Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 07.04.2022
Morning news

Samsung erwartet Rekordumsatz im ersten Quartal

Topic of the day

Samsung Electronics hat im ersten Quartal von der hohen Nachfrage nach Speicherchips und der erfolgreichen Markteinführung seiner neuen Premium-Smartphones profitiert. Der südkoreanische Konzern rechnet mit einem Anstieg des operativen Gewinns um 50 Prozent und einem Rekordumsatz. Die Zahlen liegen über den Analystenerwartungen. Samsung geht für die drei Monate Januar bis März von einem operativen Gewinn von 14,1 Billionen Won aus. Der Umsatz dürfte um 18 Prozent auf rund 77 Billionen Won gestiegen sein. Analysten hatten in einem von S&P Market Intelligence erhobenen Konsens mit einem operativen Gewinn von 13,5 Billionen Won und einem Umsatz von 74,9 Billionen Won gerechnet. Die vollständigen Zahlen wird Samsung im April veröffentlichen. Der Konzern gilt als Gradmesser für die Technologiebranche. Den Großteil seines Gewinns erzielt das Unternehmen mit Halbleitern, es hat eine dominante Marktposition bei Speicherchips. Im ersten Quartal blieben sowohl die Preise für DRAM- als auch für NAND-Speicherchips hoch.

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Swiss stocks

Der Schweizer Aktienmarkt hat auch am Mittwoch davon profitiert, dass insbesondere die Pharma-Schwergewichte Roche und Novartis sich dem Abwärtsdruck in ganz Europa entziehen konnten. Der SMI büßte daher mit 0,5 Prozent auf 12.320 Punkte deutlich weniger ein als andere Marktbarometer in Europa. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursverlierer und fünf -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 44,26 (Dienstag:37,96) Millionen Aktien. Novartis gewannen 2,4 und Roche 1,4 Prozent. An dritter Stelle im SMI rangierte die ebenfalls als eher defensiv geltende Swisscom-Aktie (+1,2%). Lonza verzeichneten ein Minus von 0,8 Prozent. Das Unternehmen hat zu einem nicht genannten Preis ein automatisiertes System für die aseptische Probenahme aus Bioreaktoren an Merck abgegeben. Deutlich abwärts ging es mit Richemont (-5,7%). Der Luxusproduktehersteller dürfte wie andere Branchenunternehmen in Europa auch das ausfallende Geschäft in Russland und der Ukraine vergleichsweise stark zu spüren bekommen. Swatch verbilligten sich um 3,4 Prozent. Auch der verlängerte Lockdown in Schanghai belastete.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der DAX gab um 1,9 Prozent auf 14.152 Punkte nach und schloss damit in Sichtweite der Marke von 14.000, der Euro-Stoxx-50 sank um 2,4 Prozent auf 3.825 Zähler. Belastend wirkte das weiterhin sehr angespannte geopolitische Umfeld: Neben dem Ukraine-Krieg verwiesen Marktteilnehmer auf die zuletzt stark gestiegenen Marktzinsen in den USA und in Europa in Erwartung einer strafferen Geldpolitik. Die US-Notenbank dürfte im Mai den Leitzins um 50 Basispunkte erhöhen. Positiv wurde an der Börse der Zwischenbericht von Imperial Brands gewertet, für die Aktie ging es gegen den schwachen Markttrend um 3,3 Prozent nach oben. Die Analysten von Jefferies werteten die Aussagen des Tabakkonzerns als leicht positiv. Siemens Energy verloren 6,4 Prozent - hier drückten auch Abgaben von 5,6 Prozent bei der Tochter Siemens Gamesa. Der dänische Versorger Orsted hatte eine Sperrzone für alle Offshore-Windparks eingerichtet hat, die den 3,6-4-MW-Turbinentyp von Siemens Gamesa verwenden, nachdem sich ein Turbinenrotor im Anholt-Windpark gelöst hatte. Im DAX zeigten sich Delivery Hero und Hellofresh nach den jüngsten Erholungsschüben mit Abschlägen von bis zu 9,5 Prozent - belastet von Gewinnmitnahmen. Für Zalando ging es um 6,9 Prozent nach unten. Nach einer Abstufung durch HSBC gaben Ströer 4,6 Prozent nach. Seit längerem steht die Aktie von LPKF unter Druck, nun haben die Analysten von Stifel ihr Kursziel von 42 auf 25 Euro zusammengestrichen. LPKF fielen 5,4 Prozent auf 12,53 Euro.

United States

Erneut angeführt von den Technologiewerten ist es am Mittwoch an den US-Börsen weiter abwärts gegangen. Belastend wirkten die weiter steigenden Marktzinsen, was vor allem den als besonders zinsempfindlich geltenden Technik- und Wachstumswerten zusetzte. Der Dow-Jones-Index büsste 0,4 Prozent auf 34.497 Punkte ein und schloss damit über 200 Punkte über dem Tagestief. Gestützt wurde er von Gewinnen eher defensiver und relativ schwerer Aktien wie United Health, Johnson & Johnson, Walmart und Amgen. Der S&P-500 gab dagegen um 1,0 Prozent nach, die techniklastigen Nasdaq-Indizes um bis zu 2,2 Prozent. An der Nyse gab es nach vorläufigen Angaben 1.008 (Dienstag: 655) Kursgewinner, 2.356 (2.707) -verlierer und 102 (118) unveränderte Titel. Unter den steigenden Zinsen litten am Aktienmarkt unter anderem Immobilienaktien. Pultegroup verloren 2,7, Lennar 4,3 oder D.R. Horton 4,0 Prozent. Rivian Automotive büsst 5 Prozent ein. Der Elektroautomobilhersteller hat bei Produktion und Auslieferungen die selbst gesteckten Ziele zwar erreicht, im Handel hieß es aber, die Markterwartungen an die Auslieferungen für 2022 lägen teils deutlich höher als die Rivian-Prognose. Jetblue Airways verloren weitere 8,7 Prozent. Raymond James hat die Aktie abgestuft. Die Fluggesellschaft hat ein Gebot für die Billigfluglinie Spirit Airlines abgegeben und fordert damit den Konkurrenten Frontier Airlines heraus. Am Vortag hatten Spirit mit diesen Gerüchten um über 20 Prozent zugelegt. Nun büssten sie 2,4 Prozent ein. Tilray Brands gewannen 2,9 Prozent. Das auf Cannabis spezialisierte Pharmaunternehmen schrieb im zurückliegenden Quartal wieder schwarze Zahlen und übertraf damit die Konsenserwartung. Advent Technologies reagierten mit einer Kursexplosion um über 75 Prozent auf die Nachricht einer Technologie-, Umsatz und Entwicklungspartnerschaft mit Hyundai.

Asia

Erneut mit Abgaben zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. In Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index nach zwischenzeitlichen Gewinnen um 1,3 Prozent nach unten. Der Schanghai-Composite verliert 1,0 Prozent. Der Nikkei gibt 1,8% nach, während der Kospi um 1,4% sinkt. Die Aktien von Samsung Electronics reduzieren sich um 0,7 Prozent, obwohl der Technologie-Konzern eine positive Prognose für das erste Quartal gegeben hat. Die Papiere des Internetkonzerns Kakao fallen um 4,8 Prozent und für SK Hynix geht es um 0,4 Prozent abwärts. Auch LG Electronics geben 1,3 Prozent ab.

Bonds

Am Anleihenmarkt stieg die Rendite der zehnjährigen US-Treasury-Anleihe zur Wochenmitte erneut um 4 Basispunkte auf 2,596%, nachdem sie am Dienstag um 15 Basispunkte zugelegt hatte. Die zweijährige Anleihe gab dagegen um 4 Basispunkte auf 2,486% nach, nachdem sie am Dienstag um fast 10 Basispunkte gestiegen war.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.