Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 12.10.2021
Morning news

Emerson will Industriesoftwaregeschäfte mit AspentTech fusionieren

Topic of the day

Der US-Mischkonzern Emerson Electric (-2,6%) will angesichts der wachsenden Nachfrage nach Industrietechnologie zwei seiner Industriesoftwaregeschäfte mit der Aspen Technology Inc (+12,3%) fusionieren. Die rund 11 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion in bar und Aktien würde Aspentech, wie das Unternehmen genannt wird, mit rund 160 Dollar pro Aktie bewerten, wie Unternehmensvertreter sagten. Die Aspentech-Aktionäre sollen für jede Aktie 87 Dollar in bar und 0,42 Aktien des fusionierten Unternehmens erhalten. Es wird erwartet, dass die Transaktion am Montag bekannt gegeben wird. Die Emerson Electric Co, die im Rahmen der Transaktion auch rund 6 Milliarden Dollar in bar einbringt, würde auf vollständig verwässerter Basis 55 Prozent des neuen Unternehmens besitzen, die Aktionäre von Aspentech den Rest. Der gebotene Preis entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs der Aspentech-Aktie, bevor die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen berichtete.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel zu Wochenbeginn mit einem leichten Plus beendet. Anfängliche Abschläge konnten im Verlauf aufgeholt werden. Die Sorge vor einer hohen Inflation ist weiter das beherrschende Thema bei den Anlegern, denn der Markt wartet mit Spannung auf die US-Verbraucherpreise (CPI) zur Wochenmitte. Hinzu kommen weiter gestiegene Öl- und Gaspreise. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 11.772 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 10 Kursverlierer und 10 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 22,66 (zuvor: 30,79) Millionen Aktien. Schlusslicht im SMI waren Holcim (-1,4%). Hier drückten Kommentare von Analysten auf den Kurs. So geht die UBS davon aus, dass das Wachstum des Baustoffkonzerns im dritten Quartal verhaltener ausgefallen ist. Auch die Experten von Jefferies rechnen mit einem "nicht gerade aufregenden" Drittquartalsergebnis. Tagessieger waren Richemont mit einem Plus von 0,9 Prozent. Gut hielten sich auch Roche (+0,6%). Der Pharmakonzern hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Medikament Gantenerumab für die Behandlung von Menschen mit Alzheimer-Erkrankung den Status Therapiedurchbruch erhalten. Die beiden anderen Index-Schwergewichte Novartis (+0,1%) und Nestle (-0,3%) hatten hingegen das Nachsehen. Bei den Finanzwerten konnten UBS (+0,5%) zulegen, Credit Suisse schlossen 0,3 Prozent fester. Für die Analysten von Jefferies ist das Risiko-Ertrags-Profil der Credit Suisse im Vergleich zu Konkurrenten jedoch unattraktiv.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Montag wenig verändert geschlossen. Die Nachrichtenlage war weiter dünn und im Handel war von einem zurückhaltenden Geschäft die Rede. Der DAX gab 0,1 Prozent nach auf 15.199 Zähler, der Euro-Stoxx-50 schloss praktisch unverändert und verlor 1 Punkt auf 4.073. Schwach im Markt lagen Versorgeraktien (-1,2%). Im Handel wurde auf die Sorge vor staatlichen Preiskontrollen im Sektor verwiesen. Auf EU-Ebene wird derzeit diskutiert, wie verhindert werden kann, dass die gestiegenen Energiepreise zu einer zu grossen Belastung für die Verbraucher werden. Die spanische Regierung hat unlängst angekündigt, eine Sonderabgabe von 3 Milliarden Euro auf die Gewinne der spanischen Versorger zu erheben. Eon verloren 4,2 Prozent und RWE 2,6 Prozent. Carrefour gaben an der Pariser Börse 2,9 Prozent nach. Laut Medienberichten sind die Fusionsgespräche mit Auchan gescheitert. Beide Unternehmen haben seit dem Frühjahr ein mögliches Zusammengehen sondiert. Astrazenaca schlossen mit Aufschlägen von 1,3 Prozent klar besser als der Pharmasektor (+0,3%). Die Aufschläge dürften im Zusammenhang mit einer Mitteilung des Unternehmens gestanden haben, laut der ein vom Unternehmen entwickelter experimenteller Antikörper mit der Bezeichnung AZD7442 die Wahrscheinlichkeit eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs um bis zu 50 Prozent reduziert. Asos brachen in London um 13,4 Prozent ein. Der Online-Modehändler hat aufgrund von Lieferkettenproblemen und der Inflation vor Gewinneinbussen im Geschäftsjahr 2022 gewarnt. Der Kurs des Wettbewerbers Boohoo gab um 1,1 Prozent nach. Zalando verloren 2,6 Prozent. Von einem "beeindruckenden" Kursrutsch war im Handel mit Blick auf Teamviewer die Rede. Auslöser war eine Herunterstufung der Aktie auf Equalweight durch Morgan Stanley. Schwerer habe aber das reduzierte Kursziel gewogen, das massiv auf 18,50 von 48 Euro gesenkt wurde. Die Wachstumsstory habe Risse bekommen, hiess es. Teamviewer verloren 10,9 Prozent auf 14,17 Euro.

United States

Die Wall Street hat den Handel zu Wochenbeginn nach einem zunächst freundlichen Start mit Abschlägen beendet. Die anstehende Berichtssaison und die anhaltenden Inflationssorgen angetrieben von weiter gestiegenen Energiepreisen waren die bestimmenden Themen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent tiefer bei 34.497 Punkte, der S&P-500 gab ebenfalls 0,7 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite notierte 0,6 Prozent leichter. Dabei gab es insgesamt 1.450 (Freitag: 1.467) Kursgewinner und 1.813 (1.787) -verlierer. Unverändert schlossen 132 (163) Titel. Die Anleger richten ihre Blicke zunehmend auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison zum dritten Quartal. Unter den Banken werden ab Mittwoch unter anderem JP Morgan, Bank of America, Morgan Stanley, Citigroup und Goldman Sachs über den Geschäftsverlauf berichten, daneben Walgreens Boots Alliance und Alcoa. Zudem wartet der Markt mit Spannung auf die US-Verbraucherpreise zur Wochenmitte. Derweil heizten weiter gestiegene Ölpreise die Inflationsdebatte an. Der Preis für die Sorte WTI erhöhte sich um 1,4 Prozent auf 80,46 Dollar je Barrel und damit auf den höchsten Stand seit 2014, für Brent ging es um ebenfalls 1,4 Prozent nach oben auf 83,57 Dollar. Profitieren konnten davon einige Öl-Aktien: Halliburton gewannen 3,1 Prozent, Schlumberger 2,5 Prozent. Southwest Airlines verloren 4,2 Prozent. Die Fluglinie hatte am Wochenende über 1.800 Flüge gestrichen, Grund seien das schlechte Wetter und Luftverkehrskontroll-Probleme in Florida.

Asia

Mit deutlichen Abgaben zeigen sich am Dienstag die Aktienmärkte in Ostasien. Das deutlichste Minus verzeichnet, nach der Feiertagspause am Montag, der Kospi in Seoul mit einem Minus von 1,4 Prozent. Für die Aktien von Index-Schwergewicht Samsung Electronics geht es um 3,1 Prozent nach unten, SK Hynix fallen um 1,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 1,0 Prozent. Die Titel von Alibaba sinken um 3,2 Prozent. Vergleichsweise gut hält sich der Nikkei-225 in Tokio mit einem Abschlag von 1,0 Prozent.

Bonds

Die Rendite der US-Staatsanleihe mit 10-jähriger Laufzeit lag am Freitagabend bei 1,613 %. Die Anleihemärkte in den USA waren am Montag wegen eines Bankfeiertags geschlossen.

Analysis

Jefferies senkt Holcim-Ziel auf 59,30 (59,90) CHF - Hold
Metzler senkt Ziel Knorr-Bremse auf 115 (128) EUR - Buy
Berenberg hebt Astrazeneca-Ziel auf 105 (100) GBP - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.