Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 27.08.2021
Morning news

Bouygues plant Offerte für Engie-Servicedienstleiter Equans

Topic of the day

Gute Geschäftszahlen hat der französische Mischkonzern Bouygues (+1,1%) abgeliefert. Der erhöhte Ausblick kam im Handel gut an. Bouygues erwartet bereits für das laufende Jahr, dass die operativen Margen auf das Vor-Krisenniveau zurückkehren werden. Der operative Gewinn im nächsten Jahr soll daher weiter steigen und die Niveaus von 2019 überbieten. Der französische Bau- und Medienkonzern Bouygues will demnächst eine eigene Offerte für den bisher zur Engie SA gehörenden Dienstleister Equans abgeben. "Wir werden unser Angebot Anfang September vorlegen", sagte Bouygues-CEO Olivier Roussat. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des Deals sei nicht notwendig. Equans wurde dieses Jahr vom Stromversorger Engie als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Das Unternehmen ist unter anderem in den Bereichen Elektrik, Kälte, Mechanik & Robotik tätig und erzielte zuletzt rund 12 Milliarden Euro Umsatz. Bouygues erwog ursprünglich offenbar ein Angebot für Equans in Partnerschaft mit der US-Beteiligungsgesellschaft Apollo, hatte vor kurzem die Mediengruppe L'Agefi unter Berufung auf informierte Personen berichtet.

Swiss stocks

Am Mittwoch noch bei den Schlusslichtern in Europa, hat der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag im europäischen Kontext am besten abgeschnitten. Gleichwohl fiel das Plus mit 0,4 Prozent eher moderat aus. Zur Erholung trugen jene Aktien bei, die am Vortag den Index noch nach unten gezogen hatten, die Schwergewichte Nestle, Novartis, Roche und ABB, die um bis zu 1,0 Prozent zulegten. Moderate Verluste gab es bei den beiden am Vortag noch festen Bankaktien Credit Suisse und UBS. Der SMI ging mit 12.409 Punkten aus dem Tag. Fast am Ende des Leitindex rangierten Lonza (-0,6%). Hier sorgte offenbar die Nachricht für etwas Enttäuschung, dass das Unternehmen zum 1. Dezember einen neuen Finanzchef (CFO) bekommt, weil der bisherige zu Softwareone wechselt. Die Softwareone-Aktie legte um 4,3 Prozent zu. In der zweiten Reihe profitierten Stadler Rail (+3,2%) von einer Hochstufung auf "Overweight" durch die Analysten von JP Morgan. Sie erwarten positive Impulse aus den Konjunkturpaketen und der Verkehrswende hin zu grüner Mobilität. Der Schienenfahrzeug-Hersteller stehe an einem Wendepunkt, denn er erwarte für das zweite Halbjahr den ersten positiven Cashflow seit dem Börsengang 2019.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Donnerstag mit kleinen Verlusten geschlossen. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 15.794 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent auf 4.170 Punkte nach. Für die Aktie der DWS ging es um 13,7 Prozent nach unten, für die Titel der Mutter Deutsche Bank um 2,3 Prozent. Belastend wirkte hier die Meldung, dass US-Behörden gegen die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank wegen möglicherweise zu hoch ausgewiesener Nachhaltigkeitsinvestitionen ermitteln sollen. Vivendi legten dagegen um 2,6 Prozent zu. Kurstreiber war ein sehr positiv aufgenommener Kapitalmarkttag bei Universal Music Group. Die Vivendi-Tochter erwartet ein beschleunigtes Gewinnwachstum im laufenden Jahr. Delivery Hero (-3,2%) hat im ersten Halbjahr operativ den Verlust leicht ausgeweitet. Grund waren zusätzliche Investitionen unter anderem in Marketing, IT und deutlich höhere allgemeine Verwaltungskosten, wie aus dem Finanzbericht des Online-Lieferservices hervorgeht. Für die Aktie von Elmos ging es um 7,7 Prozent nach oben. Der Spezialist für Mixed-Signal-Lösungen bietet nun per Aktienrückkauf 39,00 Euro je Stückaktie. Das sind 3 Euro mehr als ursprünglich angekündigt. Die Annahmefrist wurde zudem bis zum 1. September 2021 (24.00 Uhr) verlängert. Nach Zweitquartalszahlen legten Fielmann um 3,5 Prozent zu. Warburg geht für die nächsten Quartale von einer weiteren Umsatzerholung aus, die durch den Nachfragestau unterstützt werde.

United States

Nach der mehrtägigen Gewinnstrecke mit meist kleinen Aufschlägen bei den Indizes und dem bereits 51. Rekordhoch des S&P-500 im laufenden Jahr, haben die US-Börsen am Freitag nachgegeben. Für Zurückhaltung sorgte der am Freitag anstehende Auftritt von US-Notenbankpräsident Jerome Powell beim virtuellen Notenbankertreffen in Jackson Hole. Daneben verschreckte die Entwicklung in Afghanistan, wo bei einer Attentatserie am Flughafen Kabul Dutzende von Menschen ums Leben kamen, darunter auch mehrere US-Soldaten. Der Dow-Jones-Index kam um 0,5 Prozent zurück auf 35.213 Punkte und schloss damit ebenso wie die anderen Indizes knapp über dem Tagestief. Der S&P-500 und die Nasdaq-Composite gaben ähnlich nach. Am Aktienmarkt stiegen Salesforce.com um 2,7 Prozent auf 267,79 Dollar und waren klarer Spitzenreiter im Dow-Jones-Index. Das Unternehmen hatte mit seinen Zahlen zum zweiten Quartal die Erwartungen deutlich übertroffen. Der SAP-Wettbewerber hob zudem seinen Ausblick an. Snowflake legten um 7,6 Prozent zu. Das ebenfalls auf Cloud-Computing spezialisierte Unternehmen hatte seinen Umsatz mehr als verdoppelt. Autodesk (-9,4%) enttäuschte mit dem Ausblick auf das laufende dritte Quartal. Die Zahlen zum zweiten Quartal des Softwareunternehmens lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Williams-Sonoma machten eine Satz um gut 9 Prozent, nachdem der Inneneinrichter eine Dividendenanhebung und eine neues Aktienrückkaufprogramm vorgestellt hatte. Dollar Tree verbilligten sich um über 12 und Dollar General um 3,8 Prozent. Die beiden Discounter enttäuschten mit neuen Angaben zur Geschäftsentwicklung. Für Abercrombie & Fitch ging es um 10,4 Prozent südwärts, nachdem der Textil-Einzelhändler mit seinem Zweitquartalsumsatz die Erwartungen verfehlt hatte. Dass der Nettogewinn die Erwartungen klar übertraf, half nicht.

Asia

Zum Wochenausklang ist an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die chinesische Notenbank (PBoC) hat am Freitag über ein sogenanntes Reverse-Repo-Geschäft 50 Milliarden Yuan (umgerechnet 6,6 Milliarden Euro) in das Bankensystem des Landes gepumpt. Das stützt die chinesischen Börsen. Sowohl in Schanghai als auch in Hongkong legen die Kurse im Schnitt um 0,5 Prozent zu. Um 0,5 Prozent abwärts geht es derweil mit dem Nikkei-225-Index in Tokio.

Bonds

Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen ist am Donnerstag gesunken, während der Zinssatz für die 10-jährige Staatsanleihe unverändert blieb, nachdem eine Auktion von 7-jährigen Staatsanleihen im Wert von 62 Mrd. USD ein mittelmässiges Ergebnis erbracht hatte. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe lag bei 1,342% und blieb damit gegenüber Mittwoch unverändert.

Analysis

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