Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 13.01.2022
Morning news

BMW verkauft wegen Chip-Krise im 4. Quartal weniger

Topic of the day

BMW hat im vierten Quartal wegen anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern deutlich weniger Premiumautos abgesetzt. Dank der teils deutlichen Zuwächse in den ersten neun Monaten verzeichnete der Münchener DAX-Konzern aber im Gesamtjahr noch ein deutliches Absatzplus von knapp einem Zehntel. Wie BMW mitteilte, sank der Absatz der Kernmarke und Mini im Schlussquartal um 14 Prozent auf 589.301 Einheiten. Im wichtigsten Markt China liegt der Rückgang bei 19 Prozent, in Europa mit Minus 16 Prozent etwas darunter. Für das Gesamtjahr ergibt sich noch ein Plus von 8,4 Prozent auf 2,5 Millionen Fahrzeuge. Die Marke BMW alleine erreichte im Quartal einen Absatz von 510.727 Einheiten, ein Rückgang von gut 15 Prozent. Im Gesamtjahr ergibt sich ein Zuwachs von 9,1 Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten. Den Absatz vollelektrifizierter Fahrzeuge konnte BMW mehr als verdoppeln auf 103.855 Einheiten. Für das laufende Jahr zeigte sich BMW zuversichtlich. "Auch 2022 wollen wir profitabel wachsen.“

Swiss stocks

Mit leichten Abgaben hat der Schweizer Aktienmarkt zur Wochenmitte den Handel beendet. Der SMI reduzierte sich um 0,3 Prozent auf 12.670 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursgewinner und neun -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 32,77 (zuvor: 39,57) Millionen Aktien. Unternehmensnachrichten waren dagegen dünn gesät. Die Blicke sind dabei schon auf die langsam beginnende Berichtssaison gerichtet. Hier werden die Ergebnisse der US-Grossbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup am Freitag eine erste Indikation liefern. Die Finanzaktien blieben mit der Aussicht auf steigende Zinsen weiter gesucht. Die Aktien von Swiss Re, der UBS, Swiss Life und der CS Group legten um bis zu 1,4 Prozent zu. Die Sika-Aktie baute ihre Vortagesgewinne noch leicht aus und stieg um weitere 0,1 Prozent. Die Erwartung eines höher als prognostizierten Umsatzes für 2021 veranlasste die Stifel-Analysten zu einer Anhebung ihrer EBIT-Prognose für 2021/22 um 2 Prozent.

International markets

Europe

Gut im Plus sind Europas Aktienmärkte am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Für Gesprächsstoff sorgte der Anstieg der US-Inflationsdaten um 7,0 Prozent zum Vorjahr. Über deren Konsequenzen ist sich der Markt noch nicht einig. Dies dürfte sich erst in den nächsten Tagen zeigen. Der DAX stieg knapp über die 16.000er-Marke und legte um 0,4 Prozent auf 16.010 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 kletterte 0,8 Prozent auf 4.316 Zähler. Unternehmensseite gab es erste Ergebnisse aus dem Schlussquartal 2021: Teamviewer erfreuten mit starken Zahlen und wurden mit knapp 15 Prozent Plus belohnt. Der Softwareanbieter hat im vierten Quartal einen Endspurt hingelegt. Im Gesamtjahr 2021 dürften die wichtigen Billings bei rund 548 Millionen liegen, was 19 Prozent Wachstum entsprechen würde. Philips brachen dagegen um 15,5 Prozent ein. Der Gewinn (EBIT) habe 9 Prozent unter den Erwartungen gelegen, monierten die Jefferies-Analysten. Grund seien Lieferengpässe und der Rückruf von Beatmungsgeräten aus dem Segment Sleep Care wegen möglicher Gesundheitsrisiken. Vergrätzt reagierte der Markt laut Händler aber besonders wegen erhöhter Rückstellungen für die Rückrufaktion der Sleep-Care-Produkte. Hier hatte der Markt bereits eine Besserung eingepreist und sei nun enttäuscht worden. Für die Aktie von Sainsbury ging es um 3,1 Prozent nach oben. Positiv wirkte eine erhöhte Prognose des britischen Einzelhändlers für den bereinigten Vorsteuergewinn. Beim Lieferdienst Just Eat Takeaway ging es nach Zahlen 3,6 Prozent höher.

United States

Nach den mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreisen für Dezember hat sich die Wall Street zur Wochenmitte mit leichten Gewinnen gezeigt. Diese kletterten mit 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr im erwarteten Rahmen. Für etwas Entspannung sorgte, dass es keinen Ausreisser nach oben gab, der den Druck auf die US-Notenbank erhöht hätte, noch früher als bislang erwartet mit Zinserhöhungen zu beginnen. Auf Monatssicht fiel der Anstieg aber etwas stärker als prognostiziert aus. Insgesamt liegt die Inflationsrate auf dem höchsten Niveau seit 1982 und bereits den dritten Monat in Folge über der Marke von 6 Prozent. Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 36.290 Punkte. Für den S&P-500 ging es 0,3 Prozent nach oben. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent. An der Nyse gab es 1.875 (Dienstag: 2.461) Kursgewinner und 1.484 (892) -verlierer. Unverändert schlossen 120 (141) Titel. Unter den Einzelwerten fiel die Aktie von Jefferies um 9,3 Prozent, nachdem die Investmentbank mit den Einnahmen im vierten Quartal die Erwartungen des Marktes verfehlt hat. Jefferies kündigte ausserdem an, die Quartalsdividende um 20 Prozent auf 30 Cent zu erhöhen. Die Titel der Citigroup rückten um 0,3 Prozent vor, nachdem die Bank angekündigt hatte, im Zuge strategischer Anpassungen das Konsumentengeschäft in Mexiko aufzugeben. Ally Financial stiegen um 3,0 Prozent. Das Board des Finanzdienstleisters hatte eine Erhöhung der Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden Dollar abgesegnet.

Asia

Überwiegend mit Verlusten zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte am Donnerstag. Die Indizes konsolidieren die teils kräftigen Gewinne vom Vortag. Der Nikkei-Index gibt um 0,9 Prozent nach auf 28.498 Punkte. Daneben verweisen Marktteilnehmer auf die Corona-Pandemie als Belastungsfaktor. In Schanghai gibt der Index um 0,8 Prozent nach.

Bonds

Am Anleihemarkt zeigten die Renditen kein einheitliches Bild. Die US-Zehnjahresrendite fiel um 0,5 Basispunkte auf 1,73 Prozent. Die neuen US-Inflationsdaten hätten die aktuellen Erwartungen an ein Ende der Wertpapierkäufe im März und dann folgende Zinserhöhungen nicht verändert, hiess es dazu.

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