punkte. Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sprach von "der Stunde der Schnäppchenjäger". Nach dem erneuten DAX-Einbruch um fast 1.000 Punkte innerhalb weniger Handelstage sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis im DAX sei nun so günstig wie zuletzt 2018. Diejenigen, die aktuell den Mut aufbrächten, Aktien zu kaufen, hätten damit ein "ganz starkes Kaufargument". Titel im DAX waren Bayer, die um 5,4 Prozent stiegen. Bayer hat zum Jahresauftakt von einem starken Agrargeschäft profitiert. Der bereinigte operative Gewinn kletterte um 27,5 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro und übertraf die Markterwartungen deutlich. Getrieben wurde das Ergebnis von erheblichen Preis- und Absatzsteigerungen bei Crop Science, vor allem im Geschäft mit Unkrautvernichtern. Munich Re (+1,5%) hat den Gewinn im ersten Quartal trotz Belastungen durch Unwetter, Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg gesteigert. Der Nettogewinn des Rückversicherers stieg auf 608 von 589 Millionen Euro. Analysten hatten in einem vom Unternehmen selbst veröffentlichten Konsens 597 Millionen Euro prognostiziert.

United States

Die Wall Street hat den Dienstag nach einem wechselhaften Handel uneinheitlich beendet. Damit wurde ein Grossteil der Eröffnungsgewinne im Handelsverlauf wieder aufgefressen. Die Aufschläge waren ohnehin nicht kraftvoll ausgefallen, denn in den vergangenen drei Sitzungen hatte der marktbreite S&P-500 insgesamt 7,2 Prozent eingebüsst. Es war der höchste Dreitagesverlust seit März 2020, als die Welt mit der Coronapandemie konfrontiert worden war. Diesmal drückten die Stagflationsängste. Der Dow-Jones-Index verlor 0,3 Prozent auf 32.161 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewannen dagegen 0,2 bzw 1,0 Prozent. An der Nyse wurden insgesamt 1.336 (Montag: 389) Kursgewinner und 2.031 (3.051) -verlierer gezählt, unverändert schlossen 105 (84) Titel. Groupon sackten um 12,5 Prozent ab, nachdem der Gutscheinvermittler im ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht ist. Ausserdem senkte das Unternehmen seine EBITDA-Prognose für das Jahr 2022. Um gut 1 Prozent legten Novavax zu. Der Impfstoffhersteller hat im ersten Quartal erstmals einen Gewinn erzielt, verfehlte allerdings damit und mit dem Umsatz die Erwartungen des Markts. Zynga verloren 1,4 Prozent. Der Anbieter von Online-Spielen hat im ersten Quartal schlechter abgeschnitten als erwartet. Anleger konzentrierten sich zudem auf die anstehende Übernahme durch Take-Two Interactive Software, hiess es. Mit einem Plus von 6,1 Prozent reagierten Microchip Technology auf die Geschäftszahlen des Halbleiterherstellers. Trotz Kapazitätsengpässen hat das Unternehmen in seinem vierten Geschäftsquartal die Konsensschätzungen übertroffen. Auch der Ausblick von Microchip überzeugte.

Asia

Zur Wochenmitte lässt sich an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz ausmachen. In China sind Verbraucher- und Erzeugerpreise auf Jahressicht etwas stärker gestiegen als erwartet. Allerdings hat sich die Teuerung gemessen an den Erzeugerpreisen im April auf Monatssicht etwas verlangsamt. Das weckt Hoffnungen, dass die chinesische Notenbank (PBoC) ihre Geldpolitik noch etwas lockern könnte.

Bonds

Neben dem Dollar profitierten erneut die US-Renten von der schlechten Marktstimmung. Trotz der Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen fielen die Renditen mit den anziehenden Rentennotierungen. Die Zehnjahresrendite ist wieder unter die Marke von 3 Prozent gerutscht.

Analysis

Citi senkt Zalando-Ziel auf 37 (48) EUR – Neutral

BoA senkt Ziel Deutsche Bank auf 11 (11,70) EUR – Neutral

UBS senkt Eon-Ziel auf 10,25 (11) EUR – Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.