Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 09.09.2021
Morning news

Sanofi erwirbt US-Biopharma-Konzern Kadmon

Topic of the day

Sanofi verstärkt sich im Bereich Biopharmaka in den USA. Der Pharmakonzern hat eine Vereinbarung zu Übernahme von Kadmon Holdings geschlossen. Im Rahmen dessen sollen die Inhaber von Kadmon-Stammaktien 9,50 US-Dollar pro Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtwert des Unternehmens von etwa 1,9 Milliarden Dollar entspricht. Sanofi will durch die Akquisition das Wachstum im Geschäftsbereich Transplantation stärken und das Kerngeschäft mit allgemeinen Arzneimitteln weiter ausbauen. Infolgedessen wird Sanofi das Medikament Rezurock sofort in sein Transplantationsportfolio aufnehmen. Für die Sanofi-Aktie ging es mit dem Gesamtmarkt um 2,5 Prozent nach unten. Kadmon legten um 71% auf 9,07 USD in New York zu. Sanofi plant, die Transaktion in bar zu finanzieren. Der Abschluss werde für das vierte Quartal 2021 erwartet, sofern die üblichen Abschlussbedingungen erfüllt sind.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat seine Vortagesverluste am Mittwoch ausgebaut. Anleger hätten sich zunehmend vorsichtiger mit Blick auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gezeigt, hiess es. Der SMI verlor 1 Prozent auf 12.215 Punkte. Holcim zeigten sich den dritten Tag in Folge sehr schwach, der Kurs gab weitere 2,3 Prozent ab. Dem Zementhersteller drohen wegen seiner Syrien-Geschäfte hohe Geldstrafen in Frankreich. Das Oberste französische Gericht hatte eine frühere Entscheidung gegen Fusionspartner Lafarge aufgehoben und die Ermittlungen wegen Terrorfinanzierung bestätigt. Die Bankenwerte UBS (-0,8%) und Credit Suisse (-1,1%) profitierten nicht von den zuletzt gestiegenen Marktzinsen, Partners Group gaben gar 2,8 Prozent ab. Die Credit Suisse berief indes nach den Verwerfungen um Archegos und Greensill neue Vorstände. Adecco hat Aktien platziert und sich frisches Kapital besorgt. Mit den Mitteln soll die Akquisition von Akka Technologies gestemmt werden. Die Titel gaben 0,7 Prozent ab. Novartis (-1,8%) hat über ihre Generikasparte Sandoz eine Vermarktungsvereinbarung mit dem biopharmazeutischen Unternehmen Bio-Thera Solutions für das Biosimilar Bevacizumab geschlossen. Unter den Nebenwerten litten SoftwareOne (-7,2%), Huber+Suhner (-10,2%) sowie Vetropack (-3,8%) unter Anteilsverkäufen durch Grossaktionäre.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch weiter abgeschwächt. Der DAX verlor 1,5 Prozent auf 15.610 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 kam einem Minus von 1,1 Prozent etwas besser davon. Die Investoren wurden vorsichtiger, auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. An der Börse wird nicht ausgeschlossen, dass die EZB die Anleihekäufe in naher Zukunft drosseln könnte. Dabei geht es darum, dass die Notenbank das Volumen der Käufe auf 60 Milliarden Euro zurückfährt - also auf das Volumen vom Jahresbeginn. Unter Druck standen in Europa vor allem die konjunkturabhängigen Titel aus dem Auto- und dem Industriebereich. Der Stoxx-Auto-Index fiel um 2,2 Prozent, der Stoxx-Index der Industrial Goods and Services um 1,7 Prozent. Vergleichsweise gut hielten sich Reiseaktien: Hier stiegen Easyjet um 1,4 Prozent, Lufthansa und Air France legten um je 0,6 Prozent zu, und Fraport gewannen 2,2 Prozent. "Der Markt setzt weiter auf Reopening", so ein Händler. Die Aktien von Stellantis notierten 2,8 Prozent leichter bei 16,62 Euro. Der Grossaktionär Dongfeng aus China hat seinen Anteil an dem Autokonzern durch den Verkauf von 1,15 Prozent auf 4,5 Prozent reduziert. Die Platzierung von 36,06 Millionen Aktien habe zu 16,65 Euro stattgefunden. Die Aktien des Autozulieferer Continental (-2,4%) standen im Fokus, nachdem am Vorabend Details zum Börsengang von Vitesco und deren Halbjahreszahlen vorgestellt worden waren. Schwächster DAX-Wert war die Aktie von Siemens Energy, nachdem die Analysten von JP Morgan das Votum auf "Neutral" von "Overweight" gesenkt haben sollen. Die Titel büssten 8,1 Prozent ein. Siemens fielen um 3,5 Prozent. Auf der anderen Seite legten Covestro um 0,7 Prozent zu auf 58,34 Euro. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 85 von 82 Euro erhöht und die Aktie auf einer Liste besonders aussichtsreicher Titel belassen. Auch Eon und Deutsche Telekom zogen etwas an. In der dritten Reihe stiegen SMA Solar um 1,5 Prozent.

United States

Die US-Börsen haben ihre Vortagesverluste am Mittwoch leicht ausgebaut. Diesmal traf es auch die technologielastige Nasdaq, die sich am Vortag noch gegen den Abwärtstrend gestemmt hatte. Konjunktursorgen und Zinserhöhungsängste gewannen wieder die Oberhand. Die sich ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus schüre Befürchtungen, dass die Erholung der Wirtschaft ausgebremst werden könnte, hiess es. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 35.031 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben 0,1 bzw. 0,6 Prozent nach. Nach ersten Angaben verzeichnete die Nyse 1.260 (Dienstag: 1.060) Kursgewinner und 2.053 (2.290) -verlierer. Unverändert gingen 107 (105) Titel aus dem Handel. Die schwedische Assa Abloy AB kauft eine Sparte von Spectrum Brands für 4,3 Milliarden US-Dollar. Die Titel von Spectrum kletterten um 17,8 Prozent. Die Aktie des Chemiekonzerns Lyondellbasell drehte 2,4 Prozent ins Minus. Das Unternehmen prüft strategische Optionen für sein Raffineriegeschäft. Pultegroup verloren 6 Prozent. Das auf Eigenheime spezialisierte Bauunternehmen wird aufgrund von Lieferkettenproblemen weniger Häuser fertigstellen als geplant. Die Platzierung eines grösseren Aktienpakets drückte die Papiere der IT-Sicherheitsgesellschaft McAfee um 8,7 Prozent. Laut einem Bericht kauft der aktivistische Hedgefonds Elliott bei Citrix Systems zu, die Papiere zogen um 3 Prozent an.

Asia

Die Aktienmärkte in Ostasien folgen am Donnerstag den negativen internationalen Vorgaben und geben teils deutlicher nach. Der Nikkei-Index in Tokio büsst 0,8 Prozent ein auf 29.942 Punkte. An den Plätzen in Seoul und Hongkong geht es um 1,2 und 1,6 Prozent abwärts. Der Schanghai-Composite kann sich dagegen behaupten, nachdem neue Daten erneut unterschiedliche Trends bei den Verbraucher- und Erzeugerpreisen zeigten. Während erstere etwas weniger stiegen als erwartet, legten die ohnehin bereits sehr hohen Erzeugerpreise deutlicher zu als geschätzt. Die Unternehmen haben demnach offenbar Probleme, Preissteigerungen weiterzureichen.

Bonds

Am Rentenmarkt sank die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe um fast 4 Basispunkte auf 1,3340 %. Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit gleicher Laufzeit lag bei -0,319%, gegenüber -0,321% am Dienstagabend.

Analysis

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