Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 16.09.2021
Morning news

H&M-Umsatz in den meisten Regionen wieder auf Vorkrisenniveau

Topic of the day

Die Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat ihren Umsatz im dritten Geschäftsquartal deutlich gesteigert. Wie der schwedische Konzern mitteilte, legten sowohl der stationäre Umsatz in vielen Märkten als auch die Online-Erlöse zu. Auf der anderen Seite beeinträchtigten coronabedingte Einschränkungen die Entwicklung nach wie vor, insbesondere in Asien. Ausser in Asien und Ozeanien habe der Umsatz wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 erreicht. Der Konzernumsatz stieg im Zeitraum von Juni bis August um 9 Prozent auf 55,6 Milliarden schwedische Kronen, umgerechnet etwa 5,5 Milliarden Euro. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 57,23 Milliarden gerechnet. Bereinigt um Wechselkurseffekte legte der Umsatz um 14 Prozent zu, so H&M. Man habe mehr Kleidung zum vollen Preis und bei einer soliden Kostenkontrolle absetzen können. Vollständige Zahlen zum dritten Quartal will H&M am 30. September veröffentlichen.

Swiss stocks

Mit einem kräftigen Minus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel zur Wochenmitte beendet. Marktteilnehmer verwiesen auf erneut schwache Konjunkturdaten aus China. Dort waren Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion im August schwächer als erwartet ausgefallen. Damit machten sich weiter Sorgen breit, das Hoch der Erholung nach Corona könnte bereits überschritten sein. Bedenken herrschen weiter auch in Bezug auf die Inflation in Europa. Die Daten zu den Erzeugerpreisen aus Grossbritannien zeigten weiter explodierende Preise. Der SMI verlor 0,9 Prozent auf 11.985 Punkte und rutschte damit wieder unter die Marke von 12.000 Punkten. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 39,16 (Dienstag: 27,11) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten standen erneut die Luxusgüter-Werte Richemont (-4,2%) und Swatch (-3,0%) unter Druck. Teilnehmer verwiesen auf die enttäuschenden Einzelhandelsdaten aus China. Die Stimmung bleibe angesichts der schwachen chinesischen Konsumausgaben gedrückt, merkte ein Händler an. Die Abgaben gingen allerdings quer durch alle Branchen. So ging es für Nestle 0,9 Prozent nach unten, ABB verloren 1,1 Prozent und Novartis büssten 0,7 Prozent ein. Lediglich Alcon und UBS konnten ein Plus ins Ziel retten.

International markets

Europe

Schwächer sind die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der DAX fiel unter die 15.700er-Marke und gab 0,7 Prozent nach auf 15.616 Zähler. Allerdings gehörte er damit noch zu den stärkeren Indizes in Europa, die unter sehr schwachen Versorger- und Einzelhandelswerten litten. Den Euro-Stoxx-50 zog es um 1,1 Prozent auf 4.146 Punkte nach unten. Dazu gesellten sich Sonderbewegungen im Vorfeld des Grossen Verfalltages. Am Freitag verfallen an den internationalen Terminmärkten die Optionen und Futures mit September-Termin. Dies ist üblicherweise der grösste Verfalltag des Jahres und sorgt oft für volatile Kursbewegungen im Vorfeld. Der DAX stellt zudem einen Sonderfall in Europa, denn er wird am Montag mit zehn neuen Mitgliedern als DAX-40 starten. Davor wird er jedoch noch zum DAX-31 werden, weil die Continental-Ausgliederung Vitesco am Donnerstag für einen Tag im Index geführt wird. Entsprechend stemmten sich Conti mit 0,8 Prozent Plus gegen den Markt. Versorgertitel standen europaweit unter Druck und waren mit 2,9 Prozent Minus die schwächste Branche. Die spanische Regierung will gegen steigende Strompreise vorgehen und plant, dass Unternehmen einen Teil ihrer Gewinne an die Kunden zurückgegeben müssen. Endesa und Iberdrola brachen dort bis zu 6,4 Prozent ein. Belastet wurden auch Siemens Gamesa (-3,9%) und die deutsche Mutter Siemens Energy im DAX, deren Papiere um 2,4 Prozent fielen. Eon gaben 1,6 Prozent und RWE um 2,8 Prozent nach. Der schwache Einzelhandel in China drückte Luxusgüteraktien in Europa: Richemont, Kering und LVMH fielen um bis über 4 Prozent. Dazu kamen die Geschäftszahlen der Modeketten Inditex (-1,7%) und Hennes & Mauritz (-3,1%) nicht so gut an. Entsprechend belastete diese Gemengelage Hugo-Boss-Aktien, die 4,2 Prozent verloren. Sorgen vor einer Konkurrenz durch Amazon in Grossbritannien setzten die Papiere der Essenzulieferer unter Druck. Just Eat Takeaway fielen um 4,6 Prozent.

United States

Erholt von den Vortagesverlusten hat die Wall Street am Mittwoch den Handel beendet. Vor allem kräftige Aufschläge im Ölsektor, der 3,8 Prozent gewann, trieben den Gesamtmarkt an, hiess es. Allerdings blieben Teilnehmer skeptisch. Die negative Reaktion auf die für den Aktienmarkt eigentlich günstige Inflationsentwicklung am Dienstag habe gezeigt, dass die Abwärtsrisiken an den Börsen gestiegen seien. Sorgen über die Konjunktur-Erholung stiegen vor dem Hintergrund der Corona-Infektionen und der schleppenden Impferfolge. Dazu kamen erneut schwache Konjunkturdaten aus China, welche die Befürchtung nährten, dass die konjunkturelle Erholung ihren Höhepunkt bereits gesehen haben könnte. Der Dow-Jones-Index gewann 0,7 Prozent auf 34.814 Punkte. Der S&P-500 verbesserte sich um 0,8 Prozent und der Nasdaq-Composite stieg ebenfalls um 0,8 Prozent. Dabei standen den 2.314 (Dienstag: 1.022) Kursgewinnern 1.000 (2.288) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 111 (155) Titel. Unter den Einzelwerten stiegen Apple um 0,6 Prozent. Aus China meldeten sich positive Stimmen zur jüngsten Produktvorstellung. Vor allem die Preisgestaltung des iPhone 13 wurde positiv herausgestrichen. Für die Facebook-Aktie ging es um 0,7 Prozent abwärts. Zwei US-Senatoren fordern eine Untersuchung bei Facebook über die Art und Weise, wie der Foto- und Video-Dienst Instagram junge Nutzer beeinflusst. Hier könnte dem sozialen Netzwerk Ungemach drohen, hiess es im Handel. Die Aktien von Microsoft zeigten sich 1,7 Prozent fester, nachdem das Unternehmen seine Quartalsdividende angehoben und den Rückkauf von Aktien im Umfang von 60 Milliarden Dollar angekündigt hat.

Asia

Negative Vorzeichen überwiegen am Donnerstag an den Börsen in Ostasien, wobei sich der australische Aktienmarkt gegen die regionale Tendenz freundlich zeigt. Die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch wirkten noch nach, sagen Marktteilnehmer, die zudem von erhöhter Nervosität vor dem grossen Verfall am Freitag sprechen. Schlusslicht unter den Börsen der Region ist erneut Hongkong (-2%). Zentrales Thema ist dort das Debakel um den finanziell stark angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande.

Bonds

Am US-Rentenmarkt gaben die Notierungen anfängliche Gewinne wieder ab, die Renditen legten im Gegenzug leicht zu. Die schwachen China-Daten hätten die Kurse zunächst etwas gestützt, hiess es.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.