Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 28.03.2022
Morning news

EU einigt sich auf stärkere Kontrolle von Google, Amazon und Co.

Topic of the day

Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten haben sich auf eine stärkere Kontrolle von Onlineriesen wie Google, Apple und Amazon geeinigt. Sie billigten ein Marktkontrollgesetz, das den Konzernen in Europa deutlich strengere Regeln zum Nutzerschutz auferlegt. Mit dem sogenannten Digital Markets Act (DMA) will die EU wettbewerbsschädliches Verhalten der grossen Internet-Unternehmen unterbinden - zum Wohl von kleineren Konkurrenten wie auch den Verbrauchern. Die Regeln sollen nämlich nur für Digitalkonzerne gelten, die einen Börsenwert von 75 Milliarden Euro haben oder einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden Euro. So sollen die Internet-Giganten ihre eigenen Angebote nicht mehr auf Kosten der Konkurrenz bevorzugen dürfen. Relevant für Apple ist beispielsweise die Vorschrift, auch andere App-Stores als den hauseigenen zuzulassen, andere Zahlungssysteme zu erlauben und die Löschung vorinstallierter Apps zu ermöglichen.

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Swiss stocks

Die Berg- und Talfahrt hat sich am schweizerischen Aktienmarkt auch zum Wochenausklang fortgesetzt. Für den SMI ging es nach den Vortagesgewinnen moderat nach unten. Dabei bewegte sich der Index in einer engen Handelsspanne, was Ausdruck erhöhter Zurückhaltung der Investoren war. Zudem seien vor dem Wochenende Risiken abgebaut worden, hiess es. Der SMI reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 12.122 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursverlierer und neun -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 27,21 (zuvor: 36,56) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten fielen ABB um 1,0 Prozent. Der Maschinen- und Elektrotechniker will erneut für 3 Milliarden Dollar eigene Aktien binnen eines Jahres zurückkaufen. Das übersteige die bisher erwartete Ausschüttung von 1,2 Milliarden Dollar aus dem Verkauf der Power-Grid-Sparte, hiess es im Handel. Novartis legten um 0,3 Prozent zu. Das Blutkrebsmedikament Jakavi des Arzneimittelkonzerns und seines Partners Incyte steht vor einer erweiterten EU-Zulassung. Die Aktien der Versandapotheke Zur Rose (+0,4%) erholten sich nur leicht vom Kurseinbruch des Vortages nach enttäuschenden Ergebnissen für das vergangene Jahr. Nun gab es eine Reihe negativer Analysten-Kommentare.

International markets

Europe

An den europäischen Börsen hat sich zum Wochenausklang keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Die grossen Indizes schlossen überwiegend wenig verändert: Der DAX konnte sich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 14.306 Punkte gut behaupten, und der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,1 Prozent auf 3.868 Punkte. Gefragt waren wieder Aktien der rohstoffnahen Basic Resources sowie die Titel der Öl- und Gas-Industrie, getrieben von weiter steigenden Rohstoffpreisen. Doch des einen Freud' ist bekanntlich des anderen Leid: Deutlich im Minus schlossen Industrie-Aktien, Bautitel und die Papiere der Banken. Im DAX bauten Infineon ihre Gewinne um 2,3 Prozent aus. Der Sprung auf ein neues Zwei-Wochenhoch habe für Anschlusskäufe gesorgt, so ein Händler. "Nach dem Kurseinbruch wird Technologie zunehmend als Schnäppchen gesehen", sagte er. Im DAX zogen neben Infineon auch MTU mit 1,6 Prozent Plus deutlich an. Bayer stiegen um 1,8 Prozent und Fresenius Medical Care um 2,6 Prozent. Auch Deutsche Börse konnten sich mit einem Plus von 2,1 Prozent überdurchschnittlich verbessern, die hohen Schwankungen sorgen für gute Börsenumsätze. Eckert & Ziegler haussierten mit Aufschlägen von knapp 12 Prozent. "Der Aktienkurs hat sich seit dem Winter mehr als halbiert, da ist Raum für positive Reaktionen auf gute Nachrichten", sagte ein Händler. Der Medizintechniker will auch dieses Jahr weiter wachsen, dazu soll die Dividende erhöht werden. Vitesco stiegen um 0,6 Prozent. Zunächst hatte die Margenerwartung noch enttäuscht, sie scheint mit dem jüngsten Kursrückgang aber eingepreist zu sein. Die Analysten der Citigroup bescheinigten Vitesco Technologieführerschaft auf dem strukturell wachsenden Markt für Elektroantriebe. Ihr Kursziel liegt beim Doppelten des aktuellen Niveaus.

United States

Nach einem volatilen Handel hat die Wall Street zum Wochenausklang mit einer uneinheitlichen Tendenz geschlossen. Die Indizes pendelten dabei in recht engen Spannen um die Schlussstände des Vortages. Vor allem der weiter anhaltende Ukraine-Krieg und die Aussicht auf aggressivere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank standen weiter im Fokus. Die bereits im Wochenverlauf stark gestiegenen Ölpreise legten erneut zu und verstärkten damit weiterhin die Inflationssorgen. Wegen des nahenden Wochenendes kam es auch zu einer Minimierung der Risiken. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 34.861 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,5 Prozent nach oben. Der Nasdaq-Composite verlor dagegen 0,2 Prozent. Dabei standen 1.630 (Donnerstag: 2.183) Kursgewinnern 1.692 (1.145) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 104 (132) Titel. Unter den Einzelwerten fielen die in den USA gelisteten Papiere von Nio um 9,4 Prozent, nachdem der Viertquartalsausweis des chinesischen Herstellers von Elektroautos nicht in allen Punkten überzeugt hat. Apple (+0,4%) hat erstmals seine Argumente im viel beachteten Rechtsstreit mit dem "Fortnite"-Hersteller Epic Games vor einem Berufungsgericht ausführlich dargelegt. Der iPhone-Hersteller forderte, dass die Entscheidung einer Richterin, wonach das Unternehmen gegen das kalifornische Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstösst, aufgehoben werden sollte. Johnson & Johnson (+1,0%) und Legend Biotech (-5,1%) haben vom Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur die Empfehlung zur Zulassung der zellbasierten Therapie Carvykti für bestimmte Patienten mit Blutkrebs erhalten.

Asia

Die ostasiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Montag im Handelsverlauf mehrheitlich wenig bewegt im Bereich ihrer Vorwochenschlussstände. Dabei zeigen sich die Indizes vielfach von anfänglichen Verlusten erholt. Der Nikkei-Index in Tokio gibt um 0,4 Prozent nach auf 28.048 Punkte. Der deutlich fallende Yen sorgt für keinen Rückenwind.

Bonds

Am US-Anleihemarkt stiegen die Renditen zum Wochenschluss wieder deutlich, nachdem sie am Vortag bereits stark zugelegt hatten. Rendite-Treiber blieb vor allem die Aussicht auf einen aggressiveren Zinskurs der US-Notenbank angesichts der hohen Inflation.

Analysis

BoA senkt Ziel Zur Rose auf 250 (280) CHF – Buy

Citi senkt Jungheinrich-Ziel auf 28,50 (48) EUR – Neutral

JPM erhöht Eon-Ziel auf 12,50 (12,00) EUR – Neutral

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.