Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 07.09.2021
Morning news

IPO/Goldman-Einheit Petershill Partners könnte 5 Milliarden US-Dollar wert sein

Topic of the day

Goldman Sachs will ihre Einheit Petershill Partners in London an die Börse bringen, wie die Bank ankündigte. Nach Angaben von Analysten, die von Reuters zitiert wurden, könnte die Einheit der US-Bank dabei mit rund 5 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Petershill Partners, die Minderheitsbeteiligungen an 19 alternativen Investmentvehikeln wie Private Equity und Hedge-Fonds hält, werde von Goldman Sachs gegen eine Gebühr betrieben. Die Fonds verwalten ein Gesamtvermögen von rund 187 Milliarden Dollar. Die US-Bank plane, bestehende und neue Aktien im Wert von rund 750 Millionen Dollar zu verkaufen, um Petershill einen Streubesitz von 25 Prozent zu verschaffen und für den FTSE 100-Index der Londoner Börse zu qualifizieren. Petershill wurde 2007 gegründet und wäre bei einem erfolgreichen Börsengang die grösste an der Londoner Börse notierte alternative Investmentgesellschaft.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Montag freundlich geschlossen. Das Thema "Tapering", also das Zurückfahren der Anleihekäufe durch die US-Notenbank, sei nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag zeitlich weiter nach hinten gerückt, hiess es. Dieser Gedanke habe Aktien gestützt. Dazu gesellten sich unerwartet überzeugende Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 12.430 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 19 Kursgewinner und ein -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 20,56 (zuvor: 22,97) Millionen Aktien. Gut im Markt lagen Banken- und Versicherungswerte. Hier wurde von Teilnehmern auf die jüngst gestiegenen Renditen am Rentenmarkt verwiesen. Die steilere Zinskurve rücke Finanztitel in den Blick, sagte ein Händler mit Blick das lange Ende des Marktes, wo die Renditen seit Anfang August deutlich angezogen hatten. Credit Suisse und UBS legten um 0,9 bzw. 0,8 Prozent zu. Zurich Insurance gewannen 1,2 Prozent. Zudem hatte sich JP Morgan positiv zum europäischen Versicherungssektor geäussert und die Kursziele eidgenössischer Werte angehoben. Die Papiere der Luxusgütertitel Swatch (+0,9%) und Richemont (+1,5%) erholten sich von ihrer Schwäche zum Wochenschluss. Holcim gaben dagegen 3,8 Prozent ab - belastet von Sorgen über mögliche Geldstrafen wegen vermeintlicher Terrorismusfinanzierung in Syrien. Unter den Nebenwerten zogen Burkhalter nach Vorlage guter Geschäftszahlen um 2,3 Prozent an. Newron kletterten um 6 Prozent. Die Pharmagesellschaft hatte eine neue Studie zu einem Hoffnungsträger gemeldet.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte haben zum Start in die Woche freundlich tendiert. Die Umsätze an den Börsen waren dünn - auch weil die Finanzmärkte in den USA wegen des "Labor Day" geschlossen blieben. Der DAX legte um 1,0 Prozent zu auf 15.932 Punkte und profitierte von den deutlichen Aufschlägen bei den Index-Schwergewichten Siemens und Linde. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,1 Prozent auf 4.246 Punkte - am Nachmittag notierte der Index mit 4.253 Zählern auf einem 13-Jahreshoch. Unternehmensmeldungen waren zum Start in die Woche rar. Im Fokus stand am Vormittag die DAX-Erweiterung auf 40 Titel. Ein Marktteilnehmer verwies darauf, dass die meisten der Neulinge den DAX in den vergangenen Monaten bereits deutlich geschlagen hätten und die Aufnahme in den Index damit weitgehend eingepreist sei. Richtung Vollzug am 17. September sei dann noch einmal mit Kapitalflüssen in die "Neuen" zu rechnen und eine Outperformance wahrscheinlich, hiess es. In den DAX aufgenommen werden Airbus, Brenntag, Hellofresh, Porsche, Puma, Qiagen, Sartorius, Siemens Healthineers, Symrise und Zalando. Auch Spie plant nun, ein unverbindliches Angebot zur Übernahme des neu gegründeten technischen Dienstleisters Equans von Engie zu unterbreiten. Equans wurde Anfang des Jahres als unabhängiges Unternehmen gegründet und verwaltet die meisten von Engies dienstleistungsorientierten Aktivitäten im Bereich Elektrik, Kälte, Mechanik und Robotik in 17 Ländern. Zu den anderen Interessenten einer Übernahme gehören der französische Bau- und Medienkonzern Bouygues sowie Eiffage. Für die Aktie von Spie ging es um 4,3 Prozent nach unten, Engie stiegen um 0,5 Prozent.

United States

Die Finanzmärkte in den USA blieben wegen des "Labor Day" am Montag geschlossen.

Asia

Ein ähnliches Bild wie am zum Wochenstart zeigt sich am Dienstag an den ostasiatischen Börsen. In Tokio (+0,7% auf 29.881 Punkte) und an den chinesischen Plätzen in Hongkong und Schanghai steigen die Indizes, wobei der Nikkei-Index im Verlauf erstmals seit April auch wieder die 30.000er Marke überwand. In Seoul kommt es zu Abgaben. Während in Tokio weiter die Hoffnung gespielt wird, dass der aktuell von der Regierungspartei LDP gesuchte Nachfolger für das Amt des Ministerpräsidenten neue Stimuli für die Wirtschaft initiieren wird, helfen in China gute Aussenhandelsdaten. Sowohl die Exporte wie auch die Importe China stiegen im August überraschend deutlich stärker, als Analysten erwartet hatten, zumal zuletzt vermehrt maue Konjunkturdaten aus der Volksrepublik gemeldet wurden. In Seoul berichten Händler von Gewinnen bei Stahlaktien wie Hyuandai Steel (+4,9%) und Dongkuk Steel Mill (+5,3%). Hintergrund sei, dass der Golf-Kooperationsrat beschlossen hat, keine Schutzzölle auf Stahlimporte zu erheben.

Bonds

Am Rentenmarkt lag die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe bei -0,367%, gegenüber -0,357% am Freitagabend. Die Welle der taubenhaften Notenbank-Aktionen rund um den Globus geht weiter. So hält Australiens Notenbank RBA zwar an ihren Tapering-Plänen fest und will die wöchentlichen Anleihekäufe von 5 auf 4 Milliarden australische Dollar senken, über die nächsten Schritte soll jedoch erst im Februar kommenden Jahres wieder diskutiert werden. Zudem bestätigte sie, dass die Erhöhung von Zinsen frühestens 2024 ein Thema werden würde.

Analysis

JP Morgan erhöht Allianz-Ziel auf 246 (228) EUR/Overweight
Berenberg startet Brockhaus Capital mit Buy - Ziel 35 EUR
Jefferies erhöht Ziel Telekom Austria auf 8,49 (7,94) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.