Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 05.10.2021
Morning news

Volvo Cars plant Börsengang in Stockholm

Topic of the day

Der Börsengang des schwedischen Autoherstellers Volvo Cars nimmt Formen an. Wie das Unternehmen mitteilte, will es mit der Ausgabe neuer Aktien 25 Milliarden schwedische Kronen einnehmen - umgerechnet gut 2,5 Milliarden Schweizer Franken. Die Erstnotiz an der Stockholmer Börse ist noch für dieses Jahr geplant. Der chinesische Eigentümer Zhejiang Geely will zudem Aktien aus seinem Bestand verkaufen. Nicht mitgeteilt wurde, welche Art von bestehenden Aktien auf den Markt kommen werden und wie viele. Auch wurde keine Zielbewertung für das Unternehmen genannt. Informanten sagen, dass Volvo in dem Börsengang mit rund 25 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte. Eine erfolgreiche Börsennotierung wäre ein neues Kapital in der Geschichte des Unternehmens. Der während der globalen Finanzkrise geschwächte Ford-Konzern hatte den schwedischen Hersteller 2010 für 1,8 Milliarden Dollar an die Zhejiang Geely Holding verkauft. Volvo ist der erste konventionelle Autohersteller, der die Produktion von Fahrzeugen, die ausschliesslich mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, 2019 einstellte. Seitdem ist jeder neue Volvo entweder ein vollelektrisches oder ein Hybridmodell.

Swiss stocks

Vor allem die Gewinne der Defensivwerte haben die Schweizer Börse am Montag im Plus gehalten. Im Fokus standen die alten Sorgen wegen Lieferkettenproblemen und hoher Teuerung. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 11.582 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und 7 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 28,26 (zuvor: 35,88) Millionen Aktien. Unter den defensiven Schwergewichten, die wegen der genannten Sorgen bevorzugt wurden, rückten Nestle und Novartis um jeweils 0,3 Prozent vor und Roche um 1,2 Prozent. Finanzwerte tendierten uneinheitlich, hier sorgte die Unsicherheit über die Zinsentwicklung für Schwankungsanfälligkeit. UBS fielen 0,1 Prozent und Credit Suisse gaben 0,4 Prozent ab, Swiss Re stiegen um 0,1 Prozent. Unter Druck in der Branche standen Partners Group mit einem Minus von 2,4 Prozent. Die Aktie liegt in diesem Jahr weit überdurchschnittlich im Plus (rund 40%), so dass hier Gewinnmitnahmen belasteten. Das galt auch für Alcon (Jahresplus 26%), die sich um 2,5 Prozent verbilligten.

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten ging es am Montag nach unten. Der Handel war – wie in der Vorwoche bereits gesehen – erneut sehr nervös. Inflation und steigende Zinsen gepaart mit Lieferengpässen und steigenden Inputpreisen sind momentan die viel diskutierten Themen an der Börse. Spannend dürfte es für den DAX werden, wenn die runde Marke bei 15.000 Punkten mit Dynamik angegangen wird. Das deutsche Aktienbarometer schloss 0,8 Prozent niedriger bei 15.037 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zeigte sich 1,0 Prozent im Minus bei 3.996 Punkten. Der vom Beratungsunternehmen Sentix für Deutschland erhobene Konjunkturindex ist im Oktober zum dritten Mal in Folge gesunken. Nach Mitteilung von Sentix ging er auf 20,0 (September: 20,9) Punkte zurück. Der Index der Lagebeurteilung sank auf 31,0 (36,0) Punkte, während der Erwartungsindex auf 9,5 (6,8) Punkte anzog. Es war der erste Anstieg der Erwartungen seit Mai. "Dies ist als erste Reaktion nach der Bundestagswahl zu werten, nachdem das 'Schreckgespenst' einer möglichen rot-rot-grünen Koalitionsregierung vom Tisch ist", schrieb Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy in der Mitteilung. Hussy zufolge dürfte eine längere Hängepartie in den Koalitionsverhandlungen kontraproduktiv wirken. Der Kurs von BT Group brach in London um 4,7 Prozent ein. "Sky und Virgin Media wollen ein eigenes Glasfasernetz aufziehen", so ein Händler, der sich auf einen britischen Zeitungsbericht berief. Medienberichten zufolge steht Sky kurz vor einer Einigung mit Virgin Media O2 als Investor in den Glasfaser-Breitbandausbau des Telekommunikationsbetreibers. Der Ausbau des Breitbandnetzes in Grossbritannien ist laut ING mittelfristig negativ für BT. BT laufe Gefahr, Sky als Grosshandelskunden zu verlieren, und der potenzielle Deal würde zudem den Wettbewerb verstärken.

United States

Die US-Börsen haben am Montag kräftig ins Minus abgedreht. Besonders bei den Technologiewerten kam es zum Ausverkauf, der Nasdaq-Composite liegt mittlerweile 7 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 7. September. Händler verwiesen auf die andauernden Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten um eine Anhebung der US-Schuldenobergrenze, die globale Energiekrise und die neuen Entwicklungen um den wankenden chinesischen Immobilien-Konzern Evergrande. Belastet wurden die Kurse auch von steigenden Ölpreisen, nachdem die Opec+ keine üppigen Produktionsausweitungen vornehmen wird. Der Dow-Jones-Index verlor 0,9 Prozent auf 34.003 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 1,3 Prozent nach unten, der zinsempfindlichere Nasdaq-Composite sauste um 2,1 Prozent abwärts. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.271 (Freitag: 2.395) Kursgewinner und 2.101 (951) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 122 (95) Titel. Facebook-Aktie verbilligte sich um 4,9 Prozent. Der Online-Riese und seine Tochterdienste Instagram und Whatsapp sind am Montag von einem grösseren Ausfall betroffen gewesen. Zahlreiche Nutzer konnten die Plattformen zeitweise nicht erreichen, wie Tracking-Websites zeigten. Es gab zehntausende Hinweise auf Probleme, betroffen waren möglicherweise dutzende Millionen von Nutzern in zahlreichen Ländern. Die Website Downdetector meldete ab 17.45 Uhr (MESZ) Ausfälle in Ballungsräumen in Nordamerika und Teilen Europas. Für die Tesla-Aktie ging um 0,8 Prozent nach oben. Der Elektroautohersteller hat seine Auslieferungen im dritten Quartal stärker als erwartet gesteigert.

Asia

Die ostasiatischen Aktienmärkte folgen am Dienstag zumeist der schwachen Vorgabe der Wall Street. Wie schon in den USA lasten Sorgen vor einer nachhaltig hohen Inflation angesichts immer weiter steigender Energiepreise und damit verbunden Befürchtungen einer Konjunktureintrübung die Stimmung. In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 1,9 Prozent abwärts auf 27.897 Punkte, der Kospi in Seoul knickt nach der Feiertagspause am Montag um 1,7 Prozent ein

Bonds

Am US- Anleihemarkt zogen die Renditen wieder an. Mit 1,49 Prozent stand die Zehnjahresrendite jedoch noch immer deutlich unter den in der vergangenen Woche markierten 1,57 Prozent.

Analysis

CS erhöht Societe Generale auf 35 (34) EUR – Outperform
JPM senkt Vestas-Ziel auf 196 (200) DKK – Neutral
Barclays erhöht BP-Ziel auf 5,00 (4,75) GBP – Overweight

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.