Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 22.11.2021
Morning news

Boeing drosselt Dreamliner-Produktion noch weiter

Topic of the day

Der Flugzeughersteller Boeing hat die Produktion des 787 Dreamliner offenbar noch weiter zurückgefahren, während er Mängel behebt, die die Auslieferung neuer Maschinen verzögern. Im Boeing-Werk in North Charleston in South Carolina gehen Arbeiter und Ingenieure Probleme im Zusammenhang mit Passagier- und Frachttüren der bereits im Bau befindlichen Flugzeuge an, wie informierte Personen sagten. Die Drosselung der Produktion sei in den vergangenen Tagen erfolgt und könne einige Wochen andauern. Boeing bitte andere Luft- und Raumfahrtunternehmen mit Fachwissen in dem Bereich um Hilfe, um das Türproblem zu lösen, sagten einige der Informanten. Der Konzern hatte Ende Oktober bekanntgegeben, dass er nur noch etwa zwei Dreamliner pro Monat statt der geplanten fünf produziert, um die Produktionsprobleme zu lösen. Eine Boeing-Sprecherin sagte, dass die Arbeiten in der Dreamliner-Fabrik weitergehen. Die Produktionsraten würden "weiterhin dynamisch sein", da sich der Hersteller auf die Wiederaufnahme der normalen Montage konzentriere, Inspektionen durchführe und fertige Flugzeuge repariere, die auf die Auslieferung warten.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag im Minus geschlossen. Der SMI verlor 0,4 Prozent auf 12.553 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 31,45 (zuvor: 33,1) Millionen Aktien. Der Baustoffproduzent Holcim hat sich im Zuge seiner Strategie 2025 neue Finanz- und Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Zurich Insurance gaben 1,1 Prozent ab. Die Citigroup reagierte etwas enttäuscht auf die Unterlagen zum Kapitalmarkttag des Unternehmens. Bankenwerte standen unter Druck, nachdem am Vorabend die US-Marktzinsen deutlich nachgegeben hatten. UBS verloren 1,7 Prozent und Credit Suisse 1,8 Prozent. Die Uhrenexporte aus der Schweiz haben sich im Oktober etwas beschleunigt. Damit bestätigte sich der Trend in Richtung eines Niveaus über dem vor der Pandemie. Allerdings haben sich die Exporte ins wichtige Abnehmerland China verringert. Richemont reagierten mit einem Abschlag von 0,1 Prozent, Swatch gewannen 0,4 Prozent.

International markets

Europe

Die europäischen Börsen sind am Freitag von Coronasorgen belastet worden. Mit den sich mehrenden Meldungen über schärfere Massnahmen gegen die sich in Rekordtempo ausweitende Corona-Pandemie nahm der Abgabedruck wieder zu. Österreich hat ab Montag einen landesweiten Lockdown verhängt und führt im Februar eine Impfpflicht ein. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 16.160 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,6 Prozent auf 4.356 Zähler nach unten. An der Wiener Börse gaben die Kurse über 3 Prozent nach. Der Preisauftrieb in Deutschland blieb derweil weiter hoch. Der Bankensektor führte mit Abgaben von 2,3 Prozent die Verliererliste in Europa mit an. Es drückten die Nachrichten zur Coronalage. Anleger traten die Flucht in den Anleihemarkt an, was die Renditen nach unten trieb - eine für den Bankensektor ungünstige Entwicklung. Der Tourismussektor gab 1,6 Prozent nach: Lufthansa verloren 2,2 Prozent, Air France 1,2 Prozent, IAG 3,8 Prozent, Ryanair 2,3 Prozent. Tui gaben 2,5 Prozent nach. Am Erdölmarkt gerieten die Preise mit Konjunktur- und Nachfragesorgen ins Rutschen, der Sektor der Öl- und Gaswerte stellte mit einem Abschlag von 2,5 Prozent das Schlusslicht. Für die Aktie von Ocado ging es in London um 6,8 Prozent nach oben. Neil Wielson, Marktstratege bei markets.com, verwies auf Spekulationen, dass Marks & Spencer Kaufinteresse an dem restlichen Privatkundengeschäft von Ocado habe, an dem sie schon 50 Prozent halten. Auch die Analysten der Deutschen Bank verwiesen jüngst darauf, dass Marks & Spencer momentan Cash zusammenhalte, um das Investment-Grade-Rating zu halten, was für die Übernahmen bei Ocado erforderlich sei. Marks & Spencer handelten 1,9 Prozent im Plus.

United States

Die Wall Street hat am Freitag uneinheitlich tendiert. Während sich bei den Technologiewerten Aufschläge zeigten, lag der Dow-Jones-Index im Minus, belastet unter anderem von der Boeing-Aktie. Der Dow-Jones-Index notierte 0,7 Prozent leichter bei 35.602 Zählern. Der S&P-500 fiel um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite gewann 0,4 Prozent. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.151 (Donnerstag: 1.090) Kursgewinner, 2.219 (2.278) -verlierer und 128 (110) unveränderte Aktien. Neben den Corona-Schlagzeilen mussten Anleger auch Geschäftszahlen am Aktienmarkt verarbeiten. Für Applied Materials ging es um 5,5 Prozent südwärts, für Workday um 4,2 Prozent. Applied Materials verfehlte wegen Problemen in der Lieferkette trotz deutlicher Gewinne und Umsätze die Analystenerwartungen. Auch der Ausblick enttäuschte. Bei Workday agierte der Markt dagegen offenbar nach dem Motto, dass gut nicht gut genug ist, denn hier übertrafen die Geschäftszahlen die Markterwartungen. Daneben erhöhte Workday auch den Ausblick. Das Unternehmen teilte daneben aber auch eine Übernahme im Wert von 510 Millionen Dollar mit. Bei der Softwareaktie Intuit wurden klar über den Erwartungen ausgefallene Gewinn- und Umsatzzahlen mit einem Plus von 10,1 Prozent honoriert. Palo Alto Networks gewannen 2 Prozent. Der Experte für Cybersicherheit hat zwar über einen besser als erwartet ausgefallenen Umsatz berichtet, den Verlust aber zugleich ausgeweitet. Allerdings fiel das Ergebnis damit auch exakt im Rahmen der Markterwartung aus. Die Titel des Modeanbieters Farfetch brachen nach schwachen Geschäftszahlen um 13,9 Prozent ein.

Asia

Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zu Wochenbeginn. Der Nikkei-225 erholt sich von anfänglichen Verlusten und liegt 0,1 Prozent im Plus bei 29.785 Punkten. Leicht stützend wirkt, dass die japanische Regierung wie erwartet ein umfangreiches Konjunkturpaket geschnürt hat, um die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Bonds

Gefragt waren die US-Renten, die Renditen kamen in der Folge stark unter Druck. Die Zehnjahresrendite fiel am Freitag um 5 Basispunkte.

Analysis

JP Morgan erhöht Flutter-Ziel auf 17.190 (17.090) p – Overweight
UBS hebt Banco BPM auf Buy (Neutral) – Ziel 3,70 (2,95) EUR
IR erhöht Daimler-Ziel auf 90 (89) EUR – Hold

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.