Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 26.01.2022
Morning news

Microsoft mit starkem Cloud-Geschäft und Ausblick

Topic of the day

Microsoft hat im zweiten Geschäftsquartal dank des starken Cloud-Geschäfts mehr verdient als erwartet. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn kletterten in den drei Monaten kräftig. Gleichwohl gab die Aktie in im nachbörslichen US-Handel zunächst nach, da einige Investoren mit einem noch stärkeren Wachstum des Cloud-Geschäfts gerechnet hatten. Der Ausblick für das dritte Quartal in der anschliessenden Telefonkonferenz sorgte dann aber für gute Stimmung. Microsoft berichtete für das im Dezember beendete Quartal einen Nettogewinn von 18,8 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Steigerung um 21 Prozent. Der Umsatz knackte erstmals die Marke von 50 Milliarden Dollar, er stieg um 20 Prozent auf 51,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten das Ergebnis auf 17,5 Milliarden Dollar geschätzt und den Umsatz auf 50,7 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie im Quartal betrug 2,48 (Vorjahr: 2,03) Dollar. Die Analysten hatten nach einem Factset-Konsens mit lediglich 2,32 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

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Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Dienstag einen kleinen Teil seiner drastischen Vortagesverluste wettgemacht. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 11.946 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 55,71 (zuvor: 69,11) Millionen Aktien. Derweil nimmt die Bilanzsaison auch in der Schweiz Fahrt auf. Hier überzeugte Logitech. Die Aktie verteuerte sich um 6,1 Prozent, nachdem der Hersteller von Computerzubehör nicht nur überraschend gute Geschäftszahlen veröffentlicht, sondern auch den Ausblick erhöht hatte. Gekauft wurde auch die als defensiv geltende Swisscom-Aktie, die um 2,5 Prozent zulegte. Givaudan stiegen um 0,6 Prozent. Die Aussicht auf steigende Zinsen gab den Aktien der Versicherer Rückenwind. Swiss Life, Swiss Re und Zurich verbuchten Kursgewinne zwischen 2,0 und 2,7 Prozent. Bei den Banken stiegen UBS um 1,6 Prozent. Eine Gewinnwarnung drückte derweil den Kurs von Credit Suisse um 0,9 Prozent. Unter den Nebenwerten gaben Swatch um 3,9 Prozent nach.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten konnten sich die Kurse am Dienstag etwas erholen. Der DAX gewann knapp 0,8 Prozent auf 15.124 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,6 Prozent auf 4.078 Punkte zu. Gekennzeichnet war die Entwicklung im DAX weiterhin von schnellen und auch immer noch relativ grossen Tendenzwechseln zwischen knapp 15.000 und gut 15.200 Punkten. Etwas gestützt wurde die Stimmung vom ifo-Geschäftsklima-Index, der entgegen den Erwartungen deutlich zugelegt hat auf 95,7 von 94,7 im Dezember. Die Deutsche Bank meint, das Szenario eines kräftigen Aufschwungs bleibe damit intakt. Im DAX stiegen Fresenius Medical Care bei grossen Umsätzen um 6,6 Prozent und Deutsche Bank um 2,9 Prozent. Auf der anderen Seite gaben Delivery Hero 2,9 Prozent ab und Hellofresh 1,3 Prozent. Im MDAX stiegen Commerzbank um 4,3 Prozent auf 7,42 Euro, nachdem Morgan Stanley das Kursziel auf 9,10 Euro erhöht hat von 8,90 Euro. In Europa legten die Stoxx-Branchenindizes der Banken, der Ölkonzerne und der Telekom-Unternehmen mit Pluszeichen von über 2 Prozent am stärksten zu. Der Index der Technologie-Aktien schloss sich der Rally nicht an und gab um weitere 0,8 Prozent nach. In Europa stützte auch die Berichtssaison die Stimmung. Nach IBM am Montagabend hat am Morgen auch Ericsson unerwartet starke Zahlen zu Umsatz und Gewinn vorgelegt. Zudem wurde im Handel die Bruttomarge gelobt, die auf 43,5 Prozent stieg. Der Markt feierte die Zahlen mit einem Aktienplus von 7,6 Prozent. Im Fahrwasser gewannen Adva Optical 8 Prozent. Lufthansa standen im Blick mit möglichem Kaufinteresse in Italien. Die Airline und die Reederei MSC haben ihr Interesse an der Mehrheit der ITA Airways offiziell bekundet. Marktteilnehmer fürchten jedoch erneuten Kapitalbedarf, um den Zukauf zu stemmen, die Lufthansa-Aktien zogen um 1,8 Prozent an.

United States

Nervosität hat auch am Dienstag den Handel an der Wall Street geprägt und die Indizes zeitweise deutlich nachgeben lassen. Ähnlich wie am Montag setzten im späten Handel Gelegenheitskäufe ein und liessen die Kurse ihre Verluste verringern. Allerdings waren die Kursausschläge bei weitem nicht so spektakulär wie zu Wochenbeginn und der Dreh ins Plus blieb den Märkten versagt. Neben Unsicherheiten rund um den künftigen Zinskurs der US-Notenbank verunsichert derzeit die andauernde Ukraine-Krise die Anleger. Ermutigende Signale von der gerade anlaufenden Bilanzsaison linderten jedoch die Bedenken etwas. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss noch 0,2 Prozent niedriger, nachdem er im Tagestief über 2 Prozent im Minus gelegen hatte. Angeführt wurde der Dow von American Express (Amex) und IBM, deren Zahlenausweise positiv aufgenommen wurden. Der S&P-500 gab um 1,2 Prozent nach. Für den Nasdaq-Composite ging es um 2,3 Prozent nach unten. Dabei verzeichneten 1.462 (Montag: 1.518) Titel Kursgewinne während 1.953 (1.966) Verlierer gesehen wurden und 111 (110) Titel unverändert schlossen. Für die Aktie von IBM ging es um 5,7 Prozent nach oben. Der Konzern steigerte im vierten Quartal Umsatz und Gewinn zum Vorjahr überraschend deutlich. Ausserdem zeigte sich IBM-Chef Arvind Krishna zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr.

Asia

Das Warten auf die US-Notenbank dominiert am Mittwoch das Geschehen an den ostasiatischen Börsen. Erneut negative US-Vorgaben - insbesondere für Technik –und Wachstumsaktien – werden weitgehend abgeschüttelt, nach den heftigen Verlusten am Vortag tendieren die meisten Indizes gut behauptet. In Sydney findet wegen eines Feiertags kein Handel statt. Während in Tokio der Nikkei-Index nach einer Erholung von den Tagestiefs nur noch 0,2 Prozent im Minus liegt bei 27.081 Punkten, geht es mit den Indizes in Seoul, Schanghai und Hongkong ganz leicht nach oben. Freundlich tendieren Singapur und Malaysia.

Bonds

Am Anleihemarkt sanken die Notierungen mit der zeitweisen Erholung des Aktienmarkts etwas. Die US-Zehnjahresrendite stieg um gut 1 Basispunkt auf 1,78 Prozent.

Analysis

UBS senkt Zalando-Ziel auf 96,50 (101) EUR – Buy
UBS erhöht Natwest auf Buy (Neutral) – Ziel 290 (230) p
UBS erhöht HSBC-Ziel auf 590 (500) p – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.