Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 03.08.2021
Morning news

US-Zahlungsdienstleister Square übernimmt Afterpay für 29 Milliarden Dollar

Topic of the day

Der Finanzdienstleister Square kauft den australischen Bezahldienstleister Afterpay für rund 29 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien. Square bietet den Aktionären von Afterpay laut Mitteilung für ihre Papiere einen Aufschlag von 30 Prozent auf den Preis vom Freitag. Afterpay ist Australiens grösstes Technologieunternehmen nach Marktkapitalisierung. Die Technology der Afterpay Ltd ermöglicht Nutzern, erhaltene Waren in vier zinsfreien Raten zu bezahlen. Die Kunden zahlen nur dann eine Gebühr, wenn sie eine automatische Zahlung versäumen, dann wird allerdings auch ihr Konto gesperrt, bis der Restbetrag zurückgezahlt ist. Afterpay reklamiert für sich, dass mit dieser Technoologie Forderungsausfälle begrenzt würden. Das Unternehmen hat bislang noch keinen Gewinn erzielt. Der grösste Teil seines Umsatzes stammt von Einzelhändlern, die einen Prozentsatz des Wertes jeder Kundenbestellung sowie eine feste Gebühr zahlen.

Swiss stocks

Auf neue Hochs ist der Aktienmarkt in der Schweiz am Montag geklettert. Am ersten Tag des historisch tendenziell eher schwachen Augusts schloss der SMI auf Allzeithoch. Gestützt wurde er von starken Vorlagen aus Asien und den USA. Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 12.171 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursgewinner und drei -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 31,3 (zuvor: 36,61) Millionen Aktien. Finanzwerte gehörten zu den Favoriten, nachdem sie zuletzt abverkauft worden waren. Credit Suisse gewannen 2,5 Prozent und UBS 1 Prozent. Auch Versicherer waren gesucht. Der wirtschaftsfreundliche Schwenk der chinesischen Regierung verbesserte das Sentiment für die Luxusgüterwerte Richemont (+1,8 Prozent) und Swatch (+1 Prozent). Dagegen waren Pharmawerte weniger gefragt. Novartis fielen um 0,1 Prozent, während Roche 0,4 Prozent zulegten.

International markets

Europe

Europas Börsen sind mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der chinesische Caixin-Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe ist zwar auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten gesunken. Das lag unter anderem an den schweren Überschwemmungen in Zentralchina, der neuen Welle an Covid-Fällen mit den folgenden Lockdowns sowie an Stromengpässen, die in einigen Städten die Produktion und die Auftragseingänge belasteten. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,7 Prozent auf 4.117 Punkte. Der DAX blieb zurück mit plus 0,2 Prozent auf 15.569 Punkte - hier drückte der Kurseinbruch der Allianz-Aktie. Allianz stürzten um 7,8 Prozent ab. Klagen und Untersuchungen in den USA könnten sich laut Allianz erheblich auf künftige Finanzergebnisse auswirken. "Die Klagen sind seit langem bekannt", so ein Marktteilnehmer. Juristische Auseinandersetzungen in den USA oder Untersuchungen US-amerikanischer Behörden wie der Börsenaufsicht SEC oder des US-Justizministeriums seien nicht angenehm, zumal der Ausgang teilweise schwer bis gar nicht zu prognostizieren sei, so die NordLB. Gemäss Presseberichten summieren sich die vor allem beim Bundesgericht für den Southern District of New York eingereichten Schadenersatz-Klagen inzwischen auf rund 6 Milliarden Dollar, wie die LBBW hervorhob. Für die Aktie des französischen Versicherungskonzerns Axa ging es um 4,2 Prozent nach oben. Positiv stellten die Analysten der UBS die Gewinnentwicklung heraus. So stieg das bereinigte Ergebnis von 1,89 Milliarden auf 3,64 Milliarden Euro und lag damit deutlich über der Markterwartung von 3,3 Milliarden. Das Ergebnis bei Axa XL, dem Geschäftsbereich für Schaden- und Unfallversicherungen sowie Spezialrisiken, übertraf den Konsens um 12 Prozent.

United States

Die Wall Street hat am Montag etwas leichter geschlossen. Gewinne aus dem Frühgeschäft wurden überwiegend wieder abgegben. Händler verwiesen auf durch die Bank schwache Daten. Nach den Bauausgaben und der Revision des Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe verfehlte auch der viel beachtete ISM-Index für US-Industrie im Juli die Erwartungen. Dieser offenbarte, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Juli verlangsamt hat. Auch aus China wurden schwache Konjunkturdaten gemeldet. Der chinesische Caixin-Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe war auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten gesunken. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent tiefer bei 34.838 Punkte, der S&P-500 gab 0,2 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite gewann dagegen 0,1 Prozent. Dabei gab es insgesamt 1.501 (Freitag: 1.290) Kursgewinner und 1.844 (2.021) -verlierer. Unverändert schlossen 125 (121) Titel. Carnival tendierten nach Gewinnen im frühen Geschäft 0,9 Prozent leichter. Die Kreuzfahrtreederei hat die ersten Kreuzfahrten nach längerer Corona-Pause erfolgreich absolviert. Walt Disney fielen nach Aufschlägen zum Start schliesslich um 0,3 Prozent. Der Film "Jungle Cruise" hat in Nordamerika ein vielversprechendes Debüt hingelegt. Marin Software fielen um knapp 14 Prozent. Der Spezialist für Digitalwerbung berichtete von sinkenden Zweitquartalsumsätzen und rechnet mit weiteren Erlösrückgängen. Vaxart zogen um gut 11 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen beginnt mit klinischen Studien für den Tablettenimpfstoffkandidat gegen Covid-19 in der zweiten Jahreshälfte.

Asia

An den Börsen in Ostasien und Australien dominieren am Dienstag Konjunktursorgen. Verunsicherung herrscht darüber, ob China den jüngsten regulatorischen Eingriffen gegen die Technologie- und Bildungsbranche weitere Massnahmen gegen andere Branchen folgen lassen könnte. In Tokio verliert der Nikkei-225-Index 0,8 Prozent. Hier belastet auch der zum US-Dollar wieder gestiegene Yen. Die japanische Währung gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

Bonds

Am US-Rentenmarkt wurden mit steigenden Notierungen Konjunktursorgen in China gespielt. Die Renditen sanken auf den tiefsten Stand seit vergangenem Februar.

Analysis

Citi erhöht Nestle-Ziel auf 130 (114) CHF – Buy
CS erhöht Puma-Ziel auf 102 (95) EUR – Neutral
IR senkt CS-Ziel auf 9,50 (10) CHF – Hold

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.