Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 19.08.2021
Morning news

Philip Morris kauft Anteil von 22,61 Prozent an Vectura am Markt

Topic of the day

Philip Morris (-1,5%) hat bereits am Markt einen Anteil von 22,61 Prozent an seinem Übernahmeziel Vectura erworben und angekündigt, auf diesem Wege weitere Aktien zu kaufen. Der Tabakkonzern teilte mit, er habe 135,5 Millionen Aktien der auf Inhalationsmedikamente spezialisierten Vectura Group plc zum Preis von 165 britischen Pence gekauft - also zum gleichen Preis, den er im Rahmen seines Übernahmeangebotes zahlen will. Weitere Käufe am Markt würden zum gleichen Preis getätigt. Vectura Group hatte vergangenen Woche angekündigt, ihren Aktionären die Annahme der Offerte von Philip Morris zu empfehlen. Der Konzern hatte mit seinem Angebotspreis den Finanzinvestor Carlyle ausgestochen, der ein konkurrierendes Angebot von 155 Pence je Aktie nicht weiter erhöhen wollte. Philip Morris teilte weiter mit, der Konzern könne auf dem Markt keine Vectura-Aktien von Aktionären kaufen, die in den USA ansässig sind, oder an Orten, wo die Vectura-Aktien aufgrund von regulatorischen Anforderungen von den USA aus verkauft werden würden.

Swiss stocks

Mit etwas festerer Tendenz hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Mittwoch gezeigt. Der Leitindex SMI erklomm ein neues Rekordhoch. Alcon-Aktien führten mit einem Kurssprung von 13,5 Prozent den SMI mit weitem Abstand an. Der Augenheilkundespezialist hatte bei der Vorlage von starken Geschäftszahlen seinen Ausblick angehoben. Der SMI gewann 0,5 Prozent auf 12.545 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und fünf -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 26,93 (zuvor: 25,32) Millionen Aktien. Indexschwergewicht Nestle, einer der Gewinner der vorigen Tage, gab 0,2 Prozent nach. Die zuletzt meist geschmähten Finanzwerte erholten sich. Die Banken CS Group und UBS verbuchten Kursgewinne von 1,3 und 0,4 Prozent. Unter den Versicherern ragten Zurich mit einem Plus von 1,1 Prozent hervor. Im Pharmasektor legten Lonza und Roche 1,9 und 0,7 Prozent zu. Novartis (kaum verändert) blieben hinter dem Markt zurück. Unter den Konjunkturzyklikern verbesserten sich ABB um rund 1 Prozent und Sika um 0,3 Prozent. Holcim (-0,1%) schwächelten jedoch erneut. Erneut kräftig abverkauft wurden auch die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont (-2,8%) und Swatch (-3,5%). Beobachter verwiesen auf neue Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, vor allem im wichtigen Absatzland China. In der zweiten Reihe büssten Zur Rose nach Vorlage von Geschäftszahlen 5,6 Prozent ein. Der Versandapotheken-Betreiber war im ersten Halbjahr trotz einer kräftigen Umsatzsteigerung tiefer in die Verlustzone gerutscht.

International markets

Europe

Europas Börsen haben am Mittwoch wenig verändert geschlossen. Mit Sorge wurde an der Börse die steigende Zahl an Corona-Infektionen durch die Delta-Variante verfolgt. Der DAX gewann 0,3 Prozent auf 15.966 Punkte. Das Rekordhoch aus der Vorwoche liegt im DAX bei 16.030 Punkten und damit weiter in greifbarer Nähe. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent auf 4.189 Punkte - hier drückte das Minus von 2,3 Prozent bei Rohstoffaktien. Die Rohstoffpreise gaben weiter nach. Zudem hat der Augenheilkunde-Konzern Alcon nach Quartalsgewinn seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Alcon hat auch im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt, nachdem im Vorjahr die Folgen der Coronavirus-Krise dem Konzern noch Verluste beschert haben. Alle Sparten profitierten von positiven Entwicklungen auf dem Augenheilkundemarkt, insbesondere durch die starke Erholung in den USA von der Covid-19-Pandemie. Auf den internationalen Märkten war das Tempo der Erholung unterschiedlich. Für die Aktie ging es um 13,5 Prozent nach oben. Wacker Chemie schlossen 5,2 Prozent fester. Dazu trugen nicht nur optimistische Aussagen des Branchenverbands VCI bei, sondern auch ein Grossauftrag aus China. Der Solarpanel-Produzent Jinkosolar hat eine Vereinbarung mit Wacker Chemie über die Lieferung von mehr als 70.000 Tonnen Polysilizium geschlossen. In einer aktuellen Studie weist die DZ Bank auf das günstige Polysiliziumumfeld hin. Dieses werde getragen von einer starken Nachfrage von Seiten der Solar- und Halbleiterindustrie. Die Aktien von SFC Energy kletterten um 10,1 Prozent. Aktueller Kurstreiber war die Nachricht einer Entwicklungspartnerschaft mit der norwegischen Nel ASA für ein Elektrolyseur- und Wasserstoff-Brennstoffzellensystem für die Industrie. Durchweg gute Nachrichten gab es vom dänischen Brauereikonzern Carlsberg, dessen Aktie 2,3 Prozent zulegte. Der Absatz erholte sich kräftig, die Jahresprognose wurde erhöht und zudem ein weiteres Aktienrückkauf-Programm von bis zu 1 Milliarde dänischen Kronen aufgesetzt.

United States

Mit deutlicheren Kursverlusten hat die Wall Street am Mittwoch auf die Nachricht reagiert, dass die US-Notenbank wahrscheinlich bald damit beginnen wird, ihre Unterstützung für die heimische Wirtschaft zurückzufahren. Die Mehrheit der Notenbanker hält es unter bestimmten Voraussetzungen für angemessen, schon in diesem Jahr damit zu beginnen, die monatlichen Anleihekäufe allmählich zu verringern, wie aus dem Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung hervorging. Der Dow verlor 1,1 Prozent auf 34.961 Punkte, der S&P-500 gab ebenfalls 1,1 Prozent ab. Der Nasdaq-Composite schloss 0,9 Prozent niedriger. Dabei standen den 1.003 (Dienstag: 899) Kursgewinnern 2.290 (2.434) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 144 (166) Titel. Target gaben 2,8 Prozent ab, obwohl der Einzelhändler die Ergebnisprognosen übertroffen und ein 15 Milliarden Dollar schweres Rückkaufprogramm in die Wege geleitet hatte. Die Baumarktkette Lowe's hat ihre Jahresumsatzprognose überraschend deutlich angehoben. Die Aktie gewann 9,6 Prozent.
Gut kamen die Zahlen von Agilent an, die Aktie legte um 1,3 Prozent zu. Der Hersteller von Messgeräten übertraf mit seinen Zahlen die Konsensschätzungen und erhöhte zudem den Ausblick. Die Ergebnisse des Halbleiterherstellers Cree wurden dagegen mit einem Minus von gut 9,1 Prozent quittiert. Trotz des boomenden Halbleitermarktes schrieb Cree in seinem vierten Quartal rote Zahlen. Der Inneneinrichter La-Z-Boy (-1,6%) steigerte in seinem ersten Quartal des Fiskaljahres den Umsatz zwar mit über 80 Prozent stärker als erwartet und legte auch beim Gewinn deutlich zu, gleichwohl verfehlte letzterer die Konsensschätzung knapp. Die Donut-Kette Krispy schnitt in ihrem ersten Quartalsausweis nach der Rückkehr an die Börse ebenfalls beim Umsatz besser und beim Gewinn knapp etwas schlechter als geschätzt ab. Der Kurs fiel um 6,9 Prozent.

Asia

Die Einbussen in Ostasien bewegen sich zwischen 0,7 Prozent in Tokio und 1,7 Prozent in Hongkong. Meituan sacken in Hongkong um 5,2 Prozent ab, Alibaba verlieren 3,8 Prozent. Für Tencent geht es nach dem Quartalsausweis um 1,0 Prozent nach unten.

Bonds

Am Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen zur Wochenmitte um fast einen Basispunkt auf 1,272 %.

Analysis

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