Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 12.08.2021
Morning news

Ausblick von Ebay unter den Erwartungen – Aktie gibt nach

Topic of the day

Ebay hat den Umsatz im zweiten Quartal etwas stärker gesteigert als von den Analysten erwartet. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag über den Schätzungen des Marktes. Allerdings blieb der Online-Marktplatz mit der Umsatzprognose für das dritte Quartal hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Hier geht der Konzern von einer Spanne zwischen 2,42 und 2,47 Milliarden Dollar aus, während die Refinitiv-Konsensschätzung 2,92 Milliarden Dollar erwartet. Für die Aktie ging es im nachbörslichen Handel um 1,5 Prozent nach unten. Das Unternehmen vermeldete für das zweite Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 99 US-Cent, was über der Factset-Schätzung von 96 Cent lag. Der Umsatz lag bei 2,67 Milliarden Dollar und damit 14 Prozent über dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Hier hatte der Markt dem Unternehmen lediglich 2,63 Milliarden Dollar zugetraut.

Swiss stocks

Die positive Tendenz am schweizerischen Aktienmarkt hat sich auch zur Wochenmitte fortgesetzt und den SMI erneut auf ein Rekordhoch geführt. Der SMI verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 12.388 Punkte. Das neue Rekordhoch liegt bei 12.426 Punkten. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 23,17 (zuvor: 22,69) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten waren erneut die defensiven Index-Schwergewichte Roche, Novartis und Nestle gesucht, die um bis zu 0,7 Prozent zulegten. ABB kletterten ebenfalls um 0,7 Prozent und Holcim waren mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent Tagesgewinner. Für die Aktien von Swiss Steel ging es um 4,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal dank einer anziehenden Nachfrage wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft.

International markets

Europe

Der deutsche Leitindex DAX ist am Mittwoch auf ein neues Allzeithoch bei 15.887 Punkten gestiegen. Auslöser waren die jüngsten US-Verbraucherpreise, die mit Erleichterung zur Kenntnis genommen wurden. Diese sind zwar im Juli wie erwartet um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Kern fiel der Anstieg mit plus 0,3 Prozent aber etwas niedriger als die Schätzung von 0,4 Prozent aus. Auch sind die Realeinkommen im Juli um 0,1 Prozent gefallen und indizieren mithin keine Zweitrundeneffekte. Für Vestas ging es um 2,1 Prozent nach unten. "Das Geschäft läuft zwar rund, aber die Gewinnschätzungen werden durch solche Aussagen nach oben gekappt", sagte ein Händler. Vestas veröffentlichte unter Erwartung liegende Geschäftszahlen zum zweiten Quartal und senkte die Umsatzerwartung leicht. Die Margenerwartung wurde deutlicher nach unten genommen auf im Mittel 6 nach 7 Prozent. Als Belastungsfaktoren wurden vor allem steigende Kosten und auch Probleme in den Lieferketten angeführt. Der Energieversorger Eon hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und seinen Jahresausblick angehoben. Grund hierfür ist die Rückerstattung von Aufwendungen für den Erwerb von Reststrommengen. Zudem profitierte der Konzern im zweiten Quartal von Kosteneinsparungen im britischen Vertriebsgeschäft und einem höheren Gasabsatz aufgrund der kühlen Witterung. Eon legten um 0,5 Prozent zu. Für Uniper ging es dagegen nach Zahlen deutlich um 2 Prozent nach unten.

United States

Die jüngste Rekordjagd an der Wall Street hat sich zur Wochenmitte fortgesetzt. Der Dow-Jones und der S&P-500 markierten erneut Allzeithochs. Für Erleichterung sorgten die im Rahmen der Erwartungen liegenden Verbraucherpreisdaten, welche die Zinsängste zunächst etwas linderten. Die Teuerung hat sich wie erwartet im Juli gegenüber dem Vormonat etwas abgeschwächt, in der Kernrate stiegen die Preise auf Monatssicht sogar etwas weniger stark als von Volkswirten erwartet. Die Reallöhne sanken verglichen mit dem Vormonat leicht, was eher gegen Zweitrundeneffekte spricht. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 35.485 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,2 Prozent auf 4.448 Punkte. Beide Indizes schlossen erneut auf einem neuen Rekordniveau. Der Nasdaq-Composite fiel dagegen um 0,2 Prozent auf 14.765 Punkte. Dabei gab es insgesamt 2.123 (Dienstag: 1.788) Kursgewinner und 1.181 (1.525) -verlierer. Unverändert schlossen 145 (150) Titel. Geschäftszahlen kamen eher aus der zweiten Reihe, so etwa von der Schnellrestaurantkette Wendy's (+3,7%). Diese hat im zweiten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, nachdem pandemiebedingte Einschränkungen gelockert worden waren. Schon am Dienstag nach Börsenschluss hatte WW International (ehemals Weight Watchers) enttäuschende Geschäftszahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Die Aktie des Diät-Spezialisten brach um 24,6 Prozent ein. Coinbase verbesserten sich dagegen um 3,2 Prozent. Die Kryptowährungsbörse hat überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt, ihre Aktie profitiert aber auch von der Aufwertung des Bitcoin. Nach der Schlussglocke folgen noch die Ergebnisse von Ebay für das zweite Quartal. Im Vorfeld gewannen die Papiere 1,1 Prozent.

Asia

Nur kleine Bewegungen nach oben oder unten verzeichnen die Börsenplätze in Ostasien und Australien am Donnerstag. In Japan führen Gewinne der Transport- und Energiewerte den Markt an, der Nikkei-225 tendiert unverändert. Im Blick stehen die Berichtsunternehmen, so wird Toshiba im Lauf des Tages den Quartalsbericht vorlegen. Im Vorfeld fällt die Aktie um 1,6 Prozent. In Japan haben Inflationsdaten im Zuge steigender Importkosten die höchste Teuerung seit 13 Jahren verbucht. Der Markt in Hongkong tendiert etwas leichter, gedrückt von neuen Anforderungen Pekings an die Finanzbranche.

Bonds

Am Anleihemarkt gaben die Renditen zwischenzeitliche Gewinne nach den US-Daten wieder ab und drehten ins Minus. "Es ist fast eine Überraschung, dass die Zahlen den Erwartungen entsprechen", sagte ein Marktstratege. Dazu kam eine starke Nachfrage bei der Auktion zehnjähriger US-Staatsanleihen. Die Gebote lagen hier auf dem höchsten Niveau seit Mai 2020.

Analysis

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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.