Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 20.01.2022
Morning news

Bank of America steigert Gewinn um fast 30 Prozent

Topic of the day

Die Quartalsergebnisse von Bank of America und Morgan Stanley übertrafen die Markterwartungen. Bank of America hatte im vierten Quartal dank höherer Einnahmen sowie einer Auflösung von Risikorückstellungen deutlich mehr verdient und die Gewinnerwartungen übertroffen. Der Aktienkurs stieg um 0,4 Prozent. Morgan Stanley hat den Gewinn im Schlussquartal 2021 ebenfalls stärker gesteigert als erwartet. Die Bank profitierte von höheren Einnahmen, die vor allem der Vermögensverwaltung und dem Investmentbanking zu verdanken waren. Die Titel kletterten um 1,8 Prozent. Der Nettogewinn von Bank of America legte in den drei Monaten bis Ende Dezember um 28 Prozent auf 7,0 Milliarden US-Dollar zu. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,82 Dollar. Die Erträge stiegen um 10 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar. Die Erträge stiegen damit konzernweit schneller als die Kosten, die wegen höherer Vergütungsausgaben um 6 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar zulegten. Gestützt wurde das Ergebnis zudem von einer Auflösung von 489 Millionen Dollar bei den Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite, die die Bank auf dem Höhepunkt der Pandemie vorgenommen hatte. Mit ihrem deutlichen Gewinnwachstum heben sich die beiden Grossbanken von anderen US-Banken ab, die in den vergangenen Tagen Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt haben. Sowohl Goldman Sachs wie auch JP Morgan und Citigroup verdienten im Schlussquartal weniger.

Swiss stocks

Der SMI verlor am Mittwoch knapp 4 Punkte auf 12.526. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 37,43 (zuvor: 34,34) Millionen Aktien. Von sehr starken Geschäftszahlen sprachen Marktteilnehmer mit Blick auf Richemont, die Aktie legte um 5,1 Prozent zu. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember habe der Luxusgüterkonzern die Umsatzerwartung um gut 10 Prozent übertroffen, hieß es. Im Schlepptau kletterten Swatch um 2,6 Prozent. Mit Burberry hatte ein weiterer europäischer Luxusgüteranbieter mit guten Geschäftszahlen geglänzt. "Luxus läuft", sagte ein Händler. ABB (+1,4%) wurden von den RBC-Analysten hochgestuft. Sika (+2,2%) profitierten von einem positiven Jefferies-Kommentar. Die Citigroup hatte Zurich (+0,2%) hoch- und Swiss Life (-2,9%) abgestuft. Adecco (+3%) wurden von einem positiven Analystenkommentar gestützt. Die UBS hatte den Titel auf "Kaufen" hochgenommen, nachdem die Bank zuvor zum Verkauf geraten hatte. Unter den Nebenwerten zogen Poenina (+1,5%) und Burkhalter (+0,5%) an. Beide Haustechniker prüfen eine mögliche Fusion. Orascom Development legten nach Geschäftsausweis um 1,7 Prozent zu.

International markets

Europe

Nach einem sehr volatilen Handel haben Europas Börsen am Mittwoch etwas fester geschlossen. Steigende Renditen an den Anleihemärkten hatten die Stimmung zunächst stärker belastet. Überwiegend gute Geschäftszahlen stützten die Stimmung. Der DAX schloss 0,2 Prozent höher bei 15.810 Punkten, im Tagestief stand er bei 15.630 Punkte. Für den Euro-Stoxx ging es um 0,2 Prozent auf 4.268 Punkte nach oben. Burberry gewannen 6,3 Prozent, nachdem auch das britische Branchenunternehmen die Erwartungen übertraf. Im Sog kletterten LVMH und Kering um bis zu 3,7 Prozent. Dagegen knickte der Kurs von Leoni um 10,6 Prozent ein. Hier belastete, dass das Bundeskartellamt gegen verschiedene Kabelhersteller und weitere branchennahe Gesellschaften Ermittlungen aufgenommen hat. Pearson erhöhten sich um 4,4 Prozent. Das Verlagshaus hat einen Zwischenbericht gegeben, der laut Händlern auf einen unerwartet starken Gewinn- und Umsatzanstieg im abgelaufenen Jahr hindeutet. Nach guten Geschäftszahlen und einem angehobenen Ausblick gewannen Aurubis 7,8 Prozent. Hauptsächlich Short-Eindeckungen sahen Händler hinter teils deutlichen Kursgewinnen bei Aktien der Lieferdienste und Onlinehändler: Für Zalando ging es 3,4 Prozent nach oben, Delivery Hero und Hellofresh gewannen jeweils 2,1 Prozent. Qiagen stiegen um 2,0 Prozent - hier stützten wieder aufkommende vage Übernahmespekulationen.

United States

Nach den kräftigen Abgaben des Vortages hat die Wall Street zur Wochenmitte erneut im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index gab 1,0 Prozent auf 35.029 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite verloren 1,0 bzw. 1,1 Prozent. An der Nyse gab es 1.129 (Dienstag: 546) Kursgewinner und 2.229 (2.897) -verlierer. Unverändert schlossen 128 (98) Titel. Anders verhielt es sich mit positiven Geschäftsausweisen, die für etwas Zuversicht sorgten. Überzeugende Geschäftszahlen hatten Bank of America und Morgan Stanley vorgelegt. Auch Unitedhealth und Procter & Gamble lagen mit ihren Ergebnissen über den Erwartungen. Im Bankensektor gerieten U.S. Bancorp (-7,8%) unter Druck. Die Bank legte durchwachsene Geschäftszahlen vor. Im Handel wurden sinkende Einnahmen und höhere Arbeitskosten moniert. Der US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) verbuchte trotz gestiegener Preise ein weiteres Quartal mit starkem Umsatzwachstum. P&G hatte die Umsatzprognose für das am 30. Juni zu Ende gehende Geschäftsjahr trotz der Erwartung höherer Kosten angehoben. Die Gesellschaft geht davon aus, diese weiterreichen zu können. Die Aktie zog um 3,4 Prozent an. Unitedhealth (+0,3%) schnitt im vierten Quartal und Gesamtjahr 2021 besser ab als gedacht und bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr. SoFi Technologies schossen indes um 13,7 Prozent empor. Der Anbieter von Finanztechnologie erhielt von den Regulierungsbehörden eine Banklizenz.

Asia

Am Donnerstag dominieren an den Börsen in Ostasien die positiven Vorzeichen. An der Tokioter Börse, die am Mittwoch mit Abstand die heftigsten Verluste in der Region verzeichnete, erholt sich der Nikkei-225-Index nun um 1,1 Prozent. Sogar um 2,3 Prozent aufwärts geht es in Hongkong. Dagegen hält sich das Plus in Schanghai mit 0,3 Prozent in Grenzen. Der chinesische Sektor hingegen hatte am Mittwoch stark zugelegt. Country Garden verbessern sich in Hongkong um 6,4 Prozent, Country Garden Services sogar um gut 15 Prozent. Für Longfor Group geht es um 3,9 Prozent nach oben. China Aoyuan liegen 3,2 Prozent im Plus, obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben Zinszahlungen nicht leisten kann, die in diesem Monat eigentlich fällig wären. Der Kurs des taumelnden Immobilienriesen China Evergrande steigt um 7,6 Prozent. Technologiewerte trotzen den negativen Vorgaben der US-Branchenvertreter, die schon seit einiger Zeit unter den Zinserhöhungsplänen der US-Notenbank leiden. Meituan legen um 8,8, Alibaba um 4,8 und Tencent um 2,3 Prozent. AAC Technologies brechen dagegen um gut 10 Prozent ein; das Unternehmen hat vor einem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr gewarnt.

Bonds

Die Preise für US-Staatsanleihen stiegen am Mittwoch leicht an und drückten die Renditen. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen sank von 1,866 % am Dienstag auf 1,826 %. Die Renditen der zinssensiblen zweijährigen US-Staatsanleihen fielen von 1,038 % am Dienstag auf 1,022 %. Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen stieg am Mittwoch auf bis zu 0,021 %, nachdem sie über 30 Monate lang im negativen Bereich gehandelt worden war.

Analysis

Berenberg erhöht UBS-Ziel auf 20,50 (18,50) CHF - Buy
Jefferies erhöht Santander-Ziel auf 3,50 (3,30) EUR - Hold
Liberum senkt Ziel Air France-KLM auf 2 (3) EUR - Sell

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.