Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 01.10.2021
Morning news

Merck & Co übernimmt Acceleron Pharma für 11,5 Milliarden Dollar

Topic of the day

Der US-Pharmakonzern Merck (+1,3%) verstärkt sich mit einem Zukauf im Bereich seltener Krankheiten. Die Merck & Co Inc übernimmt nach eigenen Angaben die Acceleron Pharma Inc für 180 US-Dollar je Aktie in bar. Die Transaktion bewertet Acceleron Pharma mit rund 11,5 Milliarden Dollar und soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Acceleron Pharma ist auf die Entwicklung von Arzneien zur Behandlung seltener Erkrankungen spezialisiert. Das Kronjuwel von Acceleron ist Sotatercept, ein experimentelles Medikament zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie, einer Krankheit, die durch hohen Blutdruck in den Blutgefässen verursacht wird, die vom Herzen zur Lunge führen. Diese Krankheit verursacht eine Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut. Unternehmen wie Johnson & Johnson verkaufen bereits Behandlungen für pulmonale Hypertonie. Sotatercept verspricht jedoch, das erste Medikament zu sein, das nicht nur die Symptome behandelt und die Krankheit verlangsamt, sondern sie möglicherweise heilt. Am Donnerstag verlor Acceleron 1,9%, nachdem die Aktie seit dem 20. September um 25,7% gestiegen war.

Swiss stocks

Nach den beiden Vortagen mit zunächst kräftigen Verlusten und dann einer ebensolchen Erholung, ist es am Donnerstag an der Schweizer Börse ruhiger zugegangen - zumindest mit Blick auf den SMI. Dieser schloss 0,1 Prozent im Plus mit 11.642 Punkten. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 11 Kursverlierer und 9 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 36,49 (Mittwoch: 31,66) Millionen Aktien. Dabei gingen die Kursausschläge sowohl bei den Gewinnern wie bei den Verlierern nicht über das Plus von 1,2 Prozent bei Roche hinaus. Der Schweizer Pharmakonzern hatte einen Studienerfolg mit seinem Covid-19-Präparat Ronapreve gemeldet. Die Ergebnisse zeigten demnach eine "signifikante" Reduzierung der Viruslast. Bei den Werten aus der zweiten Reihe standen Sulzer im Fokus mit einem Kurseinbruch von fast 35 Prozent oder 47,90 Franken. Die Sulzer-Abspaltung Medmix hat einen schlechten Börsenstart erwischt. Der erste Kurs lag bei 45 Franken, was einer implizierten Marktkapitalisierung von 1,857 Milliarden Franken entspricht. Im frühen Handel fiel der Wert im Tief auf 41,60 Franken und schloss bei 44 Franken. Der Hersteller von Präzisionsgeräten ist das Ergebnis einer Ausgliederung aus dem Industriekonzern Sulzer, die in Form einer Abspaltung erfolgte, bei der die bisherigen Aktionäre von Sulzer zusätzlich zu jeder Sulzer-Aktie eine Medmix-Aktie erhielten. Bereinigt um die Abspaltung betrug das Minus bei Sulzer knapp 3 Prozent.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mit Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 0,7 Prozent auf 15.261 Punkte, nach einem Tageshoch bei 15.449 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag 0,8 Prozent tiefer bei 4.048 Punkten. Die deutsche Inflationsrate klettert beständig nach oben. Im September lag diese bei 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vor allem getrieben durch Energie-, aber auch durch anziehende Nahrungsmittelpreise. Gut kam der Zwischenbericht von Diageo (+1,2%) im Handel an. Der Getränkehersteller teilte im Vorfeld der anstehenden Hauptversammlung mit, dass man stark ins neue Fiskaljahr gestartet sei, in allen Regionen zeige sich ein positives Umsatzmomentum, vor allem aber in Nordamerika. In Europa verlaufe die Erholung auch etwas besser als gedacht. Der Satelliten-Sektor rückte mit Konsolidierungsfantasien in den Fokus. Auslöser ist ein ungefragtes Übernahmeangebot von Altice-Gründer Patrick Drahi an Eutelsat Communications. Deren Aktien haussierten um 15 Prozent, obwohl Eutelsat das Angebot ablehnt. Für Boohoo ging es in London um 15,1 Prozent nach unten. Positiv wurden die Halbjahreszahlen und Ausblick von Hornbach Holding (+8,6%) an der Börse aufgenommen.

United States

Auch am Donnerstag ist es den US-Indizes an der Wall Street nicht gelungen, sich von den herben Verluste vom Dienstag zu erholen, obwohl es anfangs erneut danach ausgesehen hatte. Der Dow-Jones-Index büsste 1,6 Prozent ein auf 34.843 Punkte. Er ging damit praktisch auf dem Tagestief aus dem Handel. Der S&P-500 gab um 1,2 Prozent nach. Besser schlugen sich die technologielastigen und damit zinsempfindlicheren Nasdaq-Indizes (-0,4%), die an den Vortagen aber auch stärker verloren hatten. An der Nyse gab es nach ersten Angaben 1.343 (Mittwoch: 1.936) Kursgewinner und 2.004 (1.376) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 105 (106) Titel. Innerhalb des Dow-Jones-Index waren Walgreens (-3,4%) und Industriewerte wie Caterpillar (-3,1%) und 3M (-3%) die grössten Verlierer. Auch die Fluggesellschaften gaben aufgrund von Sorgen über die Treibstoffkosten nach dem Anstieg der Ölpreise nach. United Airlines fielen um 2,1% und American Airlines verloren 1,9%. Bed Bath & Beyond brachen um 22,1 Prozent ein. Der Inneneinrichter war im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht wegen eines Rückgangs bei den Kundenzahlen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, aber auch aufgrund von Problemen in der Lieferkette. Herman Miller geben um gut 6 Prozent nach. Der Möbelhersteller, der sich in MillerKnoll umbenennen wird, hatte ergebnisseitig enttäuscht. Virgin Galactic schnellten um 12,1 Prozent nach oben. Das Unternehmen des Milliardärs Richard Branson hat grünes Licht für weitere Weltraumflüge erhalten. Olaple, der kalifornischen Hersteller von Haarproduken, legte ein starkes Debüt an der Nasdaq hin und stieg um mehr als 16 % auf 24,50 $, nachdem das Unternehmen mit 21 $ an die Börse gegangen war. Die Gruppe, die auch nach der Übernahme zu fast 80 % im Besitz des Advent-Fonds bleibt, wurde beim Abschluss mit mehr als 15,5 Mrd. USD bewertet.

Asia

Mit heftigen Kursverlusten starten die Börsen in Ostasien in den Oktober. Die Börsen in Schanghai und Hongkong sind am Freitag wegen der Nationalfeiertage geschlossen. In Schanghai dauert die Feiertagspause bis einschliesslich Donnerstag an. Am Tokioter Aktienmarkt fällt der Nikkei-225-Index um 2,4 Prozent. In Seoul verliert der Kospi 1,6 Prozent.

Bonds

Am U.S. Anleihemarkt gab es eine leichte Entspannung, die stark gestiegenen Renditen bewegten sich am Donnerstag etwas nach unten. Die 10-jährige U.S. Staatsanleihe beendete die Sitzung bei 1,529 %, 1 Basispunkt weniger als am Vortag.

Analysis

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