Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 15.10.2021
Morning news

Bank of America verdient deutlich mehr und übertrifft Erwartungen

Topic of the day

Die Bank of America (+4,5%) hat Einnahmen und Gewinn im dritten Quartal 2021 kräftig gesteigert. Wie die zweitgrößte US-Grossbank mitteilte, verdiente sie mit 7,7 Milliarden US-Dollar 58 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 0,85 von 0,51 Dollar, und übertraf den Analystenkonsens von 0,71 Dollar je Aktie damit deutlich. Die Einnahmen kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar. Auch das ist mehr, als von Factset befragte Analysten mit im Mittel 21,68 Milliarden Dollar erwartet hatten. Das US-Finanzinstitut profitierte neben einem Anstieg der Nettozinseinnahmen um 10 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar von einer Auflösung von Rücklagen für potenziell ausfallgefährdete Kredite in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit einem Plus beendet. Der SMI gewann 0,7 Prozent auf 11.893 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und 5 -verlierer gegenüber, unverändert schlossen Lonza. Umgesetzt wurden 29,58 (zuvor: 28) Millionen Aktien. An der Spitze des SMI standen die beiden Luxuswerte Richemont (+4,1%) und Swatch (+2,2%). Gut gefragt waren auch Finanzwerte. Die Aktie des Vermögensverwalters Partners Group verbuchte Gewinne von 2,5 Prozent. Bei den Banken rückten UBS 1,9 und Credit Suisse 1,3 Prozent vor. Bei den als defensiv geltenden Indexschwergewichten rückten Nestle 1,0 Prozent vor. Roche (nahezu unverändert) und Novartis (-0,1%) blieben indessen zurück. Das Nachsehen hatten auch Givaudan (-0,4%) und Alcon (-0,5%) als Schlusslichter.

International markets

Europe

Kräftig im Plus sind Europas Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Der DAX stieg um 1,4 Prozent auf 15.463 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es sogar 1,6 Prozent auf 4.149 Zähler nach oben dank starker Rohstoff- und Technologiewerte. Global sinkende Renditen und gute US-Vorgaben trieben, denn dort überboten die Quartalszahlen von allen fünf Großbanken ihre Schätzungen. Dazu kamen gute Daten auch von europäischen Werten. Zudem stützten gut nachgefragte Konjunktur- und Auto-Aktien. Siemens stiegen um 3,1 Prozent, Daimler legten 2 Prozent zu. Die Hoffnung auf ein Inflations-Top begrenzt damit die Aussicht auf künftige Zinserhöhungen. Entsprechend gingen die US- und deutschen Renditen zurück, was vor allem Technologiewerte nach oben trieb. Infineon stiegen um 2,7 Prozent, SAP setzten ihren guten Lauf seit ihrer Prognoseerhöhung fort und stiegen 2,8 Prozent. Cancom legten 3,1 Prozent zu, ASML und Software AG je um 3,9 Prozent. Weniger gesucht waren daher die defensiven Versorger, Eon und RWE gabe je rund ein halbes Prozent nach, Atomstromer EdF aus Frankreich sogar 0,6 Prozent. Gut kam der erhöhte Ausblick vom Werbekonzern Publicis an, die Aktien sprangen um 2,7 Prozent nach oben. Die Hoffnung auf eine Belebung der Reisetätigkeit ließ auch Reisewerte wieder durchstarten. Für Fluglinien wie Easyjet und IAG ging es bis zu 3,7 Prozent nach oben. Beim Navi-Hersteller Tomtom ging es 4,2 Prozent höher. Für gute Laune bei Adidas sorgte die Ankündigung von kräftigen Ausschüttungen an die Aktionäre. Die Aktien legten 1,6 Prozent zu.

United States

Die US-Börsen haben den Handel am Donnerstag mit einem kräftigen Plus beendet. Im Fokus stand die an Fahrt gewinnende Berichtssaison. Die weiter anhaltenden Inflationssorgen der Anleger traten dabei etwas in den Hintergrund, bestehen gleichwohl weiter. Besser als erwartet ausgefallene Jobdaten stützten zudem das Sentiment. Der Dow-Jones-Index schloss 1,6 Prozent höher bei 34.912 Punkte, der S&P-500 legte 1,7 Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq-Composite notierte ebenfalls 1,7 Prozent fester. Dabei gab es insgesamt 2.547 (Mittwoch: 2.023) Kursgewinner und 782 (1.239) -verlierer. Unverändert schlossen 129 (164) Titel. Unitedhealth (+4,2%) hat Umsatz- und Ergebnisschätzungen der Experten übertroffen und die Jahresprognose erhöht. Die Aktien der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sprang um 7,4 Prozent nach oben, nachdem die Prognosen geschlagen wurden. Vor allem die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen aus dem Bankensektor zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Vorgelegt haben von den großen Banken Citigroup (+0,8%), Bank of America (+4,5%), Morgan Stanley (+2,5%) und Wells Fargo (-1,6%). Die Gewinnprognosen der Analysten wurden regelmäßig übertroffen, auch die Einnahmen überraschten überwiegend positiv. Den Anlegern stieß jedoch etwas auf, dass die guten Ergebnisse teilweise durch Auflösung von Risikovorsorgen aufgepeppt wurden. Boeing (-2,0%) hat Informanten zufolge mit einem neuen Defekt am 787 Dreamliner zu tun - dem jüngsten in einer Reihe von Produktionspannen, die zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Flugzeugen geführt und die Aufmerksamkeit der US-Regierung auf sich gezogen haben. United Airlines (+0,1%) will 2022 im transatlantischen Verkehr umfangreich expandieren und von der erwarteten schnellen Erholung des internationalen Reiseverkehrs profitieren. United Parcel Service gewannen 4,0 Prozent. Die Analysten von Stifel haben ihre Einstufung für die Aktie nach oben genommen. Die Aktie des Softwareentwicklers Gitlab legte ein fulminantes Börsendebüt hin. Der Ausgabepreis hatte bei 77 Dollar je Aktie gelegen und damit deutlich über der zuletzt angehobenen Preisspanne von 66 bis 69 Dollar. Der erste Kurs lag bei 94,25 Dollar. Aus dem Handel ging die Aktie bei 103,89 Dollar, ein Anstieg um 35 Prozent zum Ausgabepreis.

Asia

Mit positiven Vorzeichen zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien am letzten Handelstag der Woche. Am deutlichsten fällt das Plus in Tokio aus, wo es für den Nikkei-225 um 1,5 Prozent aufwärts geht. Der Schanghai-Composite verbessert sich um 0,3 Prozent, in Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index 0,8 Prozent nach oben. Hier hatte es an den vergangenen beiden Tagen keinen Handel gegeben - am Mittwoch wegen einer Taifun-Warnung und am Donnerstag aufgrund eines Feiertages. Der Kospi in Seoul rückt um 0,9 Prozent vor. Hier sind es vor allem die Technologiewerte, die mit den positiven Vorgaben von der Nasdaq deutliche Kursgewinne verzeichnen. Die Aktien von Index-Schwergewicht Samsung Electronics steigen um 1,4 Prozent, die Papiere von Apple-Zulieferer LG Innotek um 4,4 Prozent, und LG Display legen um 3,4 Prozent zu.

Bonds

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe fiel um zwei Basispunkte auf 1,515 % gegenüber 1,539 % am Mittwochabend. Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit gleicher Laufzeit lag bei -0,187%, gegenüber -0,122% am Mittwoch.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.