Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 08.04.2022
Morning news

Berkshire Hathaway steigt mit 11 Prozent bei HP ein

Topic of the day

Am Aktienmarkt schossen HP um fast 15 Prozent nach oben, nachdem Berkshire Hathaway, die Dachanlagegesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett, einen Anteil von 11,4 Prozent an dem Hersteller von Personalcomputern und Druckern erworben hatte. Wie aus einer Veröffentlichung von Berkshire hervorgeht, wurden 120,95 Millionen Anteile der HP Inc erworben. Die Beteiligung hat somit einen Wert von rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Das in Palo Alto, Kalifornien, ansässige Unternehmen HP hob Ende Februar seine jährliche Gewinnprognose an. HP meldete für die ersten drei Monate seines Geschäftsjahres einen starken Absatz von Computern BTB, warnte jedoch, dass die russische Invasion in der Ukraine das zweite Quartal beeinträchtigen würde. Letzten Monat vereinbarte HP den Kauf von Poly, einem Hersteller von Produkten für die Arbeitsplatzkommunikation, für 1,7 Mrd. US-Dollar, eine Strategie, die auf die zunehmende Bedeutung der flexiblen Arbeitsorganisation setzt.

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Swiss stocks

Der Schweizer Aktienmarkt sticht innerhalb Europas weiter mit relativer Stabilität hervor. Das Marktbarometer SMI legte am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 12.372 Punkte zu und war damit Spitzenreiter unter den relevanteren europäischen Indizes. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und 9 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 39,79 (Mittwoch: 44,26) Millionen Aktien. Erneut waren es dem aktuellen schwierigen Umfeld mit steigenden Zinsen und dem Krieg in der Ukraine geschuldet, insbesondere defensive Aktien, die stabilisierten; zumal diese im SMI teils auch noch schwer gewichtet sind. Novartis und Roche gewannen 1,0 Prozent, an der Spitze lag mit Alcon (+2,0%) eine weitere Aktie aus dem Gesundheitssektor. Swisscom legten um 1,4 Prozent zu; auch Telekommunikationsunternehmen gelten neben Pharma- und Versorgungsunternehmen als wenig zyklisch, also relativ rezessionsresistent. Swiss Re rangierten mit einem Minus von 1,1 Prozent am Ende, nur noch unterboten von UBS (-1,3%).

International markets

Europe

Nach dem deutlichen Rücksetzer des Vortages haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag erneut im Minus geschlossen. Der DAX schloss 0,5 Prozent tiefer bei 14.078 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,6 Prozent auf 3.802 Zähler nach unten. Von Unternehmensseite war die Nachrichtenlage vergleichsweise dünn. Nach Medienberichten, dass der US-Finanzinvestor Blackstone mit der italienischen Unternehmerfamilie Benetton an einer möglichen Übernahmeofferte für die italienische Infrastrukturholding Atlantia arbeite, ging es für die Aktie um knapp 7 Prozent nach oben. Die Holding-Gesellschaft der Benetton-Familie ist gegen eine mögliche Zerschlagung der italienischen Atlantia SpA. Derweil strebt ACS eine mehrheitliche Übernahme des Autobahn-Mautgeschäfts von Atlantia an. Positiv wurde an der Börse die Perspektive für Gerresheimer gewertet, für die Aktie ging es um gut 5,4 Prozent nach oben. Die Aktie von Verbio stieg um 5,6 Prozent, nachdem die Analysten von Hauck & Aufhäuser das Kursziel angehoben hatten. Der belgische Ölreeder Euronav will mit dem norwegischen Wettbewerber Frontline fusionieren, um Marktführer auf dem Tankermarkt zu werden. Frontline kündigte die Fusion mit der belgischen Euronav zur Schaffung eines globalen Öltankergeschäfts im Wert von 4,2 Milliarden Dollar an. Frontline, zu 39 Prozent im Besitz des norwegischen Milliardärs und Schifffahrtsmagnaten John Fredriksen, teilte mit, dass der reine Aktientausch auf einem Umtauschverhältnis von 1,45 Frontline-Aktien für jede Euronav-Aktie beruhe, weshalb die Euronav-Aktionäre rund 59 Prozent der kombinierten Gruppe hielten und die Frontline-Aktionäre 41 Prozent. An der Börse wurde der Schritt als strategisch sinnvoll eingestuft. Für die Aktie von Euronav ging es um 6,5 Prozent nach oben, Frontline gaben dagegen um 9 Prozent nach.

United States

Nach den insbesondere bei Technologieaktien schwachen Vortagen ist es an der Wall Street am Donnerstag nach zwischenzeitlich weiteren Verlusten doch noch zu einer kleinen Erholung gekommen. Der Dow legte um 0,3 Prozent auf 34.584 Punkte zu, der S&P-500-Index um 0,4 Prozent und die techniklastigeren Nasdaq-Indizes um bis zu 0,2 Prozent. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.657 (Mittwoch: 1.008) Kursgewinner, 1.655 (2.356) -verlierer und 120 (102) unveränderte Titel. Für etwas Rätselraten sorgte das Minus von 0,7 Prozent bei Levi Strauss, denn der Jeanshersteller übertraf im ersten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Prognosen des Marktes. Möglicherweise enttäuschte aber der nur bestätigte Ausblick. Einige Analysten hatten zudem ihre Kursziele gesenkt. Conagra Brands schlossen trotz eines enttäuschenden Ausblicks knapp im Plus. Immerhin übertraf der Umsatz des Lebensmittelherstellers die Marktschätzungen. Überzeugende Geschäftszahlen des Getränkeherstellers Constellation Brands wurden mit einem Plus von 4,6 Prozent honoriert. Der vom US-Konzern Walmart (+1%) kontrollierte Online-Händler Flipkart will 2023 statt in diesem Jahr an die US-Börse gehen und erhöhte sein Bewertungsziel von 50 Mrd. US-Dollar auf 60 Mrd. bis 70 Mrd. US-Dollar, wie Reuters am Donnerstag berichtete. Der Pharmakonzern Pfizer (+4,3%) kündigte am Donnerstag die Übernahme des nicht börsennotierten Biotechnologieunternehmens ReViral für bis zu 525 Millionen US-Dollar an. Twitter (-5,4%) blieb volatil, nachdem Elon Musk seine Beteiligung an dem sozialen Netzwerk und seine Ernennung zum Vorstandsmitglied bekannt gegeben hatte. Banken reagieren besonders empfindlich auf Inflation und Geldpolitik. Am Donnerstag gehörten Finanzwerte zu den frühen Verlierern des S&P 500, erholten sich aber später wieder. Der KBW Nasdaq Bank Index fiel um 0,7 % und verzeichnete damit den siebten Rückgang und die längste Verlustserie seit 2018. Bank of America (-0,8%) gab zum neunten Mal in Folge nach.

Asia

Überwiegend mit leichten Abgaben zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien zum Wochenausklang. So drehen der Nikkei-225 in Tokio und der Kospi in Seoul im Verlauf leicht ins Minus. Auch für den Schanghai-Composite (-0,1%) und den Hang-Seng-Index (-0,6%) geht es nach unten. Die Autoaktien legten leicht zu, obwohl die Daten zeigten, dass die Pkw-Verkäufe in China im März aufgrund der Sperrung von Covid-19 um 15 % gegenüber dem Vorjahr zurückgingen.

Bonds

Am Anleihenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries am Donnerstag um weitere 5 Basispunkte auf 2,650%, nachdem sie in den letzten beiden Sitzungen um 19 Basispunkte zugelegt hatte. Der Zinssatz für zweijährige Anleihen fiel um 2 Basispunkte auf 2,462%, wodurch das Risiko einer dauerhaften Inversion der Zinskurve abnahm.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.