Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 04.08.2021
Morning news

BP steigert Quartalsdividende und kauft eigene Aktien zurück

Topic of the day

BP will für das abgelaufene zweite Quartal eine höhere Dividende zahlen und hat angekündigt, eigene Aktien für 1,4 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Der britische Öl- und Gaskonzern beschloss eine Quartalsdividende von 5,46 US-Cent pro Aktie, gegenüber 5,25 Cent im ersten Quartal. Die erhöhten Ausschüttungen begründete das Unternehmen mit dem Anstieg beim bereinigten Gewinn im Quartal, den sich verbessernden Umweltbedingungen und dem Vertrauen in die Bilanzstärke, hiess es. Darüber hinaus meldete die BP plc für die drei Monate bis Juni einen Nettogewinn von 3,12 Milliarden Dollar, ein Rückgang gegenüber 4,67 Milliarden Dollar im ersten Quartal. Jedoch stieg der um Wiederbeschaffungskosten bereinigte Gewinn auf 2,80 Milliarden Dollar von 2,63 Milliarden im ersten Quartal. Er lag auch deutlich oberhalb des Marktkonsens von 2,15 Milliarden Dollar in einer vom Unternehmen zusammengestellten Prognose basierend auf 24 Analysten.

Swiss stocks

Auf hohem Niveau kaum verändert hat sich der Schweizer Aktienmarkt am Dienstag präsentiert. Im Verlauf stieg der Leitindex SMI auf ein neues Allzeithoch, bevor er wieder abbröckelte. Etwas gebremst wurde der Markt auch vom starken Franken, der als sicherer Hafen unter anderem wegen der Pandemie gesucht war. Für die exportstarke Schweizer Wirtschaft kann eine starke heimische Währung ein Hindernis darstellen. Der SMI verlor 0,1 Prozent auf 12.163 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursgewinner und neun -verlierer gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 27,45 (zuvor: 31,3) Millionen Aktien. Angeführt wurde der SMI von ABB (+0,8%) und Lonza (+0,7%), am Ende rangierten Alcon (-0,5%) und Nestle (-0,7%). Branchentrends waren nicht auszumachen. Bei den Bankenwerten tendierten UBS (-0,3%) etwas leichter, Credit Suisse (+0,3%) etwas fester. Auch die Aktien der beiden Pharmariesen Roche (+0,2%) und Novartis (-0,3%) liefen in unterschiedliche Richtung. Am breiteren Markt waren Oerlikon gesucht. Bei dem Industrieunternehmen läuft es operativ wieder rund. Die Aktie verteuerte sich um 4,2 Prozent.

International markets

Europe

Bei dünnen Umsätzen haben sich die europäischen Börsen am Dienstag kaum verändert. Der DAX fiel um 0,1 Prozent auf 15.555 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss rund einen Zähler im Plus mit 4.118 Punkten. "Auf dem hohen Niveau warten viele Anleger erst einmal ab", sagte ein Händler. Viele Kurse kämen aufgrund der niedrigen Umsätze zufallsbedingt zustande. Weiter auf Hausse-Kurs lag der TecDAX, der um 0,1 Prozent auf 3.721 Punkte stieg und damit den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreichte. Hier markierten die DAX-Aufstiegskandidaten Siemens Healthineers und Sartorius neue Rekordstände, daneben profitierten Evotec mit einem Plus von 2,7 Prozent von positiven Studienergebnissen. "Wachstumsaktien sind weiter gefragt, besonders defensives Wachstum", sagte der Marktteilnehmer. In Europa stieg der Stoxx-Branchenindex der Pharmawerte auf ein neues Allzeithoch, er gewann 0,3 Prozent. Im DAX stellten Fresenius und FMC mit Plus-Zeichen von etwa 3 Prozent die grössten Gewinner, nach dem jüngsten Kursrückgang rieten nun erste Analysten zum Einstieg. Daneben stiegen Adidas um 1,6 Prozent, auch sie markierten zeitweise ein Allzeithoch, mit Käufen vor den Halbjahreszahlen am Donnerstag. Auch bei den Banken lief die Berichtssaison weiter. Als "stark" stuften die Analysten von Jefferies die Geschäftszahlen der Societe Generale zum zweiten Quartal ein. Dabei strichen sie vor allem den Nettogewinn heraus, der den Konsens um 68 Prozent geschlagen habe. Für die Aktie ging es um 6,4 Prozent nach oben. Der europäische Stoxx-Banken-Index stand mit einem Plus von 0,9 Prozent ebenfalls auf der Gewinnerseite. Im DAX brachen BMW trotz solider Geschäftszahlen um 5,2 Prozent ein. Wie bereits VW und Daimler hätten die Münchener ein gutes zweites Quartal hingelegt, hiess es im Handel. Als enttäuschend wurde aber der Ausblick eingestuft. So erwartet das Unternehmen die Marge am oberen Rand der Prognose von 7 bis 9 Prozent, dies lag unter der Schätzung einiger Analysten von 10 Prozent und mehr.

United States

Die Wall Street hat den Dienstag mit Gewinnen beendet. Nach der Verschnaufpause zum Wochenauftakt kamen wieder Käufer an den Markt. Insgesamt habe eine optimistische Haltung überwogen, hiess es - nicht zuletzt wegen der aussergewöhnlich positiv verlaufenden Berichtsperiode der Unternehmen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,8 Prozent fester bei 35.117 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,8 Prozent. Der Nasdaq-Composite gewann 0,5 Prozent. Dabei gab es insgesamt 1.916 (Montag: 1.501) Kursgewinner und 1.383 (1.844) -verlierer. Unverändert schlossen 128 (125) Titel. Bei Take-Two (-7,7%) verlief das erste Geschäftsquartal besser als gedacht, allerdings bekräftigte der Anbieter von Online-Spielen seinen Ausblick lediglich. Zudem belastete das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen den Spielesektor. Überraschend gut lief es auch für Arista, die 0,5 Prozent zulegten. Hier bremsten nach Meinung von Marktbeobachtern Aussagen des CEO Jayshree Ullal über Komponentenknappheit. Translate Bio sprangen um fast 30 Prozent. Der französische Pharmakonzern Sanofi wird das US-Biotechnologie-Unternehmen für 3,2 Milliarden Dollar kaufen. Clorox stürzten um 9,5 Prozent ab. Der Konsumgüterhersteller verschreckte mit einer schwachen Entwicklung ausgerechnet bei Hygieneprodukten und einer mauen Prognose. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone stiegen Under Armour um 6,2 Prozent.

Asia

An den Börsen in Ostasien und Australien ist am Mittwoch keine einheitliche Tendenz auszumachen, trotz starker Vorgaben der Wall Street, wo der S&P-500 am Dienstag auf ein Rekordhoch stieg. Die steigende Zahl der Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus schürt Befürchtungen, dass die Erholung der Wirtschaft abgewürgt werden könnte. Das gilt besonders für die Tokioter Börse, wo der Nikkei 0,3 Prozent im Minus liegt. Auf dem japanischen Aktienmarkt lastet zudem der zum Dollar gestiegene Yen, der als Fluchtwährung in Krisenzeiten gilt. In Australien halten sich die Kursgewinne mit durchschnittlich 0,3 Prozent in Grenzen.

Bonds

Am Rentenmarkt tendierten die Notierungen kaum verändert, nachdem zunächst noch die Sorge über die globale Corona-Situation gestützt hatte.

Analysis

JP Morgan erhöht BNP-Ziel auf 65 (63) EUR – Overweight
CS erhöht Holcim-Ziel auf 78 (70) CHF – Outperform
UBS senkt IAG-Ziel auf 255 (280) p – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.