Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 07.10.2021
Morning news

General Motors will Umsatz bis 2030 mehr als verdoppeln

Topic of the day

General Motors will bis 2030 den Umsatz mehr als verdoppeln und setzt dabei auf den Ausbau der Modellpalette von Elektroautos. Der US-Autokonzern nahm bei der Präsentation der neuen Ziele auch Tesla direkt ins Visier: GM will Spitzenreiter bei den E-Autoverkäufen in den USA werden. Einen konkreten Zeitplan für die Erreichung dieses Ziels nannte der Konzern allerdings nicht. Mit dem Umsatz soll auch die Profitabilität über die zuletzt erreichten 7,9 Prozent operative Marge steigen. Mit neuen Automodellen und Services könnte die Rendite erhöht werden, teilte der Konzern am Forschungszentrum bei Detroit Investoren und Analysten mit. Die Bekanntgabe solch langfristiger finanzieller Ziele ist ein ungewöhnlicher Schritt für den Automobilkonzern und unterstreicht das Bestreben, die Investoren davon zu überzeugen, das Unternehmen eher als technologieorientiertes Unternehmen denn als Hersteller zu bewerten.

Swiss stocks

Kleine Abschläge hat der Aktienmarkt in der Schweiz am Mittwoch verbucht. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 11.569 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und fünf -gewinner gegenüber, unverändert schlossen zwei Aktien. Umgesetzt wurden 33,35 (zuvor: 28,08) Millionen Aktien. Gebremst wurde die Abwärtsbewegung im SMI durch die Schwergewichte Nestle und Roche. Während Nestle unverändert schlossen, lagen Roche 0,9 Prozent im Plus. Dagegen standen Zykliker unter Druck. ABB verbilligten sich um 1,5 Prozent und Holcim um 1,3 Prozent. Nach Gewinnen am Vortag zeigten sich die Bankenwerte nun leichter. Credit Suisse verloren 1,1 Prozent und UBS 1,3 Prozent. Auch die Luxusgüterwerte standen unter Druck. Richemont und Swatch sackten je 2 Prozent ab. Logitech fielen 1,3 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley empfehlen weiter, die Aktie unterzugewichten, und haben das Kursziel leicht gesenkt.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten ging es am Mittwoch nach unten. Vom Tagestief konnten sich die Indizes am Nachmittag jedoch erholen. Allerdings bleibt abzuwarten, ab diese Erholung auch tragfähig ist, denn die Rahmenbedingungen haben sich jüngst eingetrübt. Einen ersten Vorgeschmack gab Teamviewer mit einer Gewinnwarnung. Der DAX verlor 1,5 Prozent auf 14.973 Punkte, im Tagestief handelte er bei 14.819. Der Euro-Stoxx-50 büsste 1,3 Prozent auf 4.013 Punkte ein. Am Mittwoch waren es die Preise für Gas an den Terminmärkten, die auch die Richtung bei den Aktien vorgaben. Sie schossen am Vormittag zunächst weiter nach oben, Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin über höhere Lieferungen nach Europa liessen sie im Tagesverlauf fallen, dies sorgte dann auch für etwas Entspannung an den Börsen. Aber es gab auch optimistische Aussagen. Auch wenn die durch Produktionsengpässe verursachte Inflation aktuell wie eine Verbrauchssteuer wirke, sieht die Investmentgesellschaft Eurizon Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Teuerung in den USA bereits erreicht sei und in der Eurozone in den kommenden Monaten erreicht werde. Die US-Notenbank plant nach wie vor eine äusserst vorsichtige Reduzierung der Massnahmen zur Stützung der Konjunktur. Für die Aktie von Teamviewer ging es um 25 Prozent auf 17,86 Euro nach unten. Nachdem der Wert im Sommer 2020 noch über 50 Euro notiert hatte, handelte er nun auf Allzeittief. Die Analysten von Warburg hatten bereits eine Gewinnwarnung erwartet, da nur eine Geschäftsbeschleunigung im zweiten Halbjahr das Erreichen der Jahresziele in greifbare Nähe hätte bringen können. Nach einem durchwachsenen dritten Quartal wurde der Ausblick bei Umsatz wie Marge deutlich zusammengestrichen. Deutlich unter Druck zeigten sich Deutsche Telekom mit einem Abschlag von 5,4 Prozent. Laut Marktteilnehmern platzierte Goldman Sachs 90 Millionen T-Aktien aus dem Deal mit Softbank im Gesamtwert von gut 1,5 Milliarden Euro

United States

Die Wall Street hat am Mittwoch eine beeindruckende Erholungsbewegung vollzogen. Nach kräftigen Verlusten am Vormittag (Ortszeit) drehte der Markt nach oben ab. Gesunkene Kursniveaus wurden zum Einstieg genutzt. Es sei schwer, gegenüber US-Aktien bearish zu werden, weil 2022 ein exzeptionelles Wachstum erwartet wird, sagte Edward Moya von Oanda. Anlass für den Dreh nach oben war, dass die oppositionellen Republikaner im Streit um eine Aussetzung der Schuldenobergrenze eine Übergangslösung bis Dezember vorschlugen. Der konservative Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, erklärte, seine Partei werde eine Erhöhung des Schuldendeckels für die laufenden Ausgaben bis Dezember zulassen. Der Dow-Jones-Index gewann 0,3 Prozent auf 34.417 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,4 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite stieg um 0,5 Prozent. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.455 (Dienstag: 2.018) Kursgewinner und 1.849 (1.294) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 112 (119) Titel. Palantir Technologies verbuchten ein Kursplus von 1,6 Prozent. Das Unternehmen hat einen Auftrag der US-Streitkräfte erhalten. U.S. Steel verloren 8,6 Prozent. Goldman Sachs hat die Aktie auf Verkaufen abgestuft. Das Unternehmen stehe im Zuge der ekarbonisierung vor hohen Investitionsausgaben. Electronic Arts (EA) fielen um 7 Prozent, nachdem die Beta-Version von "Battlefield" in den sozialen Medien harsch kritisiert wurde. Das Spiel scheine viele "Bugs" zu enthalten, sagte Analyst Michael Pachter von Wedbush dem Wall Street Journal.

Asia

Nach der schlechten Stimmung der vergangenen Tage sind die Börsen in Ostasien und Australien am Donnerstag stramm auf Erholungskurs. Am stärksten fällt die Erholung der Aktienkurse in Hongkong aus mit einem Plus von 2,4 Prozent, gefolgt vom koreanischen Seoul (+1,7%). In Seoul berichten Teilnehmer auch von solide ausgefallenen Leistungsbilanzzahlen des Landes für August. In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 1,0 Prozent auf 27.795 Punkte, während in Schanghai im Rahmen der sogenannten Goldenen Woche letztmalig nicht gehandelt wird

Bonds

Am US-Anleihemarkt stabilisierten sich die Renditen am langen Ende. Die Zehnjahresrendite fiel zur Wochenmitte um 0,4 Basispunkte auf 1,52 Prozent.

Analysis

IR erhöht MLP-Ziel auf 9,50 (8,40) EUR – Buy
UBS erhöht HSBC auf Buy (Neutral) – Ziel 485 (450) p
CS senkt Ziel AB Inbev auf 53 (56) EUR – Neutral

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