Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 29.03.2022
Morning news

US-Parlamentarier fordern von Credit Suisse Dokumente wegen Sanktionen an

Topic of the day

Die Credit Suisse ist wegen der Russland-Sanktionen ins Visier der US-Politik geraten. Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses forderten in einem Brief an CEO Thomas Gottstein Informationen über die Finanzierung von Yachten und Flugzeugen an, die möglicherweise sanktionierten Personen gehören. Die Abgeordneten reagierten damit auf Berichte, nach denen Credit Suisse Investoren eines jüngsten Deals mit Schuldtiteln angewiesen haben soll, Informationen im Zusammenhang mit Geschäften mit reichen Kunden zu vernichten. Mit dem Deal, über den die Financial Times erstmals im Februar berichtet hatte, hat die Bank ihr Exposure bei Krediten im Volumen von 2 Milliarden Dollar an reiche Kunden zur Finanzierung von Yachten und Jets reduziert. Laut FT war in einer Präsentation für den Deal von vier Kreditausfällen in den Jahren 2017 und 2018 aufgrund von US-Sanktionen gegen russische Oligarchen die Rede.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Trading Ideen?
https://de.swissquote.com/trading/investment-products/yield-boosters

Swiss stocks

Leichte Gewinne hat der Schweizer Aktienmarkt am Montag verzeichnet. Sinkende Rohstoffpreise, vor allem beim Rohöl, sorgten für eine verhaltene Kaufbereitschaft. Der SMI gewann 0,3 Prozent auf 12.156 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 40,68 (zuvor: 27,21) Millionen Aktien. Logitech folgte den Technologiewerten an der US-Börse Nasdaq nach oben. Teilnehmer begründeten die Stärke mit wieder nachgebenden Marktzinsen, nachdem diese am frühen Montag noch vorgerückt waren. Technologiewerte gelten als anfällig gegenüber steigenden Zinsen. Die Aktie gewann 1 Prozent. Lediglich optisch verbilligt zeigte sich das ABB-Papier. Die Aktie wurde ex Dividende gehandelt und gab 2,1 Prozent ab. Die Verluste in dem Titel lagen mit 62 Rappen aber unter der Zahlung, die sich auf 82 Rappen beläuft. Adecco fielen um 2,1 Prozent. Die Analysten von JP Morgan haben die Aktie abgestuft auf Underweight von Neutral.

International markets

Europe

Europas Börsen sind mit Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 14.417 Punkte, schloss damit aber klar unter dem Tageshoch bei 14.628. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,5 Prozent auf 3.887. Gestützt wurde die Stimmung von einem deutlichen Rückgang der Ölpreise und der Preise für andere Rohstoffe. Marktteilnehmer sprachen von einer Gegenbewegung auf die jüngsten Trends. Die Nachrichtenlage war zu Wochenbeginn wenig verändert, der Terminkalender weitgehend leer. Gefragt waren Logistik-Aktien. Sie waren am Morgen noch als mögliche Verlierer wegen des Lockdowns von Schanghai gesehen worden, profitierten dann aber von der Aussicht auf steigende Preise. Moeller-Maersk stiegen um 4,3 Prozent, Hapag-Lloyd um 5,7 Prozent und Kuehne & Nagel um 4,1 Prozent. Auch andere Logistiker wie Deutsche Post legten um 2,2 Prozent zu. Generali stiegen zu Wochenbeginn um 3,7 Prozent. Hintergrund war die Nachricht, dass sich der Versicherer mit sofortiger Wirkung von dem für Österreich und Zentral- und Osteuropa zuständigen Manager Luciano Cirina getrennt hat. Anleger setzten auf ein Ende des Machtkampfs bei Generali. Cirina war auf einer Liste von Nominierungen für das Board des Konzerns aufgetaucht, die der Grossaktionär Francesco Gaetano Caltagirone aufgestellt hat. Er will das jetzige Management ablösen. Barclays gaben 4,1 Prozent nach. Die Bank erwartet Kosten von 450 Millionen Pfund nach Steuern, nachdem sie im Rahmen ihrer US-Shelf-Registrierung festgestellt hat, zu viele Wertpapiere emittiert zu haben. Laut Shore Capital entspricht dies in etwa 2 Prozent der Marktkapitalisierung von Barclays. Der Verlust sei schmerzhaft, aber verkraftbar, hiess es.

United States

Die US-Börsen haben am Montag mit Aufschlägen geschlossen. Der nachgebende Ölpreis bestimmte die Kurse ebenso wie Marktzinsen, Inflationssorgen und Meldungen zu den bevorstehenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 34.956 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Nasdaq-Composite gewann 1,3 Prozent. Dabei standen 1.548 (Freitag: 1.630) Kursgewinnern 1.794 (1.692) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 130 (104) Titel. Hoffnung schöpften die Anleger aus neuen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, die am Dienstag in der Türkei stattfinden sollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft signalisiert, die Frage der Neutralität seines Landes zu prüfen. Derweil berichtete die Financial Times, Russland beharre nicht länger auf der sogenannten "Entnazifizierung" der Ukraine, also einem Regimewechsel. Der E-Autobauer Tesla will auf seiner Jahreshauptversammlung die Zustimmung der Aktionäre zu einer Erhöhung der Aktienanzahl einholen. Die Aktionäre sollen die zusätzlichen Papiere in Form einer Dividende erhalten, erklärte Tesla in einer Eingabe an die US-Börsenaufsicht SEC. Das wäre der zweite Aktiensplit innerhalb von zwei Jahren. Die Aktie verteuerte sich um 8 Prozent. AT&T stiegen um 0,1 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Pläne für eine Aktienaufspaltung nach der Fusion von WarnerMedia und Discovery Inc. präzisiert hat. Demnach sollen für jede AT&T-Aktie am 4. April steuerfrei 0,24 Aktien von Warner Bros ausgegeben werden, die dann unter Warner Bros. Discovery notiert werden sollen.

Asia

Die Aktienmärkte in Ostasien schliessen sich am Dienstag der freundlichen Tendenz an der Wall Street vom Montag an. Mit Ausnahme von Schanghai, wo der Composite-Index um 0,4 Prozent nachgibt, geht es mit den meisten Indizes moderat nach oben. In Festlandchina bremst die rigorose Lockdown-Politik Pekings zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Kauflust. Der Tokioter Nikkei-Index verbessert sich um 0,6 Prozent auf 28.119 Punkte.

Bonds

Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg am Montag zeitweise auf über 2,51 Prozent, den höchsten Stand seit Anfang 2019. Später kamen die Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve aber wieder zurück, was vor allem Technologiewerte nach oben brachte. Sie gelten als besonders anfällig gegenüber steigenden Zinsen.

Analysis

JP Morgan senkt Adecco auf Underweight (Neutral) – Ziel 42 (50) CHF

CS senkt Philips-Ziel auf 31 (32,50) EUR – Neutral

BoA senkt Ryanair-Ziel auf 19 (19,50) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.