Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 08.10.2021
Morning news

Eni treibt Börsengang seiner Erneuerbaren-Tochter voran

Topic of the day

Der italienische Ölkonzern Eni setzt die Ausgliederung seines Erneuerbare-Energien- und Retail-Geschäfts in die Tat um. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die neu geformte Konzerneinheit nächstes Jahr an die Börse gehen. Die Eni SpA will damit den Wert ihrer emissionsärmeren Geschäfte maximieren. "Wir haben uns dazu verpflichtet, bei der Produktion und beim Verkauf komplett dekarbonisierter Produkte führend zu sein, und ein IPO von Retail & Renewables ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel", sagte CEO Claudio Descalzi. Retail & Renewables kombiniere die wachsende Kapazität im Bereich der erneuerbaren Energien mit einem attraktiven und wachsenden Kundenstamm. Die Tochter sei für die Energiewende gut positioniert.

Swiss stocks

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag kräftig zugelegt. Insbesondere eine Reihe internationaler Entwicklungen sorgte für Entspannung. Der SMI gewann 1,7 Prozent auf 11.764 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursgewinner und zwei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 38,24 (zuvor: 33,36) Millionen Aktien. Angesichts der wieder risikofreudigeren Stimmung waren Zykliker gesucht. So steigerten sich ABB um 2,5 Prozent und Holcim um 2 Prozent. Auch die konjunktursensiblen Bankenaktien wurden europaweit gekauft. Credit Suisse rückten um 3,8 Prozent vor und UBS um 3,6 Prozent. Bei UBS stützten zusätzliche Aussagen von Jefferies. Deren Analysten sind der Meinung, dass der Kurs der Aktie zu niedrig ist und nicht den wahren Wert des Unternehmens widerspiegelt. Luxusgüterwerte zeigten sich ebenfalls erholt. Die Unternehmen sind stark abhängig vom China-Geschäft. Richemont rückten um 4,4 Prozent vor und Swatch um 2,6 Prozent. Sika verteuerten sich um 3 Prozent. Das Spezialitätenchemieunternehmen hat auf seinem Kapitalmarkttag die Jahresziele bekräftigt.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Donnerstag kräftig erholt. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 2,1 Prozent auf 4.098 Punkte aufwärts. Gestützt wurde die Stimmung von der Entspannung bei den Energiepreisen, mit er sich auch der Renditeanstieg verlangsamte. Der DAX stieg um 1,9 Prozent auf 15.251 Punkte. Damit schloss er wieder deutlich über dem wichtigen und zuletzt umkämpften Unterstützungsbereich um 15.000 Punkte, in dem auch die 200-Tage-Linie verläuft, aktuell bei 15.037 Punkten. Händler sprachen von einem typischen Stabilisierungstag. Star des Tages waren Aareal Bank, die mit Übernahmeinteresse um knapp 24 Prozent nach oben schossen. Laut Aareal Bank nehmen Finanzinvestoren derzeit Einblick in die Bücher und bereiten ein Übernahmeangebot über 29 Euro je Aktie vor. Laut einem Agenturbericht soll es sich um Advent und Centerbridge handeln. Von der Erholung profitierten die zuletzt stark gedrückten Autotitel, deren Branchenindex mit einem Plus von 3,2 Prozent die Gewinnerliste in Europa mit anführte. Der Index der Rohstoff-Aktien im europäischen Stoxx-Universum stieg um 3,0 Prozent. Dagegen zeigte sich der Index der Öl- und Gaswerte wenig verändert. BMW zogen um 2,3 Prozent an, obwohl der Konzern im dritten Quartal 12,2 Prozent weniger Autos verkauft hat als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Daimler hatte für Mercedes-Benz allerdings am Mittwoch von einem noch deutlich stärkeren Absatzeinbruch um 30 Prozent gesprochen. Daimler erholten sich nun um 4,1 Prozent. Conti legten um 4 Prozent zu. Grösster DAX-Gewinner waren allerdings Deutsche Bank, die um 4,3 Prozent stiegen. Nicht mithalten konnten die Versorger RWE und Eon, die sich lediglich knapp behaupteten. Auch DAX-Neuling Sartorius gaben noch etwas nach.

United States

Die US-Börsen haben am Donnerstag sehr fest tendiert, nachdem sich innenpolitisch im Schuldenstreit eine Lösung abzeichnet und aussenpolitisch die Beziehungen zu China wieder besser zu werden scheinen. Zudem haben Russland und die USA angesichts der Anspannung und stark gestiegener Preise auf dem Energiemarkt versichert, genug Energie liefern zu können, um negative Folgen für die Konjunktur zu vermeiden. Und schliesslich hat die U.S. Energy Information Administration berichtet, dass die inländischen Erdgasvorräte in der Woche zum 1. Oktober stärker gestiegen sind als erwartet. Der Dow-Jones-Index gewann 1 Prozent auf 34.755 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,8 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite stieg um 1 Prozent. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 2.306 (Mittwoch: 1.455) Kursgewinner und 1.026 (1.849) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 124 (112) Titel. Unter den Einzelwerten an der Börse legten Twitter um 4,4 Prozent zu, nachdem das Unternehmen den Verkauf des Werbeunternehmens Mopub für 1,05 Milliarden Dollar an Applovin Corp (+10,3%) angekündigt hat. Gut kamen auch Quartalszahlen von Levi Strauss (+8,5%) an. Höhere Jahresziele verhalfen der Aktie des Konsumgüterherstellers Helen of Troy zu einem Plus von gut 5,9 Prozent. Die Entspannung in den amerikanisch-chinesischen Beziehungen verhalf den in den USA gelisteten China-Aktien zu Gewinnen. So steigerten sich Alibaba um 8,3 Prozent und Didi um 3,3 Prozent.

Asia

Die Erholung an den Börsen in Ostasien und Australien setzt sich am Freitag überwiegend fort. Auch in Schanghai, wo nach der "Goldenen Woche" erstmals in dieser Woche gehandelt wird, geht es nach oben. Hier stützt zudem, dass der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Service-Bereich im September wieder über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen ist. Allerdings gibt der Schanghai-Composite, der aktuell um 0,3 Prozent zulegt, einen Teil der Anfangsgewinne wieder ab.

Bonds

Am US-Anleihemarkt gaben die Notierungen angesichts der steigenden Aktienkurse kräftig nach. Die Zehnjahresrendite stieg um 4,7 Basispunkte auf 1,57 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit Juni.

Analysis

IR senkt Tui-Ziel auf 2,30 (2,80) EUR – Sell
JPM erhöht Tesco-Ziel auf 330 (300) p – Overweight
CS erhöht Relx-Ziel auf 2.500 (2.430) p – Outperform

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.