Research Market strategy
By Swissquote Analysts
Published on 27.07.2021
Morning news

Tesla schafft ersten Milliardengewinn

Topic of the day

Tesla hat im zweiten Quartal ein Rekordergebnis erzielt und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Elektrofahrzeughersteller verzeichnete dabei den achte Quartalgewinn in Folge. Die Markteinführung seines kommerziellen Semi-Trucks wurde jedoch aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Batteriezellen und Problemen in der Lieferkette verschoben. Für die Aktie ging es im nachbörslichen Handel um 2,3 Prozent nach oben auf 673 Dollar. Der Konzern verzeichnete im Quartal einen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar bzw. 1,02 Dollar je Aktie gegenüber 104 Millionen Dollar bzw. 0,10 Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 1,45 Dollar nach zuvor 0,44 Dollar. Der Umsatz stieg um 98 Prozent auf 11,96 Milliarden Dollar. Analysten hatten laut Factset mit einem bereinigten Gewinn von 0,94 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 11,51 Milliarden Dollar gerechnet.

Swiss stocks

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel zu Wochenbeginn mit Abschlägen beendet. Der SMI verlor 0,7 Prozent auf 12.050 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursverlierer und neun -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 28,32 (zuvor: 27,76) Millionen Aktien. Nachdem Lonza am Freitag überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt und die Aktie ein Allzeithoch markiert hatte, nahmen die Anleger nun aufgelaufene Gewinne mit. Die Aktie gab 2,8 Prozent nach und war damit Tagesverlierer. Auch bei Geberit (-1,5%) und Givaudan (-1,4%) wurden – ebenfalls nach Rekordhochs – Gewinne eingestrichen. Belastet wurde der SMI zudem von den Index-Schwergewichten Nestle (-1,1%) sowie den beiden Pharmariesen Novartis (-1,3%) und Roche (-0,8%). Gut lief es indessen für die Bankenwerte: Credit Suisse gewannen 1,8 Prozent und UBS legten 1,6 Prozent zu. Für den Luxuswert Swatch ging es um 0,8 Prozent aufwärts. Die Aktie des Wettbewerbers Richemont stieg um 0,9 Prozent. ABB rückten 0,1 Prozent vor.

International markets

Europe

Europas Börsen haben zu Wochenbeginn leicht nachgegeben. Schwache Vorlagen der chinesischen Börsen drückten etwas auf die Stimmung. In China lasteten vor allem neue Regulierungen für den Bereich E-Learning auf den Kursen der Technologie-Aktien. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 15.619 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,2 Prozent auf 4.103 nach. Der Ifo-Geschäftsklimaindex setzte derweil keine grösseren Akzente. Entgegen den Erwartungen ist der Index auf 100,8 gefallen. "Die Angst vor einer vierten Corona-Welle und Lieferprobleme in der Industrie haben die zuvor stark gestiegenen Geschäftserwartungen getrübt", hiess es dazu von der Commerzbank. Nach einer kräftigen Erholung im Sommerhalbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal wieder unter Corona leiden, auch wenn sie wohl kaum erneut schrumpfen wird. Vonovia (minus 2,5 Prozent) und Deutsche Wohnen (plus 1,2 Prozent) standen weiter im Blick. Zwar ist das Übernahmeangebot für Deutsche Wohnen gescheitert, weil Vonovia die Mindestannahmequote von 50 Prozent plus 1 Aktie verfehlt hat. Vonovia habe aber alle Optionen offen gelassen. "Beide wollen nach dem derzeitigen Stand den Deal", so ein Händler. Für Morphosys ging es nach gesenkter Prognose um 8,7 Prozent nach unten. Morphosys erwartet im laufenden Jahr nun einen Konzernumsatz zwischen 155 bis 180 Millionen Euro nach bislang 150 bis 200 Millionen Euro. Hintergrund sind die aktualisierten Erwartungen für die Produktumsätze von Monjuvi. Das sorgte bei den Anlegern für Enttäuschung, wurde doch die Entwicklung von Monjuvi genau verfolgt.

United States

Die Wall Street hat zu Wochenbeginn leichte Aufschläge verzeichnet. Die Indizes haben dabei neue Allzeithochs erreicht. Bereits am Freitag hatten gute Unternehmenszahlen für Rekordstände gesorgt. Getrübt wurde der Handel etwas von den andauernden Querelen zwischen Washington und Peking. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent höher bei 35.144 Punkte, der S&P-500 legte ebenfalls um 0,2 Prozent zu. Der Nasdaq-Composite notierte indessen nahezu unverändert. Dabei gab es insgesamt 1.865(Freitag: 2.046) Kursgewinner und 1.457 (1.244) -verlierer. Unverändert schlossen 128 (148) Titel. Auch in der neuen Woche dürfte das Interesse der Anleger vor allem der Bilanzsaison gelten. Nach Börsenschluss am Montag wird Tesla Zahlen vorlegen Unter den Einzelwerten verloren Lockheed Martin 3,4 Prozent. Der Rüstungskonzern hat im zweiten Quartal weniger verdient als erwartet, aber trotzdem die Jahresgewinnprognose angehoben. Allerdings wird sich ein milliardenschwerer Auftrag des US-Verteidigungsministeriums über Kampfflugzeuge des Typs F-35 in das kommende Jahr verschieben. Spielzeughersteller Hasbro (+12,2%) hat derweil mit seinen Zahlen positiv überrascht. RBC Bearings sprangen um 16,2 Prozent aufwärts. Der Hersteller von Präzisionslagern und Komponenten kauft von ABB den Geschäftsbereich Mechanical Power Transmission (Dodge) für 2,9 Milliarden Dollar in bar. Aon PLC (+8,2%) und Willis Towers Watson PLC (-9,0) haben den geplanten Zusammenschluss für mehr als 30 Milliarden Dollar zum weltgrössten Versicherungsmakler abgesagt. Grund ist, dass die beiden Unternehmen den Widerstand des US-Justizministeriums gegen die Fusion nicht überwinden konnten.

Asia

Mit Ausnahme von Hongkong herrscht am Dienstag an den Börsen in Ostasien und in Australien eine freundliche Stimmung. Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt 0,5 Prozent auf 27.985 Punkte, in Sydney und in Seoul fallen die Aufschläge ähnlich aus.

Bonds

Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen etwas fester. Die US-Zehnjahresrendite lag bei 1,29 Prozent.

Analysis

UBS senkt Ziel Easyjet auf 1.025 (1.125) p – Neutral
UBS senkt Ziel Siemens Gamesa Renewable auf 25 (33) EUR – Neutral
UBS erhöht Ziel Intesa Sanpaolo auf 2,80 (2,70) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.