Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 25.03.2022
Morning news

Credit Suisse erleidet auf den Bermudas teure juristische Niederlage

Topic of the day

Die Credit Suisse hat einen Gerichtsprozess auf den Bermudas verloren und geht davon aus, dass die juristische Niederlage die Bank mehr als 500 Millionen US-Dollar kosten wird. Ein Gericht werde in Kürze ein negatives Urteil gegen die Credit Suisse Life Bermuda, eine lokale Versicherungstochter der Bank, veröffentlichen, teilte die Schweizer Großbank mit. Im Hinblick auf Aussagen einer mit der Angelegenheit vertrauten Person handele es sich um die Klage eines georgischen Milliardärs, der behauptete, die Bank habe sein Geld falsch verwaltet. Die Credit Suisse hat Jahre damit verbracht, die Ansprüche von Bidzina Iwanischwili, einem ehemaligen georgischen Premierminister, abzuwehren. Er verklagte die Bank auf den Bermudas und in Singapur wegen Untreue und behauptete, er habe 800 Millionen Dollar durch gefälschte Geschäfte verloren, die sein in Genf ansässiger Privatbankier Patrice Lescaudron getätigt habe. Iwanischwili verlangte vor dem Obersten Gericht von Bermuda 400 Millionen Dollar Schadenersatz, wo ein fünfwöchiger Prozess im Dezember endete. Lescaudron wurde 2018 in der Schweiz wegen Betrugs und Fälschung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Credit Suisse gaben um 0,7 Prozent nach.

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Swiss stocks

Die Schaukelbörse hat sich am schweizerischen Aktienmarkt am Donnerstag fortgesetzt. Derweil hat die Schweizer Notenbank SNB keine Änderung ihrer Geldpolitik vorgenommen. Der Einlagensatz blieb unverändert bei minus 0,75 Prozent. Die Inflationsprognose wurde aber mehr als verdoppelt auf 2,1 Prozent für das aktuelle Jahr. Im Dezember hatte die Erwartung noch bei 1,0 Prozent gelegen. Devisenmarkt-Interventionen hält sich die Notenbank weiterhin offen, geht jedoch beim Thema Konjunktur weiter von einer Erholung aus - trotz des Ukraine-Krieges. Der Franken legte nach der SNB-Entscheidung leicht zu. Der US-Dollar fiel auf 0,9312 Franken nach Wechselkursen im Hoch von 0,9349. Der SMI verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 12.130 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und acht -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 36,56 (zuvor: 29,64) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Zur Rose um 12,7 Prozent abwärts. Trotz eines kräftigen Wachstums hat die Versandapotheke den Verlust im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Weiterhin hänge das Unternehmen an der Einführung des E-Rezepts in Deutschland, so Teilnehmer. Novartis gewannen dagegen 0,7 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Pharmaunternehmen grünes Licht für sein Medikament Pluvicto zur Behandlung einer bestimmten Form von Prostatakrebs gegeben.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Donnerstag nach einem volatilen Verlauf mit kleinen Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 0,1 Prozent auf 14.274, der Euro-Stoxx-50 büßte 0,2 Prozent auf 3.863 ein. Für Telecom Italia ging es an der Mailänder Börse um 8,4 Prozent nach oben. US-Finanzinvestor KKR hat sein Interesse an der Telecom Italia Medienberichten zufolge bekräftigt. Kräftig nach oben um 7,1 Prozent ging es auch bei Daimler Truck. Als überraschend positiv beurteilten Marktteilnehmer den Ausblick: So liege die Umsatzerwartung etwa 5 Prozent über den Erwartungen. Auch die Prognose für die EBIT-Marge von 7 bis 9 Prozent sehe verglichen mit der Markterwartung von 7,7 Prozent gut aus. Delticom rauschten dagegen nach Vorlage der Zahlen um fast 30 Prozent ins Minus. Heidelcement verloren 4,4 Prozent. Nach enttäuschend aufgenommenen Ausblicken brachen Jungheinrich um 17 Prozent und SGL um 8,8 Prozent ein. Morphosys gewannen 9,3 Prozent auf 26,11 Euro. Berenberg hat die Aktie mit "Buy" und einem Kursziel von 65 Euro gestartet. Für Renault ging es an der Pariser Börse um 0,8 Prozent nach unten. Grund war der Produktionsstopp des russischen Werks des Autobauers. Renault prüft derzeit Optionen für seine Beteiligung an Avtovaz, dem Hersteller von Lada. Renault hält 68 Prozent. Wenig Konkretes sahen Händler im Ausblick von Online-Apotheke Zur Rose, der Mutter von Doc Morris. Die Aktien setzten ihren Kursabsturz daher um weitere 12,7 Prozent fort. Zur Rose hänge weiterhin an der Einführung des E-Rezepts in Deutschland.

United States

Der Wechsel zwischen steigenden und fallenden Kursen hat sich auch am Donnerstag an der Wall Street fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 1,0 Prozent auf 34.708 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 1,4 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite gewann 1,9 Prozent. Dabei standen den 2.074 (Mittwoch: 1.172) Kursgewinnern 1.256 (2.138) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 113 (137) Titel. Gesucht waren vor allem Halbleiteraktien wie Nvidia (+9,8%) und Intel (+6,9%). Hier setzen Investoren darauf, dass die hohe Nachfrage die Logistikprobleme in den Hintergrund drängt. Für die Uber-Aktie ging es um 5 Prozent aufwärts, nachdem der Fahrdienstvermittler eine Vereinbarung getroffen hat, die alle New Yorker Taxis in seiner App auflistet. HB Fuller gewannen 0,7 Prozent, nachdem der Klebstoffhersteller bei Vorlage von Zahlen zum ersten Geschäftsquartal seine Ertragsziele für das laufende Jahr erhöht hatte. Nicht gut kamen Zahlen und Ausblick von KB Home (-4,6%) an. Das auf Eigenheime spezialisierte Bauunternehmen klagte unter anderem über Lieferkettenprobleme.

Asia

Auch zum Wochenausklang setzt sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz durch. Der Composite-Index in Schanghai verliert 0,6 Prozent. Noch deutlicher geht es in Hongkong (-2,1%) abwärts. Der Technologiesektor sackt um gut 4 Prozent ab. Unter den Einzelwerten verbilligen sich JD.com um 4,7 Prozent. Netease gaben um 4,2 Prozent nach. Der japanische Aktienmarkt (+0,1%) zeigt sich gut behauptet. In Seoul (+0,1%) dämpfen Inflation und Lieferkettenprobleme die Stimmung. Der jüngste Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea schürt zusätzlich Angst vor geopolitischen Risiken.

Bonds

Am Anleihemarkt stiegen die Renditen am Donnerstag wieder, nachdem sie am Vortag vom höchsten Stand seit 2019 zurückgekommen waren. Anleger verwiesen auf die deutlich besseren Einkaufsmanagerindizes. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen legte um fast 7 Basispunkte auf 2,360% zu. Jene der zweijährigen Anleihen stieg um 3 Basispunkte auf 2,135%.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.