Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 11.08.2021
Morning news

Pershing Square erwirbt 7,1-prozentigen UMG-Anteil von Vivendi

Topic of the day

Pershing Square Holdings hat einen Anteil von 7,1 Prozent an der Universal Music Group (UMG) von Vivendi SE für rund 2,8 Milliarden Dollar in bar übernommen. Pershing erwarb im Zuge der Transaktion etwa 128,6 Millionen Aktien zu 21,78 Dollar pro Stück. Damit würde UMG mit 33 Milliarden Euro (38,7 Milliarden Dollar) bewertet. Der Hedge-Fonds könne bis zum 9. September weitere 2,9 Prozent der UMG-Aktien zum gleichen Preis erwerben, teilte Pershing mit. Mehrheitseigner Vivendi, dem rund 80 Prozent an UMG gehören, will UMG im September an die Amsterdamer Börse bringen. Vivendi und Pershing Square Holdings hatten am 4. Juni Gespräche über den Erwerb von 10 Prozent des UMG-Aktienkapitals aufgenommen, das sich im Besitz von Vivendi befindet.

Swiss stocks

Mit Gewinnen hat der schweizerische Aktienmarkt am Dienstag den Handel beendet. Der SMI erreichte im Verlauf wiederum ein neues Rekordhoch bei 12.383 Punkten. Erneut verzeichneten vor allem die defensiven Index-Schwergewichte Novartis, Nestle und Roche Aufschläge, die zwischen 0,1 und 0,7 Prozent lagen. Investoren schichteten wieder in Aktien rund um den Bereich Gesundheit um, hiess es. "Die Übergewichtung bei Konjunkturthemen wird etwas zurückgefahren", sagte ein Händler. Das Geld gehe in eher defensive Branchen. Der SMI verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 12.362 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 22,69 (zuvor: 22,16) Millionen Aktien. Für die Aktien der Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich Insurance ging es um bis zu 0,9 Prozent aufwärts. Als durchweg solide wurden die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal von Munich Re im Handel bezeichnet. Dufry gewannen nach Zahlen für das erste Halbjahr 3,0 Prozent. Die Ergebnisse spiegeln laut Baader Helvea die nach wie vor schwierige Situation im Reisegeschäft wider. Die Ergebnisse des weltweiten Betreibers von Duty-Free-Läden blieben laut den Analysten leicht hinter den Konsenserwartungen.

International markets

Europe

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Dienstag etwas höher. Der DAX gewann 0,2 Prozenauf 15.771 Punkte und ist damit weiter auf Tuchfühlung mit seinem Allzeithoch bei 15.811 Zählern. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,3 Prozent auf 4.188 nach oben - bei 4.196 Zählern wurde im Verlauf ein neues Mehrjahreshoch markiert. Und der breite Stoxx-600-Index schaffte abermals in diesem Jahr ein Rekordhoch. Einen Kaufgrund liefern sicher die Negativzinsen bei den Staatsanleihen vieler Ländern, die keine Alternative bieten. Die Liquidität an den Aktienmärkten ist extrem dünn, halb Europa scheint sich im Urlaub zu befinden. Der schwache ZEW aus Deutschland wurde von den Investoren nahezu ignoriert. Die Stimmung der Finanzmarktexperten hat sich im August derweil unfreundlich entwickelt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sanken bereits den dritten Monat in Folge unerwartet deutlich auf 40,4 Punkte nahe dem Tiefststand aus dem Winter, gleichzeitig hat sich die aktuelle Lage verbessert - allerdings bereits langsamer als noch zuletzt. Das Ergebnis der ZEW-Umfrage stuft die NordLB als Warnsignal für die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Halbjahr ein. Für das später im Monat zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklima ergebe sich eine ähnliche Indikation. Erneut liefert die Berichtssaison die Impulse für die Einzelwerte. Als durchweg solide wurden die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal von Munich Re (+1,4%) im Handel bezeichnet. In den finalen Daten gab es einige Präzisierungen. So sollen die Hochwasserschäden im mittleren dreistelligen Millionenbereich liegen.

United States

Erneut mit einer uneinheitlichen Tendenz hat sich die Wall Street am Dienstag gezeigt. Zwar markierten der Dow-Jones-Index und der S&P-500 im frühen Handel jeweils neue Allzeithochs, doch dominierte weiter die Zurückhaltung. Vor dem Hintergrund der zuletzt wieder verstärkten Inflations- und Zinserhöhungsängste werde vor allem auf Aussagen von Seiten der US-Notenbank gewartet, hiess es. Hier erhoffen sich die Investoren Hinweise, ab wann und in welchem Tempo die Fed ihre Unterstützungsmassnahmen zurückfährt. Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 35.265 Punkte. Der S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 4.437 Punkte. Beide Indizes schlossen auf einem neuen Rekordniveau. Der Nasdaq-Composite fiel dagegen um 0,5 Prozent auf 14.788 Punkte. Dabei gab es insgesamt 1.794 (Montag: 1.251) Kursgewinner und 1.560 (2.038) -verlierer. Unverändert schlossen 103 (164) Titel. Unter den Einzelwerten verloren AMC nach anfänglichen Gewinnen 6,1 Prozent. Die Kinokette hat im zweiten Quartal dank der Aufhebung der Corona-Beschränkungen wieder mehr umgesetzt und den Verlust deutlich verringert. Gleichwohl lagen die Ticket-Verkäufe nur bei 29 Prozent des Niveaus aus dem zweiten Quartal 2019. Zudem hat sich AMC eine Belohnung für die Reddit-Nutzer ausgedacht, die die Aktie über diese Plattform hochgejubelt haben. Unter anderem will AMC künftig Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Die Boeing-Aktie legte um 1,5 Prozent zu. Die Auslieferungen im Juli haben zwar über der Produktion gelegen, sich gegenüber dem Vormonat aber verlangsamt. Sie sind zudem nur halb so hoch wie bei Mitbewerber Airbus. Auch ist die 787-Produktion aufgrund von Qualitätsproblemen weiterhin unterbrochen.

Asia

Überwiegend etwas fester tendieren die Börsen in Ostasien und Australien am Mittwoch. Mit die stärksten Aufschläge verbucht der japanische Markt mit einem Plus von 0,5 Prozent, angeführt von Energie- und Stahlwerten. Teilnehmer setzen weiter auf eine Erholung der Unternehmensergebnisse. Im Lauf des Tages werden Japan Post Holdings und Dentsu Group berichten. In China legt der Shanghai Composite Index 0,3 Prozent auf 3.539 Punkte zu, während der ChiNext Price Index mit zahlreichen Zukunftsbranchen und Startup-Unternehmen leicht im Minus notiert.

Bonds

Die Anleihen bauten ihre Abgaben vom Vortag noch weiter aus. Die US-Zehnjahresrendite legte um 2,7 Basispunkte auf 1,35 Prozent zu. Händler verwiesen auf die Verabschiedung des US-Infrastrukturpakets durch den Senat. Zudem waren die Blicke bereits auf die Verbraucherpreise am Mittwoch gerichtet.

Analysis

Independent Research hebt Metro St. auf Hold (Sell) – Ziel 11,50 (8,50)
Independent Research senkt Ziel Standard Chartered auf 475 (550) p – Hold
Hauck&Aufhäuser erhöht Vivoryon-Ziel auf 60 (40) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.