Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 29.11.2021
Morning news

GE erhöht Rückkäufe eigener Anleihen auf 25 Milliarden US-Dollar

Topic of the day

General Electric (GE) will die eigene Verschuldung nochmals massiver reduzieren als bislang und stockt dazu ein laufendes Anleiherückkaufprogramm von 23 auf 25 Milliarden Dollar auf. Bis Ende dieses Jahres erwartet GE, die eigene Bruttoverschuldung im Vergleich zu Ende 2018 um mehr als 80 Milliarden Dollar zurückgeführt zu haben. Bislang waren 75 Milliarden Dollar vorgesehen. Dieser Rückkauf war bereits der größte in der Geschichte der Kapitalmärkte und stellte die 16 Milliarden Dollar Rückkaufsumme von AB Inbev im Jahr 2019 klar in den Schatten. Die Maßnahme ist der jüngste Schritt von GE zur Stärkung der eigenen Bilanz. Er steht im Mittelpunkt der Konzernentscheidung von GE, sich selbst in drei separate Unternehmen aufzuspalten.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Freitag mit kräftigen Verlusten beendet. Der SMI verlor 2,0 Prozent auf 12.199 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursverlierer und 3 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 56,57 (zuvor: 18,72) Millionen Aktien. Kräftig aufwärts ging es indessen für die Aktie von Lonza (+3,1%), denn der Pharmazulieferer stellt den Wirkstoff für den Covid-19-Impfstoff des US-Konzerns Moderna her. Und die Nachfrage nach dem Impfstoff dürfte nun wohl deutlich ansteigen. Auch Logitech profitierten als Home-Office-Ausrüster mit Aufschlägen von 4,0 Prozent. Unter erheblichem Abgabedruck standen insbesondere konjunktursensible Aktien. Bei den Finanzwerten knickten UBS um 5,8 Prozente ein, Credit Suisse fielen um 3,5 Prozent. Auch die Versicherungswerte wurden abverkauft: Swiss Re (-4,2%), Swiss Life (-2,9%), Zurich Insurance (-3,3%). Bei den Luxuswerten sah es nicht besser aus. Richemont rutschten um 5,1 Prozent ab, Swatch brachen sogar um 7,1 Prozent weg. Für die Aktie des Index-Schwergewichts Nestle ging es um 1,3 Prozent abwärts. Bei den Pharmariesen schlossen Roche 1,0 Prozent tiefer, Novartis reduzierten sich um 2,4 Prozent.

International markets

Europe

Europas Börsen standen am Freitag unter massivem Abgabedruck. Hauptthema war die Unsicherheit um die neue in Südafrika aufgetretene Corona-Virus-Variante B.1.1.529. Der DAX sackte um 4,2 Prozent ab auf 15.257 Punkte ab, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 4,7 Prozent auf 4.090 Punkte nach unten. Der Sektor der Reise- und Freizeitaktien brach um 8,8 Prozent ein. Unter den Einzelwerten fielen IAG rund 15 Prozent, Lufthansa 12,8 Prozent, Fraport 11,5 Prozent und Airbus um 11,5 Prozent. Ölwerte brachen um 5,8 Prozent ein, weil die Nachfrage nach Öl unter einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaft leiden würde. Aber auch Bankaktien (-6,9%) wurden abverkauft. Klar besser als der breite Markt schnitten wie schon in früheren Corona-Wellen sogenannte "Stay-at-home-Aktien" ab. Hier legten zum Beispiel in Deutschland Hellofresh um 5,1 Prozent zu, Delivery Hero stiegen um 2,9 Prozent. Deutliche Gewinne wiesen auch Werte wie PostNL, Sartorius, die Versandapotheken Zur Rose und Shop Apotheke oder Teamviewer auf. Zalando gewannen 5,5 Prozent. Software AG schnellten um 9,4 Prozent nach oben. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht, wonach das Unternehmen verschiedene strategische Optionen prüfen soll, darunter auch den eigenen Verkauf. K+S (-5,9%) hat Entwarnung gegeben und muss keine Wertanpassungen aus der Bilanzprüfung der Finanzaufsicht befürchten.

United States

Die neue Corona-Variante aus Südafrika hat auch an der Wall Street am Freitag für kräftige Abverkäufe gesorgt, nachdem Südafrika wegen der sich schnell ausbreitenden neuen Corona-Form Alarm schlug und damit die Angst vor möglichen Reise- und anderen Beschränkungen weckte. Was an der Wall Street wegen des donnerstäglichen Thanksgiving-Feiertags üblicherweise ein ruhiger Handelstag ist, entwickelte sich zu einem wahrhaft schwarzen Freitag. Als Brückentag nach Thanksgiving fand nur ein verkürzter Handel statt. Der Dow-Jones-Index knickte um 2,5 Prozent ein auf 34.899 Punkte, der S&P-500 rutschte um 2,3 Prozent ab. Der technologielastige Nasdaq-Composite notierte 2,2 Prozent tiefer. Dabei gab es insgesamt 427 (Mittwoch: 1.807) Kursgewinner und 2.896 (1.485) -verlierer. Unverändert schlossen 97 (138) Titel. Neben Aktien wurde auch Öl kräftig abverkauft, belastet von der Sorge vor einer Schließung der Wirtschaft einher mit einem deutlichen Nachfragerückgang. Großbritannien, Deutschland, Israel und Singapur gehören zu den Ländern, die Reisen aus dem südlichen Afrika bereits eingeschränkt haben. Aktien von Fluggesellschaften wie Delta Air Lines (-8,3%), United Airlines (-9,6%) und American Airlines Group (-8,8%) standen unter massivem Druck. Auch Boeing (-5,4%) gaben kräftig nach. Nicht besser sah es bei Kreuzfahrtaktien wie Carnival (-11,0%) aus. Zu den Gewinnern gehörten indessen die Aktien der Impfstoffhersteller Moderna, Pfizer und Biontech, die bis zu 21 Prozent zulegten. Technologiewerte wie die Google-Mutter Alphabet (-2,7%) und Amazon.com (-2,1%), die während der Pandemie von der Umstellung auf Heimarbeit und den niedrigen Anleiherenditen profitierten, konnten sich dem negativen Gesamtumfeld indessen nicht entziehen.

Asia

Die Aktienmärkte in Ostasien zeigen sich zu Wochenbeginn angesichts des neuen mutierten Omikron-Coronavirus erneut mit deutlichen Abschlägen. Für den Nikkei-Index in Tokio geht es um 1,4 Prozent nach unten. An den chinesischen Börsen verliert der Hang-Seng in Hongkong 1,0 Prozent. Die Aktie des Kasinobetreiber Galaxy Entertainment Group knickt um 7,8 Prozent ein. Die Titel des Resortentwicklers Sands China fallen 6,3 Prozent. Der Kospi in Südkorea sinkt um 1,1 Prozent. In der gesamten Region stehen aus Angst vor Reisebeschränkungen die Aktien von Fluggesellschaften weiter unter Abgabedruck. In Japan fallen Japan Airlines um 3,7 Prozent und ANA Holdings um 4,1 Prozent. In Hongkong reduzieren sich Cathay Pacific um 3,4 Prozent. In Südkorea geben Korean Air Lines 1,1 Prozent ab.

Bonds

Am Anleihenmarkt gingen die Renditen zurück, da die Anleger ihre Erwartungen auf Zinserhöhungen in den USA und Europa nach unten korrigierten. Während die Anleger nach sicheren Häfen suchten, fiel die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe um mehr als 13 Basispunkte auf 1,506%, gegenüber 1,641% am vergangenen Mittwoch. Die Anleihemärkte waren am Donnerstag wegen Thanksgiving in den USA geschlossen.

Analysis

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Warburg senkt Co.don-Ziel auf 4,20 (6,60) EUR - Buy

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