Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 06.10.2021
Morning news

Pepsico verdient mehr als erwartet und hebt Ausblick an

Topic of the day

Die Pepsico Inc hat im dritten Quartal einen Gewinn und Umsatz erzielt, der die Erwartungen an der Wall Street übertroffen hat. Zudem gab der Snack- und Getränkeriese einen optimistischen Ausblick für das Gesamtjahr. Der Nettogewinn stieg im Quartal auf 2,22 Milliarden US-Dollar oder 1,60 Dollar pro Aktie gegenüber 2,29 Milliarden Dollar oder 1,65 Dollar pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Unter Ausschluss einmaliger Posten lag der Kerngewinn pro Aktie bei 1,79 Dollar und damit über dem Factset-Konsens von 1,73 US-Dollar. Der Umsatz stieg um 11,6 Prozent auf 20,19 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die FactSet-Konsensschätzung von 19,39 Milliarden US-Dollar, wobei das Wachstum in allen Kategorien zu verzeichnen war. Die Umsatzkosten stiegen um 15,2 Prozent auf 9,39 Milliarden US-Dollar, während die Bruttomarge von 54,9 Prozent auf 53,5 Prozent zurückging. In Nordamerika stieg der Umsatz von Frito-Lay um 6 Prozent, der von Quaker Foods um 2 Prozent und der von Pepsico Beverages um 7 Prozent.

Swiss stocks

Wenig verändert hat sich der Aktienmarkt in der Schweiz am Dienstag präsentiert. Der SMI gewann 5 Punkte auf 11.587. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 28,01 (zuvor: 28,26) Millionen Aktien. Bankenwerte legten mit steigenden Marktzinsen zu. UBS gewannen 1,9 Prozent und Credit Suisse 1,4 Prozent. Der Rückversicherer Swiss Re schätzt den eigenen Schadenaufwand aus Hurrikan Ida auf vorläufig rund 750 Millionen US-Dollar. Die Aktie lag mit einem Plus von 0,2 Prozent etwas über dem Marktschnitt. Zur Rose profitierten von einer europaweiten Entwicklung. Zu Beginn des vierten Quartals seien vor allem in den Aktien der Onlinehändler und -lieferdienste Positionen aufgebaut worden, heiss es am Markt. Zur Rose verteuerten sich um 5,7 Prozent. Für die Aktie von Stadler Rail ging um 5,1 Prozent nach oben. Den Impuls lieferte die Nachricht, dass der Hersteller von Schienenfahrzeugen einen Auftrag der SBB mit einem Volumen von rund 2 Milliarden Franken für Doppelstockzüge erhalten hat.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Dienstag kräftig erholt. Der DAX stieg um 1,1 Prozent auf 15.194 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,7 Prozent auf 4.065 Punkte. Gefragt waren vor allem die Aktien der Banken, aber auch die zuletzt stark zurückgekommenen Technologiewerte legten zu. Im DAX wurden die Gewinner von Infineon angeführt. Übergeordnet blieben die Marktteilnehmer aber vielfach vorsichtig, auch weil der Ölpreis auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die Banken profitierten laut Händlern von einer Branchenstudie von JP Morgan, die ein Kurspotenzial von 15 Prozent aufzeige. Credit Agricole stiegen um 5,7 Prozent, BBVA um 6,5 Prozent, Unicredit um 4,3 Prozent und Deutsche Bank um 3,6 Prozent. Gut kam der Ausblick von Infineon an, für den Wert ging es um 4,8 Prozent nach oben. Der Chiphersteller rechnet für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Wachstum im Bereich von 15 Prozent und einer auf etwa 20 Prozent steigenden Marge. Das erwartete Umsatzwachstum im "mittleren" Zehn-Prozent-Bereich sei stark und spreche für Vollauslastung, hiess es an der Börse. Der Marktkonsens habe nur um 12 Prozent gelegen. Hellofresh gewannen 3,6 Prozent. Berenberg hat die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 100 Euro bekräftigt. Auch andere Online-Aktien lagen nun wieder auf Erholungskurs. Zalando stiegen um 1,6 Prozent. Shop Apotheke zogen nach ersten Aussagen zum abgelaufenen Quartal um 8,7 Prozent an, Home24 um 3,8 Prozent und Westwing um 1,7 Prozent.

United States

Am Dienstag haben sich auch die US-Börsen kräftig erholt von den Montagsverlusten. Der Dow-Jones-Index gewann 0,9 Prozent auf 34.315 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 1,1 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite stieg um 1,3 Prozent. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 2.018 (Montag: 1.271) Kursgewinner und 1.294 (2.101) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 119 (122) Titel. Teilnehmer sahen nach den gesunkenen Kursen attraktive Einstiegsniveaus. Dan Ives, Technologie-Analyst bei Wedbush, hält zum Beispiel den jüngsten Ausverkauf des Tech-Sektors für ungerechtfertigt. Die Wachstumsaussichten der Branche würden massiv unterschätzt, daher dürften die Drittquartalszahlen dem Sektor einen Schub geben. Zum Jahresende dürften Technologiewerte 10 Prozent höher stehen, prognostiziert Ives. Nun richte sich der Blick hoffnungsvoll auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag und die Berichtssaison zum dritten Quartal. Bis die Bilanzsaison richtig in Schwung kommt, dauert es allerdings noch etwas. Vorbörslich hat von den grossen US-Unternehmen nur Pepsico Zahlen veröffentlicht. Die Aktie zeigte sich 0,6 Prozent höher. Aktien des Nutzfahrzeugherstellers Paccar lagen 3,9 Prozent im Plus. Wegen der aktuellen Chipknappheit kann das Unternehmen im dritten Quartal voraussichtlich deutlich weniger Fahrzeuge ausliefern als geplant. Facebook erholten sich um 2,1 Prozent. Der Kurs des gleichnamigen sozialen Netzwerks war am Montag um fast 5 Prozent gefallen, nachdem die verschiedenen Dienste des Unternehmens über Stunden ausgefallen waren. Verantwortlich war eine "fehlerhafte Neukonfiguration", wie Facebook später einräumte.

Asia

Gute Vorgaben der Wall Street haben zur Wochenmitte an den ostasiatischen Aktienmärkten nur zu Beginn des Handels gewirkt. Auf breiter Front haben im Handelsverlauf die Indizes nach unten abgedreht, wobei die Belastungsfaktoren die altbekannten sind, nämlich die hohe Inflation, steigende Marktzinsen und Sorgen um eine abnehmende Wirtschaftsdynamik. Zugleich schwelt die Unsicherheit über die Entwicklung im chinesischen Immobiliensektor weiter. Die Aktien von China Evergrande sind ebenso weiter ausgesetzt wie die von Hopson – das Unternehmen ist offenbar im Begriff, Teile von Evergrande zu erwerben – und dem kleineren Immobilienunternehmen Fantasia, das zuletzt Anleihen nicht fristgerecht zurückzahlte.

Bonds

Getrieben von der Erwartung steigender US-Zinsen lagen die Renditen am Anleihemarkt weiter zu. Die US-Zehnjahresrendite stieg um gut 5 Basispunkte auf 1,53 Prozent.

Analysis

JP Morgan erhöht ING-Ziel auf 14,80 (12,70) EUR – Overweight
Barclays senkt Heineken-Ziel auf 102 (104) EUR – Equalweight
UBS hebt Unicredit-Ziel auf 14,45 (13,55) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.