Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 13.10.2021
Morning news

Luxusgüterriese LVMH steigert Umsatz beständig

Topic of the day

Die Umsätze der LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE (+0,35%) sind im dritten Quartal in gleichem Masse gestiegen wie zu Beginn des Jahres. Die Einnahmen beliefen sich auf 15,51 Milliarden Euro und waren damit 11 Prozent höher als im gleichen Zeitraum vor der Pandemie 2019, teilte der französische Luxusgüterkonzern am Abend mit. Der Anstieg ist der gleiche, der im ersten Halbjahr verbucht wurde. Analysten hatten laut einem von Factset ermittelten Konsens mit einem Umsatz von 15,38 Milliarden Euro gerechnet. Das stärkste Wachstum verzeichnete einmal mehr die Mode- und Lederwarensparte des Konzerns, zu der die bekannten Marken Dior und Louis Vuitton gehören. Die Sparte erzielte einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro, 38 Prozent mehr als im dritten Quartal 2019 und damit den gleichen Anstieg wie im ersten Halbjahr. Die Umsätze in Asien und den USA wuchsen in diesem Zeitraum weiterhin zweistellig im Vergleich zu 2019, so LVMH.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag leicht im Minus beendet. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 11.757 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 12 Kursgewinner und 8 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 24,12 (zuvor: 22,66) Millionen Aktien. Givaudan konnte im dritten Quartal den Umsatz steigern und hat dabei von einer guten Performance in allen Regionen und Geschäftssegmenten profitiert. Die Analysten von Baader Helvea sehen den Aroma- und Duftstoffhersteller auf Kurs, um die Erwartungen für 2021 zu erreichen, doch sei der Ausblick für die Ertragskraft 2022 mit einem Fragezeichen versehen. Trotz ordentlicher Zahlen ging es für die Aktie um 2,4 Prozent nach unten. Gut lief es für Aktie von Lonza (+0,5%). Der Pharmazulieferer hat sich im Rahmen seines Kapitalmarkttags neue mittelfristige Ziele gesetzt und die strategischen Prioritäten für die kommenden Jahre festgelegt. Dem aktualisierten Ausblick zufolge soll 2024 der Umsatz bei konstanten Wechselkursen mit niedrigen zweistelligen Raten knapp über 10 Prozent steigen. Die Investitionen sieht der Konzern im laufenden Jahr bei etwa 25 Prozent des Umsatzes. Tagessieger waren ABB (+0,9%). Die als defensiv geltende Titel des Index-Schwergewichts Nestle legten 0,4 Prozent zu. Für die beiden anderen Schwergewichte Roche (-1,1%) und Novartis (-0,2%) ging es hingegen abwärts. Auch die Bankenwerte hinkten hinterher. So gaben Credit Suisse 0,2 Prozent nach, für die UBS-Aktie ging es um 0,3 Prozent nach unten.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Dienstag im Minus. Den Rücksetzer am Morgen nutzten die Anleger erneut für Käufe, die Indizes erholten sich damit deutlich vom Tagestief. So schloss der DAX 0,3 Prozent niedriger bei 15.147 Punkten, im Tief notierte er bei 15.012 Zählern. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,4 Prozent auf 4.055 Zähler nach. Die Sorge vor einer Stagflation drückt weiterhin auf die Stimmung. Für die Aktien der europäischen Windturbinenhersteller ging es mit Blick auf den 30 Milliarden Euro schweren Investitionsplan für grüne Energie des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron nach oben. Macron hat den Anlauf unternommen, die Energie-, Transport- und Technologiesektoren des Landes zu revitalisieren und die Dekarbonisierung der französischen Wirtschaft voranzutreiben. Geplant sind unter anderem Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in Onshore- und Offshore-Wind- und Solarenergie, berichtete der Wirtschaftsnachrichtensender BFM. Der französische Präsident fügte hinzu, er wolle, dass Frankreich weltweit führend bei grünem Wasserstoff werden und bis 2030 ein kohlenstoffarmes Flugzeug haben soll. Die Aktien von Siemens Gamesa und Vestas stiegen um 3,3 und 5,2 Prozent, Nordex legten um 3,7 Prozent zu. Für die Aktie von Verbund ging es um 3,1 Prozent nach oben. Wie zu erwarten beflügelt nach einem regenreichen Sommer eine überdurchschnittliche Wasserführung der Kraftwerke sowie höhere Absatzpreise das Ergebnis des österreichischen Versorgers. Der finnische Stahlhersteller Outokumpu hat auch wegen der stark steigenden Stahlpreise den Ausblick erhöht. Die Aktie der Finnen stieg gegen den Markt um 4,8 Prozent. Für die Aktie von Curevac ging es in Frankfurt um 7,7 Prozent nach unten, nachdem das Tübinger Biopharma-Unternehmen den EMA-Antrag für Impfstoffzulassung der ersten Generation zurückgezogen hat. Curevac will seinen Covid-19-Impfstoff der ersten Generation nun doch nicht mehr auf den Markt bringen, sondern sich auf die zweite Generation konzentrieren. Die Aktie gab an der US-Börse um 4,6 Prozent nach.

United States

Die Wall Street hat den Handel am Dienstag nach den Vortagesverlusten mit leichten Abschlägen beendet. Geprägt war das Geschäft von Zurückhaltung. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent tiefer bei 34.378 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite notierte 0,1 Prozent leichter. Dabei gab es insgesamt 1.982 (Montag: 1.417) Kursgewinner und 1.338 (1.826) -verlierer. Unverändert schlossen 110 (162) Titel. Die Blicke richteten sich auf die anstehende Berichtssaison zum dritten Quartal. Am Mittwoch startet sie mit JP Morgan und Blackrock, andere Grossbanken und sonstige Unternehmen folgen im weiteren Wochenverlauf. Die Anleger haben vor allem ein Auge darauf, wie sich Inflation und Lieferkettenprobleme auf die Ergebniszahlen der Unternehmen ausgewirkt haben. Zudem werden am Mittwoch die US-Verbraucherpreise für September weiteren Aufschluss über die aktuelle Teuerung in den USA liefern. General Motors (+1,5%) erhält von dem Zulieferer LG Electronics fast die gesamten Kosten in Höhe von 2 Milliarden Dollar für den Rückruf von Chevrolet Bolt-Elektromodellen, nachdem diese wegen der Gefahr von Batteriebränden in die Werkstätten gerufen worden waren. Der Pharmakonzern Merck & Co (-0,4%) hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung für das erste Medikament zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen auf Tablettenbasis eingereicht. Die Titel des Cannabisunternehmens High Tide verteuerten sich um 1,1 Prozent, nachdem seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Canna Cabana die Genehmigung zur Geschäftsaufnahme in British Columbia erhielt.

Asia

Mehrheitlich mit leichten Abgaben zeigen sich zur Wochenmitte die Aktienmärkte in Ostasien. An der Börse in Hongkong ist der Handel aufgrund einer Taifun-Warnung vorübergehend ausgesetzt worden. Der Schanghai-Composite reduziert sich um 0,4 Prozent. Hier stehen vor allem die Aktien aus dem Minen- und Energie-Sektor unter Abgabedruck. So fallen die Papiere von Yanzhou Coal um 8,7 Prozent und Huaneng Power verzeichnen ein Minus von 6,3 Prozent. Der Nikkei-225 in Tokio reduziert sich um 0,1 Prozent auf 28.193 Punkte. Gegen den Trend geht es für den Kospi um 1,0 Prozent nach oben.

Bonds

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen gab 4,4 Basispunkte nach und fiel unter die Marke von 1,60 Prozent. Aufgrund von Inflationserwartungen standen die Anleihe-Notierungen in letzter Zeit deutlich unter Druck, was zu steigenden Renditen geführt hatte.

Analysis

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