Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 14.01.2022
Morning news

Tesco profitiert von starkem Weihnachtsgeschäft

Topic of the day

Der britische Einzelhändler Tesco hat dank starker Umsätze im Weihnachtsgeschäft die Jahresprognose leicht angehoben. Das nach Marktanteil grösste britische Lebensmittelhändler teilte mit, dass der flächenbereinigte Einzelhandelsumsatz in den 19 Wochen bis zum 8. Januar im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen ist, im dritten Geschäftsquartal um 2,4 Prozent und in der Weihnachtszeit um 3,2 Prozent. Der operative Gewinn im Einzelhandel soll 2021/22 nun leicht über den bislang anvisierten 2,5 bis 2,6 Milliarden Pfund Sterling liegen. "Trotz des zunehmenden Kostendrucks und der Herausforderungen in der Lieferkette in der Branche haben wir weiter investiert, um die Verfügbarkeit zu sichern, unser Engagement für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verdoppelt und unser bisher stärkstes Weihnachtssortiment angeboten", sagte CEO Ken Murphy. Deshalb habe Tesco seinen Marktanteil vergrössern können.

Swiss stocks

Leichte Abgaben hat der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag verzeichnet. Teilnehmer verwiesen dabei auf ein insgesamt recht volatiles Geschäft. Mit der negativen Tendenz der Wall Street rutschte der SMI am Nachmittag erneut ins Minus. Der SMI schloss mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 12.620 Punkten. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursverlierer und acht -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden dabei 30,20 (zuvor: 32,77) Millionen Aktien. Mit der Aussicht auf steigende Zinsen blieben die Finanzwerte auch am Berichtstag gesucht. Hier werde aber auch auf die anstehenden Ergebnisse der US-Banken zum Wochenschluss gewartet, hiess es. Analysten rechnen laut Factset damit, dass die im S&P-500 gelisteten Banken Gesamtgewinne von 31,2 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal erzielt haben, das wäre ein Rückgang um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie andere Branchen auch müssen sich die Banken an die Omikron-Realität anpassen. Für die Aktien von Credit Suisse, Swiss Life, Swiss Re und UBS ging es zwischen 0,1 und 2,6 Prozent nach oben.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Donnerstag wenig verändert. Der DAX legte um 0,1 Prozent auf 16.032 Punkte zu, der EuroStoxx-50 ging kaum verändert bei 4.315 aus dem Handel. Seit Tagen tendieren die Aktienmärkte damit seitwärts. Den nächsten Impuls könnte die US-Berichtssaison liefern, die nun an Fahrt aufnimmt. Den Anfang machte heute Delta Air Lines. Am Freitag folgen Blackrock, Wells Fargo, JP Morgan und die Citigroup. Aktien vom britischen Online-Modehändler Asos sprangen in London 11,3 Prozent nach oben. Asos bestätigte nun die Gesamtjahresprognose trotz Lieferkettenproblemen und der Unsicherheiten um die neue Corona-Variante. In den vier Monaten bis Ende Dezember wurde ein Umsatzanstieg von rund 5 Prozent erreicht. Dies kommt bei Investoren gut an, die nicht einmal damit gerechnet hatten, kommentierte Russ Mould von AJ Bell. Dazu komme, dass Asos den Londoner Börsenplatz vom Wachstumsmarkt AIM in Richtung Hauptmarkt wechsele. Dies könnte zu einem Platz im FTSE-250-Index führen. Renault stellten mit 4,6 Prozent Plus den stärksten Autowert. Der Stoxx-Branchenindex stieg um 1,6 Prozent. Kurstreiber waren Aussagen des Unternehmens, bis 2030 vollständig auf E-Autos umgestellt zu haben. Kurzfristig optimistisch wirkte die Bestätigung, dass das aktuelle Jahr keinesfalls mehr so grosse Probleme mit der Chip-Versorgung haben wird wie 2021. Zudem sei das Kosteneinsparungsziel für Ende dieses Jahres bereits erreicht worden. Im Blick stand bei Thyssenkrupp der geplante Börsengang von Uhde Cholorine Engineers (UCE). Das gemeinsam mit De Nora betriebene Unternehmen soll unter dem Namen Nucera an die Börse gebracht werden. Thyssenkrupp rechnet im Geschäft mit Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff mit massivem Wachstum. Binnen vier Jahren erwartet der Ruhrkonzern Umsätze zwischen 600 und 700 Millionen Euro in seinem bisher noch kleinen Geschäft mit der alkalischen Wasser-Elektrolyse.

United States

Angeführt von deutlichen Abgaben bei den Technologiewerten ging es an der Wall Street am Donnerstag kräftig abwärts. Im Dow-Jones-Index gehörten Microsoft (-4,2%) und Apple (-1,9%) zu den grössten Verlierern. Anfängliche Gewinne konnten nicht verteidigt werden. Verstärkt wurden die Verluste im späten Handel auch durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Dieser blockierte die von der Biden-Regierung verhängten Corona-Impfvorgaben für grosse Unternehmen. Eine Impfpflicht für die Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern wurde dagegen aufrechterhalten. Dies verstärkte die Sorgen vor weiteren negativen Konjunktur-Auswirkungen durch die Omikron-Welle. Der Dow-Jones-Index verlor 0,5 Prozent auf 36.114 Punkte. Für den S&P-500 ging es 1,4 Prozent nach unten und der Nasdaq-Composite fiel um 2,5 Prozent. An der Nyse gab es dabei 1.559 (Mittwoch: 1.711) Kursgewinner und 1.821 (1.624) -verlierer. Unverändert schlossen 120 (164) Titel. Deutliche Abgaben verzeichneten die Impfstoff-Hersteller. Die Aktien von Biontech, Moderna und Novavax verloren zwischen 5,7 und 13,7 Prozent. Die Abwärtstendenz wurde im späten Handel durch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs noch verstärkt. KB Home machten einen Satz um 16,5 Prozent nach oben. Der Eigenheimbauer steigerte im vierten Quartal den Gewinn und übertraf die Erwartungen von Analysten.

Asia

Die Sorge vor steigenden Zinsen ist am Freitag wieder das beherrschende Thema an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien. Ins Bild passt da, dass die südkoreanische Notenbank den Leitzins am Freitag erneut erhöht hat, erstmals seit 2007 damit wieder zweimal in Folge. Mehrheitlich war das so auch erwartet worden. Der Kospi in Seoul verliert darauf 1,5 Prozent und in Tokio geht es für den Leitindex um 1,4 Prozent nach unten auf 28.103 Punkte.

Bonds

Am Anleihemarkt fielen die Renditen am Donnerstag kräftig zurück. Die Renditen für zehn- und 30-jährige US-Titel rutschten auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Die Rendite zehnjähriger Papiere reduzierte sich um 4,7 Basispunkte auf 1,70 Prozent.

Analysis

BoA senkt Ziel Zur Rose auf 420 (515) CHF – Buy
JP Morgan senkt Ziel Rio Tinto auf 4.840 (4.900) p – Neutral
CS senkt Ziel Just Eat Takeaway auf 74 (93) GBP – Outperform

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.