Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 24.09.2021
Morning news

General Electric übernimmt BK Medical für 1,45 Milliarden Dollar

Topic of the day

Für 1,45 Milliarden Dollar in bar verstärkt General Electric (+4,5%) sein Medizintechnikgeschäft. Zu diesem Preis vereinbarte der US-Mischkonzern mit der Beteiligungsgesellschaft Altaris Capital Partners eine Übernahme des auf Bildgebung und Chirurgietechnik spezialisierten Unternehmens BK Medical, wie es in einer Mitteilung von GE heisst. Mit dem Zukauf wird das Ultraschallgeschäft von GE Healthcare um ein Angebot für chirurgische und therapeutische Eingriffe erweitert. Die Plattform von BK Medical wird in Kliniken für minimal-invasive und robotergestützte Operationen eingesetzt. Die Apparate erlauben die Visualisierung von tiefem Gewebe bei Eingriffen in der Neuro- und Abdominalchirurgie sowie in der Ultraschall-Urologie. BK Medical hat seinen Sitz in Boston und Kopenhagen und beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter. Die Übernahme werde voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen, erklärte GE.

Swiss stocks

Weiter auf Erholungskurs war der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet bestätigt und zugleich ihre Wachstumsprognose für 2021 gesenkt, die Inflationsprognose aber leicht angehoben. Die SNB bezeichnete den Franken als "hoch bewertet" und teilte mit, dass sie bereit sei, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SMI gewann 0,9 Prozent auf 11.939 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 19 Kursgewinner und ein -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 28,65 (zuvor: 32,22) Millionen Aktien. Gesucht waren europaweit Aktien von Banken, nachdem die Anleiherenditen etwas gestiegen waren. Im SMI stiegen Credit Suisse um 1,9 Prozent und UBS um 1,3 Prozent. Stärkster Wert im SMI waren jedoch Richemont, die um 3,4 Prozent vorrückten. Swatch, die seit Montag nicht im Index sind, gewannen 1,2 Prozent. Eine rege Nachfrage verzeichneten auch die zinssensitiven Technologiewerte wie SMI-Neuling Logitech (+2,6%) und AMS (+3,6%).

International markets

Europe

An den europäischen Aktienmärkten ist es am Donnerstag den dritten Tag in Folge nach oben gegangen. Der DAX legte um 0,9 Prozent auf 15.644 Punkte zu, der Euro-SToxx-50 gewann 1,1 Prozent auf 4.195 Zähler. Am Vorabend hatte die US-Notenbank zwar eine straffere Geldpolitik in Aussicht gestellt, sie hat dazu aber weder einen Beschluss noch einen Zeitplan vorgelegt. Damit hat sie sich alle Optionen offen gehalten, um flexibel zu handeln. Die Norges Bank hat als erste grössere Zentralbank in Europa den Leitzins nach der Pandemie angehoben. Sie erhöhte ihn von null auf 0,25 Prozent und signalisierte eine weitere Anhebung noch in diesem Jahr. Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent bestätigt. Die unerwartete Leitzinssenkung in der Türkei brachte die Lira gehörig unter Druck. Für die Aktien der europäischen Windturbinenhersteller ging es nach oben, so gewannen Vestas 3,9, Nordex 4,8 und Siemens Gamesa 2,0 Prozent. Die Aktien der europäischen Automobilzulieferer legten zu, nachdem die Analysten der Bank of America die Kursziele für den Sektor auf Grund der schwächeren Geschäftsentwicklung in Folge der Chipknappheit gesenkt hatte, die Kursziele teils deutlich über den aktuellen Kursen liegen und zudem die Kaufempfehlungen grösstenteils beibehalten wurden. So stiegen Faurecia 6,7 Prozent, Valeo 8,4 und Continental 2,5 Prozent.

United States

Erleichterung über die Aussagen der US-Notenbank vom Vortag hat der Wall Street auch am Donnerstag kräftige Kursgewinne beschert. Der Dow-Jones-Index stieg um 1,5 Prozent, der S&P und der Nasdaq-Composite gewannen 1,2 und 1,0 Prozent. Dabei überstieg die Zahl der Kursgewinner mit 2.150 (Mittwoch: 2.679) erneut klar die der Kursverlierer, die mit 1.161 (673) angegeben wurde. Unverändert gingen 107 (101) Titel aus dem Handel. Der drohende Kollaps des chinesischen Immobilienriesen Evergrande verlor seinen Schrecken, auch wenn aus Kreisen berichtet wurde, Chinas Behörden hätten die lokalen Regierungen aufgefordert, sich auf den möglichen Zusammenbruch der China Evergrande Group vorzubereiten. Die lokalen Regierungen sollten die Folgen abfedern. Die Aktie des Klebstoffexperten H.B. Fuller reagierte mit einem Plus von 7,9 Prozent auf die Vorlage des Drittquartalsberichts und einen erhöhten Umsatzausblick. KB Home erfüllte gewinnseitig mit einer annähernden Verdopplung auf 150 Millionen Dollar die Erwartungen in seinem dritten Quartal, beim Umsatz schaffte der Eigenheimbauer dies trotz einer Steigerung nicht ganz. Der Kurs legte um 0,5 Prozent zu. Eine Ausblickanhebung verhalf Salesforce.com zu einem Plus von 7,2 Prozent. Der Spezialist für Cloud-Computing-Lösungen hatte seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 angehoben und für 2022/23 einen besseren Ausblick gegeben als erwartet. Blackberry stiegen um 10,9 Prozent. Der Hersteller von Kommunikationssystemen berichtete zwar über einen Umsatzrückgang und weitete auch den Verlust deutlich aus auf 144 (23) Millionen Dollar, Analysten hatten aber noch schlechtere Zahlen befürchtet.

Asia

Überwiegend mit moderaten Abgaben zeigen sich die Börsen in Ostasien am letzten Handelstag der Woche. Die Börse in Hongkong zeigt sich nach anfänglichen Gewinnen unverändert. Für den Schanghai-Composite geht es um 0,1 Prozent nach unten. Die Volatilität in der Aktie von China Evergrande bleibt weiter hoch. Nach einem Plus von bis zu 30 Prozent am Donnerstag geht es nun um 7,1 Prozent abwärts. In Tokio geht es nach dem Feiertag am Donnerstag um 2,0 Prozent nach oben. Gesucht sind Werte aus dem Schiffbau- und Stahlsektor. So klettern die Aktien von Nippon Steel um 3,7 Prozent und Nippon Yusen verbessern sich um 7,4 Prozent.

Bonds

US-Staatsanleihen waren trotz der enttäuschenden Konjunkturdaten nicht gefragt. Vielmehr positionierten sich die Anleger für das bald anstehende Tapering und steigende Zinsen, wie Marktteilnehmer sagten. Die Zehnjahresrendite verbuchte ihren stärksten Anstieg seit März und kletterte um 11,2 Basispunkte auf 1,42 Prozent. Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit der gleichen Laufzeit liegt bei -0,255%, gegenüber -0,322% am Mittwochabend.

Analysis

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